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ERC Ingolstadt

24.03.2015

Sieg in Spiel sieben: Panther stürmen ins Playoff-Halbfinale

Komm in meine Arme: Christoph Gawlik (links) und Thomas Greilinger (rechts) feierten mit dem ERCI einen 6:1-Erfolg gegen Iserlohn und zogen damit ins Playoff-Halbfinale ein.
Bild: Xaver Habermeier

Der ERC Ingolstadt zeigt am Dienstagabend im siebten Viertelfinal-Spiel gegen Iserlohn seine beste Playoff-Leistung und gewinnt mit 6:1. Nächster Gegner ist die Düsseldorfer EG.

Der ERC Ingolstadt steht im Halbfinale der DEL-Playoffs 2015. Gestern Abend kam der amtierende deutsche Meister im siebten und entscheidenden Viertelfinal-Match gegen die Iserlohn Roosters zu einem hochverdienten 6:1 (2:1, 1:0, 3:0)-Erfolg und setzte sich damit in dieser Serie mit 4:3 durch. In der „Runde der letzten Vier“ treffen die Oberbayern nun ab dem kommenden Freitag (19.30 Uhr/Saturn-Arena) auf Düsseldorf.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir im heute eine ganz andere Panther-Mannschaft sehen werden. Die Jungs waren nach der 2:6-Niederlage am Sonntag im sechsten Match ziemlich verärgert und sich auch bewusst, welche Fehler sie gemacht haben. Ich erwarte jedenfalls eine deutliche Antwort“, so Larry Huras. Und diese bekam der Panther-Headcoach, der diesmal Michel Periard den Vorzug gegenüber Aaron Brocklehurst gab, von seinen Schützlingen dann auch gleich im ersten Durchgang.

Von Beginn an übernahm der Titelverteidiger in der mit 4815 Zuschauern ausverkauften Saturn-Arena die Initiative und nahm den gegnerischen Kasten von Mathias Lange unter Beschuss. Doch Patrick Hager (1.), Thomas Greilinger (2.), Petr Taticek und Ryan MacMurchy (4.) zielten in der stürmischen Anfangsphase knapp vorbei oder scheiterten an Lange.

„Wichtig wird es vor allem sein, dass wir die zahlreichen individuellen Fehler aus den ersten Partien vermeiden und gerade auch dann einen kühlen Kopf bewahren, wenn wir in Rückstand geraten sollten“, hatte ERCI-Stürmer Christoph Gawlik vor diesem „Finale“ im NR-Interview die Marschroute ausgegeben. Waren die Oberbayern vor allem in den drei Auswärts-Begegnungen in Iserlohn bei einem oder zwei Gegentreffern immer wieder regelrecht auseinandergebrochen, so zeigten sie diesmal eine starke Reaktion.

Auch nach dem frühen und zu diesem Zeitpunkt überraschenden 0:1 durch Cody Sylvester (4.) behielten sie – wie von Gawlik gefordert – einen „kühlen Kopf“, warteten geduldig auf ihre Chancen und wurden dafür auch belohnt. Unter gütiger Mithilfe von Roosters-Goalie Lange, der ungewohnt unsicher wirkte, machten sie im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts aus einem Rückstand eine 2:1-Führung. Zuerst ließ der Deutsch-Österreicher einen harmlosen Schuss von Alexandre Picard durch die Fanghand flutschen (11.), ehe ihm Brandon Buck 15 Sekunden vor der ersten Pause den Puck durch die Schoner drosch (20.).

Die Saturn-Arena stand Kopf – und das erst recht, als die Huras-Truppe in der 23. Minute auch noch nachlegte. Die wohl schönste Kombination der Panther in dieser Serie brachte ihnen schließlich das 3:1. Ein großartiges Zusammenspiel zwischen Greilinger und Derek Hahn „veredelte“ Verteidiger Benedikt Kohl mit einem trockenen Schuss ins Iserlohner Gehäuse. Lange war diesmal absolut chancenlos.

Auch danach dominierte der Titelverteidiger weiter das Geschehen – zumindest so lange, bis die beiden Unparteiischen Daniel Piechaczek und Marian Rohatsch diesem Match ihren Stempel aufdrücken wollten. Nacheinander mussten Kohl, Szwez, Taticek und Hager für „fragwürdige“ Vergehen auf die Strafbank. Doch zum einen zeigten die Hausherren ein starkes Unterzahlspiel, zum anderen machte der erneut bärenstarke Timo Pielmeier einige „Hochkaräter“ der Sauerländer spektakulär zunichte.

