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Hollenbach

17.01.2020

Hollenbacher Einheitsliste bekommt eine Gegenstimme

Die nominierten Gemeinderatskandidaten (stehend von links) Christian Golling, Martin Aechter, Benjamin Allesch, Xaver Ziegler, Stefan Bachmeir, Josef Schmid jun., Josef Kulzinger, Manfred Marb, Kurt Schmid, Michael Haas,Florian Pfundmeier, Michael Trautmann,Jakob Kulper sen., Martin Völkl, Bernhard Steger, Manfred Stark. (Sitzend von links) Alexander Breumair, Josef Schweizer, Brigitte Schönegger, Kathrin Erber, Bettina Fendt, Natalie Denk, Franziska Katzenschwanz, Monika Engl, Jolijn Wilkosz, Markus Drexl und Michael Lidl.
Bild: Andreas Penzes

Plus CSU/Freie Wählergemeinschaft, Bürgerwille 90 und Aktive Bürger wiederholen Teile der Nominierungsversammlung. 52 Anwesende bestätigen die Liste

Es geht um Rechtssicherheit. Schließlich wollen die Hollenbacher vor der Kommunalwahl am 15. März alles richtig machen, um ein gültiges Wahlergebnis zu bekommen. Die Verwaltung habe deshalb auch sehr darauf geachtet, was bei Nominierungsveranstaltungen in anderen Gemeinden im Landkreis vorab schief gelaufen war, erklärte Bürgermeister Franz Xaver Ziegler am Donnerstagabend im Schützenheim in Hollenbach. Mehrere Nominierungsversammlungen im Affinger Gemeindebereich, in Dasing und auch bei der Aufstellung der Kandidaten für den Kreistag mussten bereits wegen Formfehlern wiederholt werden (wir berichteten). Dann traf es Hollenbach.

Eine Woche nach der ersten Nominierungsveranstaltung im Sportheim fanden sich am Donnerstagabend nun erneut 53 Gemeindebewohner ein, um die Nominierung rechtlich einwandfrei über die Bühne zu bringen. „Wir haben einen anderen Fehler gemacht als die anderen“, räumte Franz Xaver Ziegler ein. Die 127 Gemeindebewohner, die vor gut einer Woche im selben Sportheim über die Einheitsliste der CSU/Freien Wählergemeinschaft, dem Bürgerwillen 90 und der Aktiven Bürger abgestimmt hatten, taten dies per Handzeichen. Es wäre aber eine schriftliche Wahl nötig gewesen. Noch einmal lag am Donnerstagabend also die gemeinsame Kandidatenliste vor. Schriftlich gaben 52 der Anwesenden ihr Ja zu dieser Liste, ein Anwesender stimmte mit Nein. Die Stimmzettel waren schnell ausgezählt, nachdem ihre Anzahl dieses Mal von Anfang an mit der Zahl der Anwesenden übereinstimmte.

Wie die Ersatzkandidaten nachrücken

Zügig verlief auch die zweite schriftliche Wahl, bei der die Gemeindebürger schriftlich darüber abstimmten, was zu tun ist, wenn von den 28 Kandidaten auf der Liste einer ausfällt. Mit 51 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen entschied die Mehrheit am Donnerstagabend, dass die drei Ersatzkandidaten Anton Betzmeir (35 Stimmen), Markus Benzes (33 Stimmen) und Richard Schreier (20 Stimmen) gemäß der Anzahl ihrer Stimmen, die ihnen bei der ersten Nominierung vor einer Woche gegeben wurden, auf der Liste nachrücken. Nachdem es lediglich eine Liste in Hollenbach gibt, wird davon ausgegangen, dass es sich um eine Persönlichkeitswahl handeln dürfte, bei der der Listenplatz wahrscheinlich keine allzu große Rolle spielt. So zumindest fasste Franz Xaver Ziegler die Mehrheitsentscheidung zusammen.

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Knapp 45 Minuten dauerte das Prozedere. Danach wurden die Kandidaten auf der Liste gebeten, ihre Berufsbezeichnungen auf den Meldebescheinigungen noch den geltenden Bestimmungen bei Kommunalwahlen anzupassen.

Was auf die neuen Gemeinderatsmitglieder zukommt

Dann erklärte der einzige nominierte Bürgermeisterkandidat in Hollenbach, Franz Xaver Ziegler, wie es für die Gewählten nach dem 15. März weitergeht. Die Mitglieder des neuen Gemeinderats könnten ihre Kompetenzen in Fortbildungen und Crashkursen erwerben, ein Seminar im Juni sei bereits gebucht. Der Rat werde sich verstärkt mit Kanalbau befassen, auch Straßenbau würde ein Thema sein. Franz Xaver Ziegler fügte hinzu: „Wir werden sicher ab und zu noch ein Pflaster aussuchen müssen“, es gehe in Zukunft aber oft um soziale Projekte. Zum einen steht der „Marktplatz der Generationen“ an. Das Programm soll schon im Februar beginnen und sich über zweieinhalb Jahre erstrecken. Dabei steht das Leben der Senioren in der Gemeinde im Mittelpunkt (wir berichteten).

Auch bei der Dorferneuerung soll es nun sichtbar voran gehen. Wie der Bürgermeister berichtete, findet am Mittwoch, 12. Februar, eine Vorstandswahl statt. Auf der Agenda hat der Rathauschef zudem die Kinderbetreuung.

Lesen Sie dazu auch: Bürgermeister: Hollenbach stimmt für das Hauptamt

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