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Sicherheitsgipfel

08.05.2013

Innenminister will sich mit FCA-Fans treffen

Innenminister Joachim Herrmann
Bild: Frank Leonhardt/dpa

Innenminister Herrmann hat beim Fußball-Sicherheitsgipfel in Ingolstadt angekündigt, dass er sich mit Vertretern der FCA-Fans treffen wolle.

Dies berichtet FCA-Geschäftsführer Peter Bircks, der für den Bundesligisten an der Veranstaltung am Mittwoch (8. Mai) teilnahm. Wann das Treffen mit den Fans stattfindet, wurde noch nicht vereinbart.

Konkrete Beschlüsse zum Thema Sicherheit in den Stadien seien aber in Ingolstadt nicht gefasst worden, so Bircks: "Das war auch nicht Sinn der Veranstaltung. Es ging vielmehr darum, dass man in den Dialog tritt." Vertreter der Vereine, der Fans und der Sicherheitsbehörden nahmen an der nichtöffentlichen Veranstaltung teil, bei der es um die Umsetzung des Ende 2012 beschlossenen Sicherheitskonzepts von Deutscher Fußball-Liga (DFL) und den 36 Proficlubs ging.

Zu den Maßnahmen gehören die Qualifizierung und Zertifizierung von Ordnungsdiensten, mehr Austausch der Vereine untereinander und die bessere Einbeziehung der Fan-Beauftragten. Auch der Verzicht auf Gewalt, Rassismus und Pyrotechnik wurde festgeschrieben. Man habe drei Stunden miteinander gesprochen und dabei auch kontrovers diskutiert, so Bircks

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Ein besonderes Augenmerk will der bayerische Innenminister auf bessere Zugangskontrollen in den Stadien legen. "Es dürfen keine gefährlichen Gegenstände in die Stadien geschmuggelt werden", sagte Herrmann nach der Veranstaltung. "Wir wollen deshalb besser geschulte Ordner und eine Optimierung der baulichen Standards erreichen." Feuerwerkskörper könnten verheerende Folgen haben wie Knalltraumata, Rauchvergiftungen und schwerste Brandverletzungen.

Einen weiteren Schwerpunkt sieht der Innenminister bei der zunehmenden Gewalt in Stadien und auf Reisewegen. Er sprach sich für konsequente Stadionverbote aus, um gewaltbereite Chaoten in die Schranken zu weisen. "Gewalttäter und Chaoten haben beim Fußball nichts verloren."

Herrmann widerspricht Seinsch

Im Vorfeld des Sicherheitsgipfels hatten Äußerungen von FCA-Präsident Walther Seinsch für Aufregung gesorgt. Seinsch hatte moniert, dass das USK (Unterstützungskommando) der Polizei zu Trainingszwecken Konfrontationen mit Fußballfans provozieren würde. Bereits im Januar hatte Seinsch in einem offenen Brief an den bayerischen Innenminister den seiner Meinung nach unverhältnismäßigen Einsatz des USK beim Auswärtsspiel der Augsburger in Fürth kritisiert. Dabei sollen die Polizisten zum Teil gewalttätig gegen friedfertige FCA-Fans vorgegangen sein.

Innenminister Joachim Herrmann wies Mitte April die Vorwürfe des FCA-Präsidenten Walther Seinsch zurück. Er habe die Vorwürfe ernst genommen und eine Stellungnahme des Polizeipräsidiums Mittelfranken eingefordert. Mittlerweile seien die Vorwürfe eingehend geprüft worden, sagte der Innenminister. „Sie haben sich nicht bestätigt.“ Das hat man Seinsch in einem Brief mitgeteilt. Der FCA-Präsident bezeichnet den Brief des Innenministers als „enttäuschend“. Er überlege nun, wie man weiter vorgehe.

"Das Thema wurde nicht direkt angesprochen. Vielmehr ging es um allgemeine Verhalten der Polizei", so Bircks.  Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) habe angeboten, Polizei, Fans und Vereinsvertreter an einen Tisch zu holen, um solche Unstimmigkeiten auszuräumen.  nos/dpa

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