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FC Ingolstadt

29.11.2020

FCI-Spieler Eckert Ayensa: "Jetzt muss ich genauso weitermachen"

Geglückte Rückkehr: Dennis Eckert Ayensa wurde zweimal eingewechselt und traf beim 3:1-Sieg des FC Ingolstadt beim FC Bayern München II zum zwischenzeitlichen 2:1.
Foto: Roland Geier

Plus Dennis Eckert Ayensa spricht vor dem Spiel des FC Ingolstadt in Meppen über seine lange Verletzungspause, sein gelungenes Comeback und die hohen Ansprüche, die der Stürmer an sich selbst und die Mannschaft stellt.

Nicht nur für FCI-Trainer Tomas Oral gehört Dennis Eckert Ayensa zu den „besten Stürmern der 3. Liga“. Umso härter traf den FC Ingolstadt, dass der 23-Jährige dreieinhalb Monate nicht zur Verfügung stand. Inzwischen ist Eckert Ayensa, der in der vorigen Saison 14 Tore erzielte, wieder fit und hat direkt seinen Wert für die Schanzer bewiesen. Sowohl beim 1:0 gegen Magdeburg als auch beim 3:1 beim FC Bayern II trug der Angreifer nach seiner Einwechslung entscheidend zum Sieg bei. Die Neuburger Rundschau hat sich vor der Partie des FC Ingolstadt am heutigen Montag (19 Uhr) beim SV Meppen mit dem ehemaligen spanischen Erstligaspieler (neun Einsätze für Celta Vigo) unterhalten.

Herr Eckert Ayensa, würden Sie sich grundsätzlich als geduldigen Menschen bezeichnen?

Dennis Eckert Ayensa: Ja. Ich bin ein leidenschaftlicher Angler, da muss man Geduld mitbringen. Daher habe ich diese Eigenschaft eigentlich in mir.

Sie sind mit einem Muskelfaserriss knapp dreieinhalb Monate ausgefallen. Wie geduldig waren Sie im Genesungsprozess?

Eckert Ayensa: Nach meinem Muskelfaserriss hatte ich nach vier Wochen einen Rückschlag, weswegen ich komplett neu mit der Reha beginnen musste und letztlich so lange ausgefallen bin. Daher war für mich klar, erst wieder einzusteigen, wenn ich nichts mehr spüre. Natürlich wollte ich so schnell wie möglich zurück auf den Platz. Aber ich bin Profi genug um zu wissen, dass man sich die nötige Zeit nehmen sollte. Das ist wichtig, um ohne Rückschläge durch die weitere Saison zu kommen. Auch die medizinische Abteilung hat mich gebremst und gesagt, ich soll vorsichtig sein, weil es bei dieser Verletzung gefährlich ist, zu früh zu beginnen. Wir sind im Verein super aufgestellt, weshalb ich großes Vertrauen habe.

Zweimal wurden Sie nach Ihrer Rückkehr inzwischen eingewechselt. Wie fühlen Sie sich nun?

Eckert Ayensa: Ich fühle mich gut. Trotzdem merke ich, dass ich dreieinhalb Monate draußen war. Nach den Trainingseinheiten arbeite ich zusätzlich mit dem Kraft- und Athletiktrainer, damit ich schneller auf mein altes Niveau komme, was Ausdauer und Kraft betrifft. Ich bin in jedem Fall auf einem guten Weg.

Sowohl beim 1:0 gegen Magdeburg als auch beim 3:1 beim FC Bayern II waren Sie entscheidend am Sieg beteiligt. Hätten Sie sich ein besseres Comeback vorstellen können?

Eckert Ayensa: Nein, mehr wünschen konnte man sich nicht. Ich weiß, dass ich Qualitäten habe und diese ins Spiel einbringen kann. Das habe ich in der vorigen Saison gezeigt und dieses Selbstvertrauen besitze ich. Jetzt muss ich genauso weitermachen und darf mich nicht ausruhen. Die beiden Spiele sind schon Vergangenheit. Allgemein ist es wichtig, immer mehr zu wollen und frühzeitig Punkte zu holen, damit wir am Ende der Saison ganz vorne dabei sind.

Auch für Sie persönlich lief das Ende der vorigen Saison unbefriedigend, als Sie oft nur eingewechselt wurden...

Eckert Ayensa: Im zweiten Spiel nach der Coronapause habe ich mir die Innenbänder angerissen. Ich hatte immer Schmerzen, meine Leistung hat darunter gelitten. Daher war es damals o.k., von der Bank zu kommen, auch wenn ich eigentlich immer spielen will.

Gibt es nun einen Plan mit dem Trainer, wann Sie wieder von Anfang spielen?

Eckert Aensa: Ich will mich so gut wie möglich präsentieren, um der Mannschaft irgendwann wieder von Anfang an helfen zu können. Aber man merkt einfach, dreieinhalb Monate nicht gespielt zu haben. Es ist unmöglich, sich die Spielfitness im Training zu holen. Es wird zwar besser, aber ich merke, dass es anstrengend ist. Nach meiner Einwechslung in München und dem Tor zum 2:1 hat sich ein Fahrstuhl-Spiel entwickelt. Vorne, hinten, vorne, hinten. Ich dachte mir nach zehn Minuten, wow, was ist denn hier los. Daher ist es meine Aufgabe, mich heranzukämpfen, um dann so schnell wie möglich von Anfang an spielen zu können.

