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Aichach

04.01.2019

Mittelalterliche Markttage: Spätes Aufatmen nach Unfall

Die Mittelalterlichen Markttage in Aichach waren schon vorbei, da passierte beim Abbau noch ein schwerer Unfall. Vier Helfer wurden dabei verletzt, einer davon schwer. Archivbild
Bild: Nicole Simüller

Plus Bei den Aufräumarbeiten nach dem Festwochenende im September bricht das Dach einer Hütte ein. Vier Menschen werden verletzt. War das zu verhindern?

Jetzt hat auch die Staatsanwaltschaft den Deckel drauf gemacht: Der Unfall nach dem Ende der Mittelalterlichen Markttage im September in Aichach hat keine strafrechtlichen Folgen. Das bestätigte Matthias Nickolai, Pressesprecher und Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Augsburg, auf Anfrage unserer Zeitung.

Zwei Männer fallen vom Dach und treffen sei Männer am Boden

Nach dem Hochgefühl des gelungenen Festwochenendes hatte am Abend des 9. Septembers ein Unfall bei den Aufräumarbeiten für jähe Ernüchterung gesorgt. Am Stand der Feuerschützen am oberen Stadtplatz kam es zu einem Unfall, bei dem vier Helfer verletzt wurden. Zwei Helfer saßen auf dem Dach, um es abzudecken. Dabei brachen sie ein, zwei Männer am Boden wurden getroffen. Alle vier Männer wurden ins Krankenhaus gebracht. Drei von ihnen konnten am nächsten Tag schon entlassen werden. Einen Vierten hatte es schlimmer erwischt. Er brach sich einen Unterarm und das Becken und musste operiert werden.

Kein Betroffener stellt einen Strafantrag

Schon wenige Wochen später war die Aichacher Polizei zu der Erkenntnis gelangt, dass kein Fremdverschulden vorliegt. Deshalb könne man keinen Vorwurf gegen einen Verantwortlichen erheben, so die Polizei. Bei dieser Beurteilung spielte auch eine Rolle, dass kein Betroffener Strafantrag gestellt hatte. Die Staatsanwaltschaft in Augsburg beurteilt den Fall wie die Aichacher Polizei. Strafrechtlich sei „nichts dran“, so Pressesprecher Nickolai. Das Unglück sei für die Beteiligten nicht vorhersehbar gewesen. Eine Straftat liege nicht vor. Damit ist der Fall strafrechtlich abgeschlossen. Ursache des Unglücks war, dass eine Verschraubung der Holzkonstruktion herausgebrochen war.

Bei der Stadt herrscht Erleichterung

Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft sorgt bei der Stadt und den Feuerschützen für Erleichterung. Bürgermeister Klaus Habermann, der darüber bereits vom Verein informiert war, ist ebenso wie Marktmeisterin Martina Baur froh, „dass das doch so glimpflich ausgegangen ist“. Damit werde „die Gesamtstimmung dieser wirklich unglaublich schönen und entspannten Mittelalterlichen Markttage“ nicht getrübt, freut sich Habermann, zumal die Verletzten genesen sind. Konsequenzen aus dem Vorfall sind aus Habermanns Sicht nicht nötig. Er versichert aber, dass die Stadt natürlich vor Großveranstaltungen ausdrücklich darauf hinweise, dass auch beim Abbau größtmögliche Vorsicht geboten sei. Das Thema Sicherheit spiele bei jeder städtischen Veranstaltung ohnehin eine große Rolle. Die Vorfreude auf die nächsten Mittelalterlichen Markttage, die 2021 stattfinden, ist jedenfalls bei Bürgermeister und Stadt nun ungetrübt.

Lesen Sie dazu den Artikel "Aichacher Markttage: Unfall ist glimpflich abgelaufen"

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