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Autoindustrie

26.11.2019

Milliarden-Sparplan: Audi baut bis 2025 Tausende Stellen ab

Im Ingolstädter Audi-Stammwerk werden künftig weniger Autos vom Band laufen. Der Betriebsrat rechnet für das Geschäftsjahr und auch 2020 nur noch mit einer Zahl von rund 460.000 Autos.
Foto: Ulrich Wagner

Monatelang haben Unternehmensführung und Arbeitnehmervertreter bei Audi um einen milliardenschweren Sparplan gerungen. Nun steht fest, wie viele Stellen wegfallen.

Der Automobilkonzern Audi baut unter dem Strich 7500 Stellen ab. Das Unternehmen wird bis 2025 insgesamt 9500 Stellen an deutschen Standorten streichen. Dafür sollen im Gegenzug 2000 Jobs in Bereichen wie Elektromobilität und Digitalisierung neu entstehen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das sei das Ergebnis einer Grundsatzvereinbarung zwischen dem Unternehmen und dem Betriebsrat. Details müssen noch ausgehandelt werden. Der Stellenabbau solle sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen, hieß es.

Seit Monaten ringen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertreter bei Audi um einen milliardenschweren Sparplan. Bisheriger Stand war, dass 4000 bis 5000 Stellen über Altersteilzeit und Vorruhestandsregelungen abgebaut werden sollen, dies hatte jüngst der Spiegel berichtet. Über die nun gefundene Einigung sagt Peter Mosch, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats: "Das ist ein tragbarer Kompromiss, der die Zukunft von Audi für die nächsten Jahre trägt."

An den deutschen Audi-Standorten gilt nun eine Beschäftigungsgarantie bis 2029

Für die Beschäftigten an den deutschen Standorten galt bislang eine Beschäftigungsgarantie bis 2025. Diese wird bis 2029 verlängert, wie am Dienstag bekannt wurde. Audi-Mitarbeiter werden zudem weiterhin am Erfolg des Unternehmens beteiligt.

Der Sparplan von Audi steht nach monatelangen Verhandlungen. Peter Mosch, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, erklärt, was das für Arbeitnehmer bedeutet.
Video: Stefan Küpper, Ida König

Die Kapazitäten im Ingolstädter als auch im Neckarsulmer Audi-Werk werden dagegen abgesenkt. In Ingolstadt sollen künftig nur noch rund 450.000 Autos vom Band laufen, in Neckarsulm 225.000. In Ingolstadt sollen künftig zwei E-Modelle gefertigt werden. Das erste Auto soll im Jahr 2023 vom Band laufen. (mit dpa, AZ)

Lesen Sie auch dazu: Die Folgen der Diesel-Krise: In Ingolstadt wird das Wohnen billiger.

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Die Diskussion ist geschlossen.

27.11.2019

"Au-Di" ist nur der Anfang, es wurden zu viele Fehler gemacht. Das letzte Rückgrat der deutschen Wirtschaft, die Automobil-Industrie hat "Oste-Po-Rose", denn die Wirtschafts- und Technologiepolitik ging in die Hose.

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26.11.2019

Wieder schön zu sehen wie die Belegschaften die Zeche für eine schlechte Unternehmensführung bezahlen dürfen. Man hätte sich bereits vor Jahren auf Hybrid- Wasserstoff oder Elektroautos konzentrieren sollen statt auf Diesel mit Schummelsoftware

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