FC Ingolstadt: Eckert Ayensa sieht fußballerische Entwicklung

Wie sehen Sie die Entwicklung des FC Ingolstadt in dieser Saison? Was hat Ihnen gut gefallen?

Eckert Ayensa: Ich finde, dass wir uns fußballerisch verbessert haben. Auch die Neuzugänge helfen uns dabei, uns nicht nur auf lange Bälle zu fokussieren wie zu großen Teilen der vergangenen Saison. Das kommt auch mir entgegen, weil ich es liebe, den Ball am Fuß zu haben und spielerische Akzente zu setzen. Entscheidend wird sein, eine gesunde Mischung aus kurzen und langen Bällen zu finden.

Wo muss sich die Mannschaft verbessern?

Eckert Ayensa: Wir müssen die Grundspannung in jedem Spiel so hoch wie möglich halten. Nach einem Erfolgserlebnis darf man sich nicht ausruhen, sondern das positive Gefühl in noch mehr Motivation umwandeln, um dem Ziel so früh wie möglich näher zu kommen. Das braucht grundsätzlich jede Mannschaft. Vor allem aber eine wie wir, die den Anspruch hat, jedes Spiel zu gewinnen. Diese Mentalität müssen wir reinkriegen, da haben wir noch Luft nach oben.

Sie persönlich haben bereits vergangene Saison betont, nicht lange in der 3. Liga spielen zu wollen. Daher dürfte nur der Aufstieg zählen...

Eckert Ayensa: Natürlich. Es ist klar, dass ich raus aus dieser Liga und so schnell wie möglich höher spielen will. Am liebsten mit dem FC Ingolstadt. Ich fokussiere mich auf diese Aufgabe und habe den Anspruch an mich, dazu beizutragen, die Mannschaft in die 2. Liga zu schießen. Das sollte der Anspruch von jedem sein. Ich versuche ihn zu verkörpern und in jedem Training und Spiel zu zeigen. Man braucht Siegermentalität, um Ziele zu erreichen.

FC Ingolstadt: Das klare Ziel ist der Aufstieg

Haben sie mit dem Gedanken gespielt, bereits im Sommer in eine höhere Liga zu wechseln?

Eckert Ayensa: Man macht sich in jeder Sommerpause Gedanken und es gab Angebote. Ein paar Sachen wollte ich nicht machen, weil ich für mich keine sportliche Zukunft gesehen habe. Der Verein hat mir sein volles Vertrauen ausgesprochen. Dann war für mich schnell klar, gemeinsam den Weg in die 2. Liga anzugehen statt alleine mit einem anderen Verein.

Einen weiteren Schritt können Sie am Montagabend in der Partie beim SV Meppen machen. Was für ein Spiel erwarten Sie?

Eckert Ayensa: Montag, 19 Uhr, es wird etwas kälter sein. Das wird ein fieses Spiel. Der SV Meppen ist schwer zu bespielen, was wir in den beiden Partien in der vergangenen Saison gesehen haben. Wir sind aber hoch motiviert und werden es Meppen sehr schwer machen, etwas zu holen.

Der SV Meppen war stark von Corona betroffen, konnte bereits drei Spiele nicht absolvieren. Auch Sie hatten im Sommer Corona. Wie schwer hat es Sie damals getroffen?

Eckert Ayensa: Ich hatte Geschmacksverlust, ansonsten keinerlei Symptome. Daher möchte ich einen Appell an die Menschen richten, aufzupassen, Abstände einzuhalten und Masken zu tragen. Viele haben keine Symptome und bemerken nicht, das Virus zu haben, stecken aber andere Menschen an, die älter sind oder eine Vorerkrankung haben und dann richtig krank werden. Das ist sehr gefährlich.

Zum Spiel SV Meppen - FC Ingolstadt

FC Ingolstadt Bei den Schanzern könnte Björn Paulsen in den Kader zurückkehren. Verzichten müssen sie wohl auf Robin Krauße, Peter Kurzweg (beide im Aufbau nach einer Kapselverletzung) sowie die Langzeitverletzten Rico Preißinger (Schlüsselbeinbruch) und Dominik Franke (Bänderriss im Sprunggelenk).

SV Meppen Die Emsländer werden seit Saisonbeginn vom ehemaligen deutschen Nationalspieler Torsten Frings trainiert. Allerdings läuft für den SVM bisher wenig nach Plan. Zum einen ist die Mannschaft mit sechs Punkten Tabellenletzter, zum anderen ist sie von Corona gebeutelt. Drei Spiele mussten bisher bereits abgesagt werden.

Mögliche Aufstellungen

SV Meppen Domaschke – Jesgarzewski, Osee, Bünning, Amin – Egerer, Andermatt – Guder, Tankulic, Rama – Düker.

FC Ingolstadt Buntic – Heinloth, Antonitsch, Schröck, Gaus – Keller, Stendera, Kotzke – Bilbija, Kutschke, Elva.

FC Ingolstadt: Lübeck-Spiel ist gefährdet

Das Spiel des FCI gegen den VfB Lübeck am kommenden Samstag ist gefährdet. Lübeck musste nach zwei Coronafällen nicht nur das Heimspiel gegen Mannheim absagen, auch die komplette Mannschaft befindet sich in Quarantäne. Erst Mitte der Woche fällt die Entscheidung, ob der VfB beim FCI antreten kann.

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