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FC Ingolstadt

17.05.2015

Erst der Schock, dann die Schale

Eine Meisterschale kann für viele Dinge herhalten: Ramazan Özcan benutzt die Schüssel als Kopfschmuck.
Bild: Roland Geier

Der FC Ingolstadt ist Meister. Die letzten Stunden als Zweitligist

 Der FC Ingolstadt hat es geschafft und ist der insgesamt 54. Bundesligist. Zunächst deutete einiges auf einen nervenaufreibenden Nachmittag hin, ehe Stefan Lex seine Mannschaft in der 76. Minute mit dem Treffer zum 2:1 erlöste. Die Ausgangslage vor dem 33. Spieltag war klar. Mit einem Unentschieden zu Hause gegen RB Leipzig ist der Aufstieg perfekt. Auch mit einer Niederlage bestand die Möglichkeit für die Schanzer, den Sprung ins Fußball-Oberhaus perfekt zu machen. Dann hätte entweder der 1. FC Kaiserslautern in Aue nicht gewinnen oder Darmstadt 98 in Fürth verlieren müssen. Eine Chronologie:

14.55 Uhr: Ramazan Özcan macht sich bereits warm. Nun betreten die Feldspieler unter tosendem Applaus der Zuschauer das Spielfeld. Roger richtet noch ein Gebet Richtung Himmel. So wie er es immer tut.

15.15 Uhr: „Steht auf, wenn ihr Schanzer seid“, hallt es durch den Audi-Sportpark. Die Stimmung ist euphorisch und angespannt zugleich. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer ist unter den Zuschauern.

15.21 Uhr: Die Aufstellung des FC Ingolstadt wird im Stadion bekannt gegeben. In jedem Fall das letzte Mal in dieser Saison. Auch das letzte Mal als Zweitligist?

15.30 Uhr: Los gehts. Geht dieser 17. Mai 2015 in die Geschichtsbücher des FC Ingolstadt ein? Ebenfalls an einem 17. Mai stieg man im Übrigen fünf Jahre zuvor in die 2. Liga auf.

15.34 Uhr: Schock für den FCI: Leipzig geht in der 4. Minute durch Dominik Kaiser in Führung.

16.14 Uhr: Großer Jubel: Elfmeter für den FC Ingolstadt. Leipzigs Anthony Jung springt Stefan Lex robust in den Rücken. Schiedsrichter Michael Weiner zögert zunächst, pfeift dann aber doch Elfmeter. Eine strittige Entscheidung. Das interessiert aber niemanden.

16.15 Uhr: Mathew Leckie zittert den Ball mit einem Schüsschen in die Mitte über die Linie – 1:1. Und Halbzeit. Jetzt wäre der FCI wieder aus eigener Kraft in der Bundesliga. Auch auf den anderen Plätzen läuft es noch gut für die Schanzer In Fürth und Aue steht es jeweils 0:0.

16.47 Uhr: Der FC Ingolstadt entfacht zu Beginn der zweiten Hälfte enormen Druck. Roger stachelt das Publikum an. Und was passiert auf den anderen Plätzen? Fürth geht gegen Darmstadt in Führung. Bei Kaiserslautern steht es weiter 0:0. Dreifache Absicherung für den FCI. Jetzt müsste es wirklich mit dem Teufel zugehen.....

17.02 Uhr: Die intensive Saison hat an den Kräften gezehrt. Pascal Groß wird von Krämpfen geplagt ausgewechselt. Vom Publikum gibt es Standing Ovations für den herausragenden Spieler dieser Zweitliga-Spielzeit.

17.04 Uhr: Toooooor: Stefan Lex trifft zum 2:1. Alle, wirklich alle, rennen zum Torschützen. Jetzt ist die Bundesliga so unglaublich nah. Das Stadion steht Kopf, Benjamin Hübner ruft seine Teamkollegen zur Besonnenheit auf.

17.09 Uhr: „Zweite Liga nie mehr.“ Die Sprechchöre sind zwar nicht neu, in Ingolstadt aber durchaus.

17.19 Uhr: Jetzt stehen alle im Stadion. Es gibt zwei Minuten Nachspielzeit. Auf der Bank der Schanzer liegt man sich bereits in den Armen.

17.21 Uhr: Schlusspfiff. Der Jubel ist unermesslich. Die Ersatzspieler rennen auf den Platz, die Fans stürmen auf den Rasen. Kollektiver Jubel, alle liegen sich in den Armen.

17.35 Uhr: Die Meisterschale der 2. Liga ist auf der Haupttribüne aufgestellt. Einzeln laufen die FCI-Spieler die Treppen hinauf und holen sich ihre Medaillen ab. Die Stimmung ist, wie sollte es anders sein, euphorisiert. Als Letzter ist Kapitän Marvin Matip an der Reihe und nimmt aus den Händen von DFL-Chef Christian Seifert die Schale entgegen. Der Rest ist großer Jubel.

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