Fußball-Nachlese

24.04.2018

Blickrichtung Relegation?

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Den Blick weiter nach ganz oben kann Wertingens Trainer Christian Mayer nach dem 2:1-Erfolg in Höchstädt richten.
Bild: Karl Aumiller

Für TSV Wertingen und FC Emersacker könnte es eine Saisonverlängerung geben

Für den FC Augsburg hat sich eine mögliche Relegation gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga erledigt. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen den FSV Mainz bleiben die Fuggerstädter das achte Jahr hintereinander erstklassig. Auch sehr zur Freude der Mitglieder von „Schienbachtal ´07“ aus Rieblingen, dem größten aller FCA-Fanclubs.

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Eine Abstiegsrelegation muss der TSV Unterthürheim nach dem deutlichen 6:2-Heimsieg in der Kreisliga Nord gegen den FSV Reimlingen nicht mehr befürchten. Doch zwischenzeitlich mussten die Gastgeber doch noch um die drei Punkte bangen. Zunächst schien das 3:0 das Spiel entschieden zu haben, doch zwei schnelle Gegentreffer brachten die Gäste wieder in die Spur. „Da haben wir zehn Minuten verpennt“, gibt TSV-Abteilungsleiter Stefan Mayershofer zu. Doch dann drehten die Hausherren wieder auf, zeigten dem Gegner die Grenzen auf. Toröffner für diesen Sieg war Daniel Gumpp. Der Stürmer machte ein bärenstarkes Spiel, legte mit seinen beiden Toren zum 1:0 und 2:0 den Grundstein. Dabei hätte er zunächst gar nicht von Beginn an spielen sollen, weil sich aber Mathias Moser beim Aufwärmen leicht verletzt hatte, rutschte Gumpp in die Startelf. Sieben Punkte beträgt mittlerweile der Vorsprung des TSV auf den drittletzten Platz, der die Abstiegsrelegation bedeutet.

Ungeachtet der Konkurrenz sein eigenes Ding durchziehen, damit will man im Lager des TSV Wertingen eine dritte Relegation in Serie vermeiden und nun den Aufstieg auf direktem Weg klar machen. Ganz egal, wie Konkurrent SV Holzkirchen spielt, „wenn wir unsere Spiele gewinnen, steigen wir auf“, sagt Wertingens Sportlicher Leiter Fritz Bühringer. In knapp zwei Wochen kommt es in Holzkirchen zum direkten Duell, wenn der TSV da drei Punkte holt, wäre das ein großer Schritt in Richtung Bezirksliga. Vorausgesetzt, alle anderen Spiele werden auch siegreich gestaltet. Der jüngste 2:1-Erfolg in Höchstädt passt da gut in den Plan. Auch wenn das Ergebnis knapp ist, der Sieg war laut Bühringer hochverdient. Der Gegentreffer fiel in der 87. Minute durch eine Unachtsamkeit. Zwei Minuten zuvor hatte Chris Müller auf 2:0 für Wertingen erhöht gehabt. Er war einer der Spieler, dessen Einsatz mehr als fraglich war. Kurzfristig fiel Moritz Hempel aus, was genau er hat, konnte Bühringer nicht sagen. Im Spiel selbst verletzte sich früh Stürmer Nicolas Korselt. Der Angreifer, der aus Höchstädt stammt, musste nach seinem Dreierpack in der Vorwoche direkt mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgewechselt werden, blieb in der „Heimat“ ohne Torerfolg. Sieben Spieler mussten aufseiten der Wertinger ersetzt werden, zwei A-Jugendliche sprangen in die Bresche. Mario Meier wurde für Korselt eingewechselt, in der zweiten Halbzeit kam dann Maximilian Fischer. Beiden attestiert der Sportliche Leiter eine tolle Leistung, über Fischer sagt Bühringer: „Er hat hervorragend gespielt, hat eine gute Einsatzbereitschaft gezeigt.“

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Mitten in der Tabelle der Kreisklasse Nord II platziert sich der SV Wortelstetten. Fakt ist, dass die Truppe des scheidenden Spielertrainers Martin Mayerle weder Titelansprüche hegen kann und genauso wenig mit dem Abstieg oder einer Relegation zu tun hat. Da fehlen natürlich die Anreize für die nötige Motivation. Prompt ging die Heimpartie gegen die Zweite von Schretzheim mit 3:4 verloren. Für die „Kleeblättler“ aus dem Dillinger Stadtteil waren es die ersten Pluspunkte in diesem Jahr. „Wir haben uns in der ersten Hälfte richtig blauäugig angestellt. Die haben mit vier Kontern eine 3:0-Pausenführung geschaffen“, moserte SVW-Abteilungsleiter Mathias Buder. „Ich bin überzeugt“ fährt der Funktionär fort, „wenn wir die Punkte noch gebraucht hätten, dann wären wir anders aufgetreten.“

Nach dem 1:0-Auswärtserfolg beim TSV Haunsheim hat der SC Altenmünster in der Kreisliga West Platz zwei weiter im Visier und damit die verbundene Relegation zur Bezirksliga Nord. „Es wäre schön, wenn wir das nach zwei Jahren wieder schaffen würden“, sagt Sportlicher Leiter Oliver Osterhoff. Wohl wissend, dass seine Mannschaft aus fünf noch ausstehenden Spielen wohl noch vier Siege benötigt, um sich diesen Traum zu erfüllen.

Ortsrivale SSV Neumünster indes steht in der Kreisklasse West III nach 2:1-Heimsieg gegen den FC Weisingen wenige Schritte vor der Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga. Schützenhilfe bekam der Tabellenführer am Freitagabend ausgerechnet vom Lokalrivalen Grün-Weiß Baiershofen, der Neumünsters Verfolger Türk Gücü Lauingen im Nachholspiel mit 3:1 bezwang.

Turbulente Tage liegen hinter dem TSV Herbertshofen. Der Kreisklassist der Gruppe Nordwest trennte sich in der vergangenen Woche von Trainer Jürgen Zeche. „Ich hätte mir einen anderen Abschied gewünscht“, sagt der 55-Jährige, der im Sommer nach dreieinhalb Jahren seinen Abschied beim Nordwest-Kreisklassisten angekündigt hatte, und zuckt die Schultern: „Aber so ist halt das Trainergeschäft.“ Nach einem gelungenen Start ins Fußballjahr 2018 mit einem 1:1 gegen Spitzenreiter Margertshausen und einem 3:0-Sieg beim SV Thierhaupten folgten drei Niederlagen am Stück. Besonders bitter war nicht nur die 1:5-Heimschlappe gegen den Lokalrivalen TSV Meitingen II, sondern insbesondere die 1:4-Pleite gegen den direkten Konkurrenten TSV Neusäß II.

„Wir hatten den Eindruck, dass der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht“, begründet Abteilungsleiter Rainer Otto die Entscheidung, die ihm für Zeche leid tut. „Er hat hier gute Arbeit geleistet. Das hat jetzt einen faden Beigeschmack. Aber wir mussten die Vereinsbrille aufsetzen.“ Es folgte unter dem neuen Trainer-Duo Erhan Yalcin und Markus Nowak ein 1:0-Sieg im Derby gegen den SV Ehingen. Und ein großer Schritt weg von der gefürchteten Abstiegsrelegation.

Die Aufstiegsrelegation „droht“ hingegen dem FC Emersacker nach der 1:3-Pleite im Spitzenspiel der A-Klasse Nordwest gegen den SV Erlingen. Wohingegen die Erlinger vom Durchmarsch in die Kreisklasse träumen dürfen. (her/dolls/dirg)

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