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Augsburg/Aichach

06.05.2019

Darsteller der Aichacher Lebenshilfe auf der Leinwand

Die Filmemacher Marcus Lange und Tobias Atzkern bekamen Oscars für ein „phänomenales Werk!“ überreicht.
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Die Filmemacher Marcus Lange und Tobias Atzkern bekamen Oscars für ein „phänomenales Werk!“ überreicht.
Bild: Christine Hornischer

Ein Kurzfilm der Offenen Behindertenarbeit will Hemmungen und Ängste abbauen. Worum es in dem Streifen mit Darstellern der Lebenshilfe Aichach geht.

Pünktlich zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai haben die 15 Dienste der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Stadt Augsburg und der Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg ihren Kurzfilm „Guck mal“ vorgestellt. Er wurde von der Aktion Mensch gefördert. Dieser soll in Kürze in den ortsansässigen Kinos gezeigt werden und macht Erlebnisse von Menschen mit Behinderung begreifbar und erlebbar. Kinobesitzer, die den Kurzfilm in ihrem Vorprogramm zeigen wollen, werden noch gesucht.

Die Hauptaussage des Kurzfilms: „Die Leidenschaft ist die Gleiche, aber die OBA macht’s erst möglich.“ Der Streifen hebt die vielen Gemeinsamkeiten von Menschen mit und ohne Behinderung hervor. Annette Müller, Leiterin der Offenen Behindertenarbeit Aichach-Friedberg, sagt: „Wir haben wirklich so viele Gemeinsamkeiten. Über das Kino können wir sehr, sehr viele Menschen erreichen, die bisher über dieses Thema noch nie nachgedacht haben.“ Vor dem Start gab es eine kurze Gesprächsrunde, die Günther Geiger, ehemaliger Geschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), und Stefan Heigl, Behindertenbeauftragter des Marktes Mering moderierten. Simone Falkenstein-Ruppert von der OBA beim Roten Kreuz Augsburg-Land und Sabine Hollstein, die die Offenen Hilfen der Lebenshilfe-Augsburg leitet, gaben Auskunft darüber, wie und warum der Kurzfilm entstanden ist.

Auch die Augsburger Panther spielen mit

Klar: Die Idee zum Film kam von den OBA, denen die Filmemacher Marcus Lange und Tobias Atzkern aus Augsburg mit Tipps und Tricks zur Seite standen. Auch der Augsburger Eislaufverein ( AEV) sagte sofort zu, mitzumachen. Simone Falkenstein-Ruppert betonte, wie viel man mit einem gut funktionierenden Netzwerk erreichen könne. Aber der Film spricht für sich: Ein Wecker leuchtet. Daniel dreht sich mit einem unwirschen Gesichtsausdruck um. „Nur noch fünf Minuten“ scheint er zu sagen. Daniel ist schwerhörig. Frage: Wie wacht eigentlich ein gehörloser Mensch durch einen Wecker auf, wenn er diesen nicht hören kann? Schnitt. Der gleiche Morgen. Die morgendliche Zeitung wartet. Für viele gehört sie zum Frühstück wie Brötchen und Kaffee. Heike ist blind, trotzdem liest sie die Zeitung. Frage: Wie geht das? Wie können blinde Menschen die Zeitung lesen?

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Verschiedene Handlungsstränge führen zum abendlichen Geschehen. Schlussklappe: Ein Spiel des AEV wird zum zentralen Punkt des Filmes. Das Curt-Frenzel-Stadion (CFS) ist vorbildlich ausgerüstet: Die Plätze für Rollstuhlfahrer sind oberhalb des Familienblocks D. Die Behindertentoilette befindet sich beim Gästeeingang. Der barrierefreie Zugang erfolgt über eine separate Schleuse beim Eingang Ost an der Blauen Kappe. Parkplätze für Rollstuhlfahrer, die mit dem Auto anreisen, stehen vor dem Bürgerbüro der Stadt Augsburg an der Blauen Kappe 18 zur Verfügung. Von dort ist der barrierefreie Eingang des Curt-Frenzel-Stadions in Kürze bequem zu erreichen.

Hier zeigt sich dann: Menschen mit Behinderung haben dieselbe Begeisterung, Lebensfreude und ähnliche Freizeitwünsche wie Menschen ohne Behinderung. Es wird offen miteinander gesprochen, gelacht, gejubelt und die oft so befürchteten Hemmungen oder Ängste werden fallen gelassen.

Unter www.oba-netzwerk.de ist der Kurzfilm zu sehen.

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