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Wertingen

23.03.2020

Von Wertingen in den Augsburger Stadtrat

Roland Wegner
Bild: V-Partei

Plus Mit seiner Kleinstpartei „V-Partei3“ ist Roland Wegner ins Rathaus der drittgrößten Stadt Bayerns eingezogen. Er gibt sich selbstbewusst – anderen Stadträten hat er nach eigener Ansicht auch etwas voraus.

Auch mit eher ungewöhnlichen politischen Kleinpartei kann man Erfolg haben, wie der gebürtige Wertinger Roland Wegner beweist. In der Zusamstadt ging er auf die Realschule. Seine politischen Ambitionen haben ihn nun in den drittgrößten Stadtrat Bayerns geführt – ins Augsburger Rathaus.

Vor vier Jahren gründete Wegner die „V-Partei³“ und ist seither ihr Vorsitzender. Jetzt vertritt er demnächst zudem die Interessen der „Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer“ im höchsten Augsburger Gremium. Schon 2017 organisierte er die erstmalige Teilnahme der Partei zur Bundestagswahl, 2018 die zur Landtags- und Bezirkstagswahl und nun eben stand die Kommunalwahl in Augsburg an. Für die anstehenden Aufgaben sind ihm seine beruflichen Erfahrungen sicher hilfreich, glaubt er. „Es ist von Vorteil, verschiedene Verwaltungen von innen her zu kennen.“

Wegner hat Erfahrung in verwaltungstechnischen Dingen

Über zehn Jahre insgesamt war Wegner etwa in der Stadtverwaltung Augsburg beruflich aktiv und ist nun bereits seit 2009 Geschäftsleitender Beamter der Gemeinde Gablingen. „Einen Haushaltsplan kann wohl nicht jeder im neuen Stadtrat von Augsburg lesen und verstehen, ich schon“, betont er selbstbewusst und möchte vom Wahlprogramm möglichst viel verwirklichen. Die politischen Gegebenheiten in Augsburg sind noch in der Schwebe, da der künftige Oberbürgermeister noch nicht feststeht. Deshalb wird sich zeigen, inwiefern er die Agenda des Fleischverzichts in die Politik der Stadt mit ihren fast 300000 Einwohnern einbringen kann.

Von Wertingen in den Augsburger Stadtrat

„Es hängt jetzt für die kommende Tätigkeit stark davon ab, ob die V-Partei³ bei einer möglichen Regenbogen-Regierung dabei ist, oder ob sich die Grünen mit der CSU auf eine Zusammenarbeit verständigen. Sicher spielt da auch der Ausgang der Stichwahl zur Oberbürgermeisterwahl zwischen CSU und SPD eine entscheidende Rolle“, blickt Wegner in die nahe Zukunft. „Sollten die Grünen auf der anderen Seite sein, sehe ich mich als Korrektiv zu der von den Grünen propagierten Klimaschutzpolitik. Lieber wäre es mir jedoch, man könnte gemeinsam möglichst viel für den Umwelt- und Tierschutz erreichen.“

Roland Wegner hält Weltrekorde im Rückwärtslaufen

Durchhaltevermögen und Ehrgeiz dafür hat der langjährig aktive Sportler, der seine Leichtathletikkarriere mit 19 Jahren bei der LG Zusam begann. Seine Leidenschaft erweckten auch eher ausgefallene Disziplinen. So nahm er an mehreren deutschen Leichtathletikmeisterschaften teil, ist Rekordhalter bei einigen Treppenläufen, unter anderem dem Perlachturmlauf Augsburg, hält Weltrekorde im Rückwärtslaufen und war auch schon bei „Wetten dass...?“ dabei.

Seine aktive Laufbahn beendete er mit 37 Jahren als deutscher Meister M35 über 400 Meter. Und ein Buch hat er auch noch geschrieben. Es heißt „Retrorunning – Rückwärts zu neuen Zielen“. (mit br)

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