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FC Bayern
27.11.2021

Leroy Sané erlöst den FC Bayern gegen die Arminia

Münchens Leroy Sane l bejubelt sein Tor zum 1:0 mit Alphonso Davies.
Foto: Peter Kneffel, dpa

Beim 1:0-Sieg gegen Bielefeld tut sich der Meister trotz einer spielerischen Überlegenheit schwer und vergibt reihenweise beste Chancen. Nur 12.000 Zuschauer in der Allianz Arena.

Zwei Stunden Tabellenführung – mehr gestattete der FC Bayern dem Verfolger aus Dortmund nicht. Nach dem Sieg des BVB gegen Wolfsburg war die Mannschaft von Marco Rose kurzzeitig an den Münchnern vorbeigezogen. Der FC Bayern ließ im Abendspiel aber nichts liegen. Gegen Bielefeld gab es eine Woche vor dem Gipfeltreffen der beiden Teams in Dortmund einen unnötig knappen 1:0-Sieg, drei Punkte und einen wieder hergestellten Ein-Punkt-Vorsprung als Tabellenführer.

Nach der missratenen Jahreshauptversammlung vom Donnerstagabend sind das erstmal positive Nachrichten. Die Eskalation im Audi Dome, die sich an dem seit Jahren umstrittenen Katar-Sponsoring des FC Bayern entzündet hatte, wird dem Verein noch eine Weile erhalten bleiben. Michael Ott, der mit seinem Antrag verhindern wollte, dass der FC Bayern weiterhin Geschäftsbeziehungen zu dem Emirat unterhält, gab am Samstag via Twitter bekannt, dass sich Bayern-Präsident Herbert Hainer telefonisch bei ihm gemeldet hatte, um ein Gespräch zu vereinbaren.

Bayern-Fans attackieren mit ihrem Plakat Kahn und Hainer für deren Katar-Geschäfte.
Foto: kolbert-press

12.000 statt der erlaubten 18.000 Zuschauerinnen und Zuschauer kamen ins Stadion

Unter normalen Umständen wäre nach den Vorfällen am Donnerstag wohl ein Banner der Südkurve zu erwarten gewesen – die Corona-Zahlen und die damit verbundene Reduzierung der Zuschauerzahl verhinderten das aber. Die aktive Fanszene des FC Bayern blieb dem Spiel unter diesen Bedingungen fern. In die Allianz Arena, die beim letzten Heimspiel gegen den SC Freiburg noch mit 75.000 Fans ausverkauft war, waren an diesem Abend nur 12.000 Zuschauer gekommen – 18.000 wären erlaubt gewesen. Es war ein tristes Bild, das angesichts der explodierenden Corona-Infektionszahlen und der vollen Intensivstationen wohl bald wieder zum traurigen Standard werden wird.

Rein sportlich war die Stoßrichtung des Spiels schnell klar: Der FC Bayern war dominant, während Bielefeld auf seine Chancen lauerte. Deutlich mehr Gelegenheiten hatten die Hausherren. Thomas Müller hatte gleich zweimal in der Startphase die Chance zur Führung: Ein platzierter Kopfball ins lange Eck (5.) und ein Schuss aus 16 Metern (7.) wurden entschärft. Leroy Sané prüfte Keeper Stefan Ortega mit einem strammen Schuss aus 16 Metern (11.). Alphonso Davies scheiterte nach einem einen starken Sololauf mit seinem Schuss am ebenso starken Ortega (15.), Coman schoss fast vom Elfmeterpunkt aus über das Tor (20.), Lewandowskis Schuss von der Grenze des Fünfmeterraums ging nur Zentimeter am Pfosten vorbei. Bielfelds Offensive fand faktisch nicht statt – dafür stand der beste DSC-Spieler mit Stefan Ortega im Tor, wieder einmal. Als der Japaner Masaya Okugawa doch auf einmal frei vor Manuel Neuer war, zeigte der Nationalkeeper seine Klasse und bewahrte die Münchner vor einem Rückstand (28.).

Der FC Bayern vergab viele Großchancen

Die Überlegenheit des Rekordmeisters zur Pause war erdrückend, wie ein Blick auf die Zahlen belegt: 13:5 Torschüsse bei einem Ballbesitz von 76 Prozent und 9:1 Ecken – nur ein Tor wollte einfach nicht fallen.

Auch nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Leroy Sané schob den Ball zwar an Ortega, aber eben auch knapp am Pfosten vorbei (46.), Müller konnte die Kopfballablage von Lewandowski nicht verwerten. Zu dieser Phase des Spiels wuchs die Unzufriedenheit der Bayern-Akteure sichtlich. Das Bemühen, nach der Pleite gegen den FC Augsburg vor einer Woche wieder in die Spur finden zu wollen, war unübersehbar – nur das Tor fehlte eben noch.

Julian Nagelsmann reagierte nach knapp einer Stunde, brachte Jamal Musiala für Leon Goretzka. Der Wucher im Vergeben von Großchancen setzte sich aber fort.

Nach 71 Minuten war der Bann gebrochen und das Tor endlich gefallen: Mit einem Schuss von der Strafraumgrenze in den linken Winkel hatte Leroy Sané seine Mannschaft erlöst. Kurz darauf hatte der Nationalspieler seinen Arbeitstag beendet, für ihn kam Serge Gnabry. Dem wiederum wäre in der 78. Minute beinahe ein Traumtor gelungen, sein Ball aus spitzem Winkel klatschte aber an die Latte der Arminia.

Es blieb wie so vieles an diesem Abend beim beinahe.

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