Syrgenstein

24.10.2016

Viel mehr als Humtata

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Die Original Bachtal-Musikanten aus Zöschingen waren eines von fünf Orchestern, die am Sonntag das Publikum in der Bachtalhalle unterhielten. Sechs Stunden langen zeigten die Musiker alle Facetten der Blasmusik.

Einen wahren Auftrittsmarathon gab es am Sonntag in Syrgenstein. Fünf Kapellen muszierten sechs Stunden lang und zeigten, dass Blasmusik mehr kann als nur zünftig sein.

Es riecht nach frisch gebackenem Kuchen, Kaffee und Zuckerwatte. Zu dem süßen Duft gesellen sich an diesem Nachmittag in der Syrgensteiner Bachtalhalle musikalische Genüsse – und zwar sechs volle Stunden lang. Fünf Vereine aus dem Bachtal spielen für die Besucher auf. Zwei große Bühnen sind in der Halle aufgebaut, auf denen die fünf Bachtalmusikvereine „Froher Mut“ Bachhagel, der Musikverein Burghagel, „Frisch Voran“ Syrgenstein, der Musikverein Staufen und die „Original Bachtalmusikanten“ Zöschingen auftreten. Mittlerweile ist das Blasmusikfestival im Bachtal schon zu einer kleinen Tradition geworden. Fünfmal, im Abstand von zwei Jahren, fand das Zusammentreffen der Vereine bereits statt. „Wir wollen uns präsentieren und frischen Wind reinbringen“, sagt Franz Hummel, Vorsitzender des Musikvereins Staufen und Kopf des Organisationsteams der Veranstaltung. Es geht den Vereinen auch darum, zu zeigen, das Blasmusik mehr ist als zünftige Marschmusik, mehr als Humtata. „Die Bandbreite ist sehr groß und reicht vom Tabaluga-Musical bis zum Alte Kameraden-Marsch“, sagt Hummel. Auf der Bühne sitzen derweil die Bachtal-Musikanten aus Zöschingen und sorgen mit einem Udo-Jürgens-Medley für Mitklatsch-Stimmung in der Halle. Danach gibt es eine kleine Zeitreise in die 70er Jahre, als die Musiker auf der Bühne die größten Hits der schwedischen Popband Abba anstimmen.

Dass das Programm angenommen wird, zeigt der enorme Besucherandrang. Viele Menschen haben an diesem nieseligen Schlecht-Wetter-Nachmittag den Weg in die Bachtalhalle gefunden. Auch Thomas Eyring vom Allgäu-Schwäbischen-Musikbund Bezirk 17 sitzt im Publikum. Er findet, dass das Bachtaler Blasmusikfest etwas Besonderes ist. „Es ist eher die Ausnahme, dass sich so viele Orchester aus einer Region zusammentun“, sagt er. Vielleicht mal zwei oder drei Kapellen, aber fünf Orchester an einem Tag zu hören, das sei schon außergewöhnlich.

Der Reinerlös aus Spenden und dem Verkauf von Essen und Getränken fließt in die Jugendarbeit der Vereine. Bei der Anwerbung von neuen, jungen Talenten gebe es zwischen den einzelnen Vereinen keine Konkurrenz, sagt Franz Hummel. „Nachwuchs gibt es bei uns eigentlich genug. Man hilft sich auch mal gegenseitig aus.“

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