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FC Augsburg
28.03.2019

Manuel Baum baut im Abstiegskampf auf Ji und Koo

Ja-Cheol Koo (links) und Dong-Won Ji fühlen sich im FCA-Trikot sichtlich wohl.
Foto: Ulrich Wagner

Die Südkoreaner Ji und Koo spielen nicht nur beim Abstiegsduell in der Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg eine wichtige Rolle. Was Trainer Manuel Baum plant.

Über acht Jahre lang hieß Länderspielpause in der Bundesliga für Ja-cheol Koo Reisestress. Wer als Fußball-Profi für Südkorea international tätig ist, gehört zur Kategorie Vielflieger. Vergangene Woche saß der 30-Jährige auch im Flugzeug, aber nicht Richtung Südkorea wie sein Mannschaftskollege Dong-won Ji zu den Spielen gegen Bolivien und Kolumbien, sondern mit der Familie nach Paris. FCA-Trainer Manuel Baum hatte Koo ein paar Tage Sonderurlaub gegeben.

Dementsprechend motiviert ist Koo vor dem so wichtigen Spiel am Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FC Nürnberg. Er weiß, was in Nürnberg auf ihn und seine Kollegen zukommen wird: Eine feindselige Stimmung, auch wenn fast 4000 Augsburger ihr Team nach Franken begleiten werden, und ein Tabellenletzter, der trotz 20 sieglosen Spielen alles tun wird, um mit einem Erfolg gegen den FCA den Glauben an den Klassenerhalt am Glimmen zu halten. „Wir können nur gemeinsam als Mannschaft etwas holen und müssen bei jedem Zweikampf wach sein“, sagt Koo.

Trainer Baum erwartet trotz zwölf Punkten Vorsprung ein Duell auf Augenhöhe. „Wir gehen mit der Mentalität in das Spiel, dass wir nicht gegen den Letzten spielen, sondern gegen einen Bundesligisten, der in der Lage ist, gegen jeden Gegner zu bestehen.“ So stellte er sein Team auch bei der Teambesprechung am Donnerstag auf der emotionalen Ebene ein: „Das Wichtigste ist der Kopf. Dass es unsere Beine können, haben wir bewiesen.“

FCA-Cheftrainer Baum bleibt trotz verletzter Spieler entspannt

Inhaltlich wird das Spiel ab Freitag vorbereitet, auch die Personalplanungen werden dann konkret. Denn es gibt noch ein, zwei Fragezeichen. So plagt Rechtsverteidiger Jonathan Schmid ein Bluterguss unter der Fußsohle, den er sich bei seinem Freistoßtor im Test gegen Dresden zuzog. Ob er spielen kann, wird sich kurzfristig entscheiden. Noch nicht sicher ist auch der Einsatz von Ji. Er kehrte mit Kniebeschwerden aus Südkorea zurück. Doch ein erster Belastungstest fiel positiv aus. „Jetzt müssen wir warten, wie das Knie reagiert, aber ich bin positiv gestimmt“, sagt Baum.

Der FCA-Cheftrainer wirkt entspannt. Es scheint, als würde er davon ausgehen, dass Schmid und Ji fit werden. Stimmungsfördernd wirkt auch, dass alle anderen Nationalspieler gesund ihre Arbeit wieder aufnehmen konnten. Auch Sorgenkind und Torjäger Alfred Finnbogason, der erst kurz vor der Länderspielpause fit geworden war, aber trotzdem mit Island um die ersten Punkte bei der EM-Qualifiaktion spielte.

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Zudem hat sich der FCA (25 Punkte) als 14. mit zuletzt sieben Zählern aus drei Spielen die beste Ausgangsposition der fünf Abstiegskandidaten erarbeitet. Während der Trend auf Schalke (23 Zähler), beim VfB Stuttgart (20) und ganz besonders in Hannover (14) und beim Club (13) nach unten zeigt, ist der FCA im Aufwind. Und das, obwohl die FCA-Führung den Trainer im Gegensatz zur Konkurrenz nicht ausgewechselt hat. Die stoische Ruhe von Stefan Reuter, dem FCA-Geschäftsführer Sport, der seine sportliche Karriere beim Club startete, scheint sich auszuzahlen.

Sieg würde Chancen auf Vertragsverlängerung für Koo und Ji steigern

Ein Sieg in Nürnberg wäre ein gelungener Einstieg in die Englische Woche, mit den Heimspielen im Pokal am Dienstag gegen RB Leipzig und am Sonntag gegen Hoffenheim. Er wäre auch ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt.

Und damit auch in Richtung Vertragsverlängerung bei Koo und Ji. Deren Verträge laufen am Ende der Saison aus. Ein gesicherter Verbleib in der Bundesliga würde die Verhandlungen wohl erheblich erleichtern. Beide Südkoreaner wollen eigentlich in Augsburg bleiben. Auch Trainer Baum würde gerne mit dem asiatischen Duo, das zuletzt maßgeblich am Aufschwung beteiligt war, weiter arbeiten: „Ji und Koo passen wir die Faust aufs Auge zu Augsburg. Deswegen würden wir uns alle freuen, wenn wir nächstes Jahr beide weiter bei uns hätten.“

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