Newsticker

Putin: Weltweit erster Corona-Impfstoff in Russland zugelassen
  1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. FDP fordert Ablösung von Bahn-Managern Lutz und Pofalla

Deutsche Bahn

02.08.2020

FDP fordert Ablösung von Bahn-Managern Lutz und Pofalla

Bahn-Chef Richard Lutz (links) und Vorstandsmitglied Ronald Pofalla.
Bild: Michael Kappeler, dpa

Exklusiv Die Deutsche Bahn hat zuletzt den höchsten Verlust ihrer Geschichte eingefahren. Für die FDP gibt es deshalb nur eine Lösung: Den Austausch der bekanntesten Bahn-Manager.

Angesichts der finanziellen Schieflage bei der Bahn fordert die FDP den sofortigen Austausch ihrer beiden bekanntesten Spitzenmanager. „Die Zahlen sind verheerend. Corona hat strukturelle Probleme offenbart, die nun unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung mit Steuermilliarden kaschiert werden“, kritisierte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Bundestag, Michael Theurer, gegenüber unserer Redaktion.

In einem wirklich privaten Unternehmen hätten die Eigentümer nach den geballten Fehlleistungen der vergangenen Jahre längst die Notbremse gezogen, betonte Theurer. Dort würden solche Fehler nicht einfach immer wieder verziehen. Der Bund als Eigentümer der Bahn müsse sich daher fragen lassen, warum das Spitzenmanagement noch nicht abgelöst worden sei. Namentlich nannte Theurer dabei Konzernchef Richard Lutz und das Vorstandsmitglied Ronald Pofalla, Angela Merkels ehemaligen Kanzleramtsminister: „Wie viel Gnadenfrist sollen Lutz und Pofalla noch bekommen?“

Die Bahn hat vor allem im Güterverkehr erhebliche Probleme

Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres hat die Bahn mit einem Defizit von 3,7 Milliarden Euro den höchsten Verlust ihrer Geschichte eingefahren - nicht nur eine Folge der Corona-Krise. Im Güterverkehr etwa hatte sie bereits vor Ausbruch der Pandemie erhebliche Probleme. Die Bundesregierung will das Unternehmen deshalb mit einer Kapitalspritze von mehr als fünf Milliarden Euro stabilisieren. Wirtschaftsexperte Theurer allerdings warnte: „Der Bahnkonzern darf sich nicht darauf verlassen, dass im Zweifel der Steuerzahler einspringt.“ Wenn die langjährige Misere der Bahn nicht am aktuellen Management liegen sollte, dann liege sie an den Strukturen um den Alleineigentümer Bundesrepublik. „Eine Privatisierung des Betriebs, so dass sich der Bund nur noch um das Netz kümmern müsste, wäre dann auf Dauer unausweichlich.“

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren