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Fußball-Nachlese

08.05.2018

Das Tor zur Bezirksliga ist noch nicht zu

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Als in dieser Szene Wertingens Nicolas Korselt (rotes Trikot, links) den 1:3-Anschlusstreffer erzielte, durften die Gäste im Spitzenspiel der Kreisliga Nord beim SV Holzkirchen wieder hoffen. Doch am Ende siegte der Tabellenführer mit 4:2 und steht kurz vor dem Aufstieg in die Bezirksliga. Mit der Nummer 9 im roten Trikot der zweite Wertinger Torschütze an diesem Tag, Alexander Wiedemann.
Bild: Dieter Mack

Für den TSV Wertingen kann es über die Relegation trotzdem reichen

Es wird wieder gefeiert auf den Fußballplätzen der Region. Die einen freuen sich über Titelgewinne, die anderen prosten sich zu, weil sie den Klassenerhalt geschafft haben. Unter anderem der FC Pfaffenhofen-Untere Zusam. Gleich zwei Siege gab es für den Kreisklassisten in der Gruppe Nord II am Wochenende. Nach den eingefahrenen sechs Punkten ist der Deckel drauf.

Als Absteiger aus der Kreisliga schien der Fusionsverein zunächst als Favorit in der Kreisklasse, doch daraus wurde nichts. Zur Winterpause war der FC punktgleich mit dem Relegationsplatz gegen den Abstieg, das Trainerduo Fabian Röller/Alexander Steichele musste gehen. Hatten die Spieler nicht erkannt, was sie in der Kreisklasse erwartet, das für einen Selbstläufer gehalten? „Fünf Spiele vielleicht, dann hat jeder gemerkt, so geht’s nicht“, sagt Abteilungsleiter Armin Seeger. An den beiden verabschiedeten Trainern will er keine Kritik äußern, sie tragen keine Schuld. Und doch, der Nachfolger auf der Kommandobrücke hat den FC PUZ wieder in die Spur geführt. „Mit Gerry Rößle haben wir den richtigen Mann gefunden“, attestiert Seeger dem Coach ein gutes Zeugnis. „Er hat andere Maßstäbe gehabt. Ihm ist es wichtiger, einen Pass sauber zu spielen, als den Gegenspieler aussteigen zu lassen“, sagt Seeger. Und das fruchtete. So gut, dass nun der Klassenerhalt gesichert wurde, und das mit einem 2:1-Sieg gegen den Tabellenführer SpVgg Riedlingen. „Das hatten wir nicht wirklich erwartet“, meint der Abteilungsleiter. Umso größer waren die Freude und die Feier nach Schlusspfiff. In der kommenden Saison, wenn Christian Mayer, aktuell noch beim TSV Wertingen, den Trainerposten übernimmt, peilt man einen gesicherten Mittelfeldplatz an. Ziel sei es, weiter auf junge Spieler zu bauen. Als Beispiel nennt der Abteilungsleiter Dominik Müller, der in den beiden vergangenen Spielern „einer der Besten war“. Aber auch Julian Müller, der bei seinem Startelf-Debüt gegen Riedlingen sofort ein Tor erzielte, oder Fabian Lück, der sich durch hervorragende Leistungen in der zweiten Mannschaft nach oben gekämpft hat.

Der Klassenerhalt ist gesichert, auch in der kommenden Saison wird der TSV Unterthürheim in der Kreisliga agieren. Wie groß der Stein war, der Abteilungsleiter Stefan Mayershofer nach dem verdienten 3:0-Heimsieg gegen die SG Alerheim vom Herzen gefallen war, vermag man nicht sagen. Doch die Erleichterung war spürbar. Noch zur Winterpause stand der TSV mit 15 Punkten gefährlich nahe am Abstieg, und in Unterthürheim kommt man gewöhnlich schlecht aus der Winterpause. Das war aber heuer anders. 15 Punkte seit der Pause, in vier Spielen weniger zum Vergleich mit der Herbstrunde. Nur ein Heimspiel ging verloren, gegen die SSV Höchstädt. Der Spitzenreiter SV Holzkirchen wurde besiegt. Hätte man in den Auswärtsspielen noch mehr gepunktet, der Klassenerhalt wäre eventuell auch früher möglich gewesen. Für Mayershofer sind das Gedankenspiele, aber: „Das braucht uns jetzt nicht mehr interessieren. Jetzt haben wir es geschafft.“ Doch wie schafft man eine solche souveräne Rückrunde, mit einem Kader, der personell eng ist und in der Rückrunde durch einige Verletzungen zusätzlich belastet wurde? Die Antwort darauf gab vor Wochen schon Spielertrainer Christoph Wirth: „Wir sind zusammengewachsen.“ Und auch Abteilungsleiter Mayershofer lobt den Zusammenhalt. „Ich darf der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen, den Spielern, unserem Trainer. Wir haben klasse zusammengehalten, Rückschläge eingesteckt, uns aber zurückgekämpft.“ Gegen Alerheim waren zwei Spieler Garanten für den Sieg, die zuletzt verletzungsbedingt fehlten. Das 2:0 besorgte Mathias Moser, „für ihn freut es mich besonders“, sagt Mayershofer mit einem Lachen. Und das 1:0 ging auf das Konto von Daniel Gumpp. Der hat Karten für das DFB-Pokal-Finale zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt. Dadurch fehlt er am letzten Spieltag.

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Der TSV Wertingen wollte in Holzkirchen den Tabellenführer stürzen und selbst die Pole-Position übernehmen. Doch nun steht für den TSV wohl der Umweg Relegation an, wenn man in die Bezirksliga möchte. In Holzkirchen waren die Wertinger im ersten Spielabschnitt unterlegen, gerade die „zweiten Bälle“ gehörten der Offensive der Gastgeber. Dass es zur Halbzeit 3:0 stand, war „vielleicht ein Tor zu viel, aber die Führung war verdient“, so Wertingens Sportlicher Leiter Fritz Bühringer nach der Partie. Im zweiten Durchgang wurden die Wertinger besser, kamen auf 2:3 heran. Ein Konter in der Nachspielzeit besiegelte dann die Niederlage. Fünf Punkte Rückstand in zwei Spielen aufzuholen, scheint schwer zu werden, zumal Holzkirchen Unterringingen und Wemding als Gegner hat, den Vorletzten und Letzten der Liga. In Wertingen stellt man sich also, wie schon in der vergangenen Saison, auf eine Relegation ein. Dass die Spieler, die aktuell an kleineren Verletzungen leiden, deshalb jetzt geschont werden, sieht Bühringer nicht vor.

Eine sorgenfreie Runde spielt der FC Osterbuch in der A-Klasse West III. Nun beim Doppelspieltag kamen weitere vier Pluspunkte hinzu. Dem 2:2 gegen Wittislingen folgte ein 2:1-Derbysieg über den VfL Zusamaltheim. Sollten weitere Zähler aus den beiden Restpartien in Lutzingen und daheim gegen Bissingen dazu kommen, kann gar noch Rang sechs der vergangenen Saison getoppt werden. Froh sind die Verantwortlichen beim FCO derweil, dass Spielertrainer Achim Kraus ihrem Wunsch entsprechend eine weitere Runde bei den Grünweißen folgen lässt. „Gleich habe ich meine Zusage ja nicht gegeben“, verrät Kraus, immerhin folgt damit seine fünfte Saison beim FCO. „Ich hab mich mit der Mannschaft ausgetauscht. Dabei habe ich gespürt, dass zu den Spielern nach wie vor ein guter Draht vorhanden ist.“ (her/dolls/dirg)

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