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Aichach-Friedberg

15.04.2015

Landrat Metzger will keinen dritten Stellvertreter mehr

Bekommt Landrat Klaus Metzger nach dem Rücktritt von Rudi Fuchs wieder einen dritten Stellvertreter? Darüber entscheidet am Mittwoch der Kreistag.
Bild: Archivfoto: Carmen Jung

Am Mittwoch entscheidet der Kreistag, ob er einen Nachfolger für Rudi Fuchs wählt. Und wenn ja, wen. Die Grünen wollen eine Kandidatin nominieren.

Aichach-Friedberg Elf Monate ist es her, dass im Kreistag die Stellvertreter für Landrat Klaus Metzger bestimmt wurden. Morgen steht das Thema erneut auf der Tagesordnung. Nach dem Rücktritt von Rudi Fuchs im September 2014 ist der Posten des dritten Stellvertreters weiter offen. Ob und mit wem er wieder besetzt wird, darüber muss nun der Kreistag neu entscheiden.

Wie mehrfach berichtet, hatte der Affinger Bürgermeister nach nur fünf Monaten das Amt des Landratsstellvertreters niedergelegt. Das Amtsgericht Aichach hatte zuvor eine Freiheitsstrafe von elf Monaten auf Bewährung und eine Geldbuße gegen ihn wegen Untreue und Beleidigung verhängt. Fuchs akzeptierte den Strafbefehl. Er hatte zwei Firmen Gewerbesteuern gestundet. Die Strafe erhielt er auch für die Beleidigung von Gemeinderäten und Mitarbeitern der Verwaltung.

Landrat: Derzeitiges Team funktioniert gut

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Derzeit sieht es danach aus, als blieben die beiden amtierenden Landratsstellvertreter, Manfred Losinger ( CSU) und Peter Feile ( SPD), unter sich. Landrat Metzger will das zumindest dem Kreistag vorschlagen. Wie er gestern unserer Zeitung sagte, habe er die Entscheidung für sich bereits nach Fuchs’ Rücktritt getroffen. „Wir haben so ein gutes Klima im Kreistag, da müssen wir dieses Fass nicht mehr aufmachen“, so Metzger. „Das ist die vernünftigste Lösung.“ Zudem funktioniere das derzeitige Team gut.

Auch SPD-Fraktionschef Roland Fuchs kann sich damit anfreunden. Er sagte gestern: „Es geht darum, ob der Landrat meint, dass die Besetzung ausreichend ist.“ Wie die Fraktion dazu steht, legte sie gestern Abend nach Redaktionsschluss fest.

Auch die Fraktion der Grünen saß gestern Abend zusammen. Sie hatte sich – wie Freie Wähler und Unabhängige – nach der Kommunalwahl dafür stark gemacht, eine Frau in die Riege der Landratsstellvertreter zu wählen. Doch Magdalena Federlin (Grüne), Renate Magoley (Freie Wähler) und Eva Ziegler (Unabhängige) zogen den Kürzeren, weil eine inoffizielle „Große Koalition“ aus CSU und SPD die Posten unter sich aufteilte. Magoley kündigte nach dem Rücktritt von Fuchs an, für eine Kandidatur nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Grüne schicken erneut Kandidatin ins Rennen

Die Grünen versuchen es erneut: Wie Fraktionsvorsitzende Katrin Müllegger-Steiger gestern ankündigte, schicken sie voraussichtlich Claudia Eser-Schuberth ins Rennen. Sie gehört seit 1990 dem Friedberger Stadtrat an und sitzt in der dritten Periode im Kreistag. Müllegger-Steiger sagte, ein weiterer Stellvertreter „wäre die Möglichkeit für die CSU zu zeigen: Wir nehmen die kleinen Gruppierungen ernst.“

Die Unabhängigen dagegen wollen keinen Kandidaten mehr nominieren. Der Landrat und seine Stellvertreter kämen so zurecht, sagte Fraktionschef Sepp Bichler. Er und die Unabhängigen hatten als erste politische Gruppierung Fuchs’ Rücktritt gefordert. Diesen muss der Kreistag noch formal annehmen. Metzger hatte damit gewartet, um Fuchs, der immer noch im Krankenstand ist, eine „weitere Belastung“ zu ersparen. Bleibt es bei zwei Stellvertretern, hätte das übrigens einen positiven Nebeneffekt für den Kreis: Er spart sich etwa 10000 Euro Entschädigung pro Jahr.

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