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Eishockey

02.01.2020

Torjäger und Strafbankkönig: Die Panther des Jahrzehnts

Thomas J. Trevelyan ist bei den Fans extrem beliebt. Wegen seiner Vereinstreue, aber auch wegen seiner Treffsicherheit. 105 Tore hat er schon für die Panther erzielt.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Wer hat die meisten Tore geschossen, wer die meisten Vorlagen gegeben? Wer saß am häufigsten auf der Strafbank? Ein Blick auf das vergangene Jahrzehnt des AEV.

Am Anfang und am Ende des vergangenen Jahrzehnts waren die Augsburger Panther am besten. In der Saison 2009/10 – die wir an dieser Stelle komplett in die gerade beendeten Zehner Jahre des Jahrhunderts einrechnen – marschierte die Mannschaft bis ins Finale um die deutsche Meisterschaft und musste sich dort Hannover geschlagen geben. Es war der größte Erfolg der Klubgeschichte. Der zweitgrößte folgte in der Spielzeit 2018/19. Platz drei am Ende der Hauptrunde bedeutete Vereinsrekord. Erst in Spiel sieben des Halbfinales gegen München war die Saison beendet.

Dass vergangene Jahrzehnt hatte aber noch einiges mehr zu bieten. In die Play-offs schafften es die Panther 2009/10, 2011/12, 2012/13, 2016/17 und 2018/19. Für die aktuelle Saison ist eine seriöse Prognose momentan noch nicht möglich. Einen wichtigen Fingerzeig wird das Auswärtsspiel am Freitag in Wolfsburg (19.30 Uhr) geben. Im Kampf um Platz zehn, der gerade noch zur Teilnahme an den Play-offs berechtigen würde, ist ein Sieg dort fast schon Pflicht.

Augsburger Panther: Thomas J. Trevelyan ist Torjäger des Jahrzehnts

Das ist die Zukunft. Der Blick zurück bietet mehr Klarheit. Er zeigt, dass die Panther in den Zehner-Jahren eine ganze Reihe prägende Spieler in ihren Reihen hatten. Ihre Spuren haben sie in den Statistiken hinterlassen. Am plakativsten ist sicherlich der Titel „Torjäger des Jahrzehnts. Er geht an einen Dauerbrenner, der momentan schon seine neunte Saison in Augsburg absolviert. Hinter Rekordspieler Steffen Tölzer ist Thomas J. Trevelyan der dienstälteste Panther und gleichzeitig der produktivste Stürmer des zurück liegenden Jahrzehnts. 105 Treffer hat er schon erzielt und ein Ende ist nicht in Sicht.

Der 35-Jährige hatte zwar immer wieder großes Verletzungspech, kehrte aber stets aufs Eis zurück. So auch in dieser Saison, die für ihn wegen eines Muskelrisses im Oberschenkel erst verspätet begann. In 20 Spielen hat er dennoch schon neun Tore geschossen.

Keiner bereitet Tore häufiger vor als Drew LeBlanc.
Bild: Siegfried Kerpf

Der beste Vorbereiter des vergangenen Jahrzehnts ist ebenfalls noch Teil der aktuellen Mannschaft. Niemand servierte seinen Kollegen den Puck häufiger als Drew LeBlanc. Der US-Amerikaner hat derzeit genau 150 Assists in den Büchern stehen – er spielt gerade seine fünfte Saison in Augsburg.

Auffällig ist in dieser Statistik ist aber auch noch ein anderer Profi. Darin Olver brachte es in den Spielzeiten 2009/10 und 2010/11 auf zusammen 88 Assists. 47 davon schaffte er in seiner zweiten Augsburg-Saison – keiner war in den vergangenen zehn Jahren besser. Da Olver in dieser Spielzeit zudem noch 23 Tore selbst schoss, schaffte er mit insgesamt 70 Punkten auch den besten Saisonwert eines Panther-Topscorers im vergangenen Jahrzehnt.

Darin Olver: Kein anderer AEV-Spieler schoss mehr Tore in einer Saison

Und noch einmal Olver: 2009/10 erzielte er 32 Tore, genauso viele wie sein Teamkollege Brett Engelhardt. Kein Panther schaffte im vergangenen Jahrzehnt mehr in einer einzigen Saison. Kleine Einschränkung: Die beiden hatten für ihren Rekord neben den 56 Hauptrundenspielen auch noch 14 Play-off-Spiele Zeit.

Darin Olver prägte Anfang des vergangenen Jahrzehnts das Panther-Spiel.
Bild: Ulrich Wagner

Klar, dass Olver mit diesen Statistiken das Interesse größerer und finanziell besser ausgestatteter Vereine auf sich zog. Aus Augsburg wechselte er für sechs Jahre nach Berlin, ehe der inzwischen 34-Jährige zu seinem aktuelle Arbeitgeber ERC Ingolstadt weiter zog.

Der statistisch schlechteste Topscorer der vergangenen zehn Jahre war übrigens Stephen Werner in der Saison 2012/13. Ihm reichten 35 Punkte (13 Tore/22 Assists) für diesen Titel.

Der Panther-Spieler Adam Payerl saß 176 Minuten auf der Strafbank

Es wurde aber nicht nur vor dem gegnerischen Tor gezaubert. Zum Eishockey gehören auch eine gewisse Härte und die dafür zuständigen Spielertypen. In Augsburg machte sich diesbezüglich vor allem ein Mann verdient: Sean O’Connor. Zwei Jahre spielte er in Augsburg, zweimal war er der Strafbankkönig. 2010/2011 sammelte er 145 Strafminuten, in der Spielzeit danach derer 154. Legendär sein Fight mit Ingolstadts Jeremy Reich, den die beiden im Dezember 2011 unmittelbar nach dem ersten Bully anzettelten. Box-Spezialist O’Connor gewann und bekam von den Fans den Ehrentitel „Hooligan“ verliehen. Sein Wechsel zum Rivalen nach Ingolstadt am Ende der Saison ließ die Liebe aber ziemlich abrupt erkalten.

Keiner saß länger auf der Strafbank als Adam Payerl.
Bild: Siegfried Kerpf

Rekordhalter des Jahrzehnts in einer einzigen Saison ist O’Connor aber nicht. Diese Ehre gebührt dem aktuellen Topscorer der Panther. Adam Payerl brachte es 2018/19 auf stolze 176 Strafminuten. Das hatte er vor allem einigen spektakulären Fights zu verdanken. In der aktuellen Spielzeit hat Payerl eine eindrucksvolle Wandlung hingelegt. Vom Haudrauf wurde er zum Torjäger. 28 Strafminuten nach 32 Spielen sind vergleichsweise harmlos, dafür hat er schon 14 Tore erzielt.

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