Auf der Gegenseite hatte Gawlik sogar in Unterzahl die große Chance zum 4:1, aber sein Sololauf war (zunächst) nicht vom Erfolg gekrönt (39.). Besser machte es der 26-Jährige dann allerdings in der 50. Minute: Einen weiteren Konter schloss er eiskalt mit dem vierten ERCI-Treffer ab. Die Gäste gaben sich zwar auch danach noch nicht geschlagen. Doch Jared Ross machte mit seinem „Doppelpack“ (54./59.) letztlich alles klar.

ERC Ingolstadt: Pielmeier – Schopper, Friesen; Picard, Köppchen; Periard, Kohl; Kronthaler - Taticek, Buck, MacMurchy; Laliberte, Hahn, Szwez; Hager, Ross, Brooks; Gawlik, Barta, Greilinger. – Tore: 0:1 Sylvester (4.), 1:1 Picard (11.), 2:1 Buck (20.), 3:1 Kohl (23.), 4:1 Gawlik (50.), 5:1 Ross (54.), 6:1 Ross (59./EN). – Zuschauer: 4815 (ausverkauft).

Stimmen zum Spiel

Larry Huras (Trainer ERC Ingolstadt): „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Nach der Schlappe am Sonntag haben sie viel Charakter gezeigt. Unser bestes Spiel in dieser Serie haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Wir haben von Anfang an hart gearbeitet, sind wesentlich mehr gelaufen, haben clever an der blauen Linie agiert und Iserlohn damit wenige Chancen gegeben. Heute wollten wir von Anfang an der Jäger sein – und das ist uns sehr gut gelungen. Wir dürfen uns jetzt freuen, wissen aber auch, dass wir im Halbfinale gegen Düsseldorf noch viel besser und vor allem disziplinierter spielen müssen.“

Jari Pasanen (Trainer Iserlohn Roosters): „Glückwunsch an Larry und den ERCI! Heute waren die Panther ohne „Wenn“ und „Aber“ über 60 Minuten die bessere Mannschaft. Die ersten beiden leichten Tore, die wir hergegeben haben, hat das weitere Geschehen sicherlich mit beeinflusst. Insgesamt war Ingolstadt sicherer, aggressiver, schneller und hat zu seinem Spiel gefunden. Dennoch bin ich stolz, dass wir die Panther so lange ärgern konnten.“

Patrick Köppchen (Kapitän ERC Ingolstadt): „Wir haben heute mit Abstand unser bestes Spiel in dieser Serie gezeigt. Körperlich und mental waren wir von Beginn an voll da, haben sehr viel Druck auf die Roosters ausgeübt und somit auch verdient gewonnen. Was unseren kommenden Gegner aus Düsseldorf betrifft: Es sagt eigentlich schon alles, dass sie in Hamburg das siebte Match für sich entscheiden konnten. Diese Aufgabe wird für uns sicherlich nicht einfacher.“

Thomas Greilinger (Stürmer ERC Ingolstadt): „Es wurde Zeit, dass wir endlich einmal wieder eine überzeugende Leistung abgeliefert haben. Wären wir so wie in den vergangenen Partien aufgetreten, dann hätten wir uns heute in den Urlaub verabschieden können. Letztlich hatten wir Glück, dass uns Iserlohn am Leben gelassen hat. Jetzt geht es also im Halbfinale gegen die DEG. Nachdem sie sich von der Spielweise den Roosters ähneln, wird es erneut ungemein schwierig. Wir müssen einfach dort weitermachen, wo wir heute aufgehört haben.“

Timo Pielmeier (Torhüter ERC Ingolstadt): „Ich denke, dass wir heute mental die stärkere Mannschaft haben. Nachdem wir etliche Jungs in unserem Kader haben, die das letztjährige siebte Finalspiel in Köln mitgemacht haben, wussten wir, was zu tun ist. Jetzt freuen wir uns auf das Halbfinale.“

Benedikt Schopper (Verteidiger ERC Ingolstadt): „Über 60 Minuten gesehen war das definitiv unsere beste Playoff-Vorstellung. Gerade mit unserem guten Forechecking haben wir Iserlohn immens unter Druck gesetzt. Der Sieg war auf alle Fälle hochverdient.“

Alexandre Picard (Verteidiger ERC Ingolstadt): „Es spricht sicherlich für den Charakter und das Leistungspotenzial unserer Mannschaft, dass wir pünktlich zum siebten Spiel unsere beste Leistung abgeliefert haben. Jetzt gilt es, gut zu regenerieren, um dann am Freitag mit voller Kraft ins erste Halbfinal-Match gegen Düsseldorf zu gehen.“

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