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Pöttmes

10.08.2020

Nach ernüchternder Wahl: CWG Pöttmes hat eine neue Führungsriege

Manfred Riedelsberger, 42, aus Wiesenbach ist neuer Vorsitzender der CWG Pöttmes.
Bild: Nicole Simüller

Plus Der Vorstand CSW Pöttmes stellt sich neu auf. Manfred Riedelsberger aus Wiesenbach löst Erich Poisl an der Spitze ab. Doch es soll sich noch mehr ändern.

Der Vorstand der CWG Pöttmes stellt sich personell neu auf. Bei einem internen Treffen wurden die Posten aller drei Vorsitzenden neu besetzt. Neuer Vorsitzender ist Manfred Riedelsberger, der mit seiner Frau und den zwei Kindern in Wiesenbach lebt. Das Amt des Zweiten Vorsitzenden hat nun Stephan Kneißl aus Immendorf inne, Dritter Vorsitzender ist Daniel Dobler aus Pertenau.

Erich Poisl gibt CWG-Führung Anfang Juni ab

Der bisherige Vorsitzende, Erich Poisl, hatte Anfang Juni sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgegeben. Sein Mandat als Marktgemeinderat will er weiterhin ausüben. Auch weitere CWG-Führungskräfte stellten ihre Ämter zur Verfügung.

Die Gruppierung hatte bei der Kommunalwahl ein ernüchterndes Ergebnis eingefahren: Ihre Fraktion im Marktgemeinderat schrumpfte von sechs auf vier Sitze. Die CWG hatte keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen geschickt. Auch bei der Wahl des Zweiten Bürgermeisters ging sie leer aus. Sie hatte sich in Absprache mit der CSU Chancen für Alwin Wagner ausgerechnet, doch er unterlag Manfred Graser (Bürgerblock). Für die Wahl des Dritten Bürgermeisters schlug die enttäuschte CWG-Fraktion gar keinen Kandidaten mehr vor.

Riedelsberger ist enttäuscht vom Wahlergebnis in Pöttmes

Riedelsberger macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über das Wahlergebnis. Einen Tag lang habe er danach die Stimmen ausgewertet und nach Gründen gesucht, erzählt der 42-Jährige. Einer davon sei wohl der fehlende Bürgermeisterkandidat gewesen. Ein anderer, dass in seinen Augen zwar „schon was für die Bürger gemacht, aber relativ wenig darüber geredet worden“ sei. Deshalb sei es ein Ziel, „nach außen wieder anders wahrgenommen zu werden“.

Deshalb wolle die Gruppierung „wieder mehr in die Ortschaften gehen“, Pöttmes eingeschlossen. Zwar war der Wille zu einer stärkeren Mitsprache der Ortsteile das Motiv für die Gründung der CWG im Jahr 1989. Doch Riedelsberger sagt: „Mit Pöttmes steht und fällt alles.“ Ziel sei, auch dort vertreten zu sein.

Ein weiteres lautet, jungen Mitgliedern den Einzug in den Marktgemeinderat zu ermöglichen. Zwar hatte die CWG bei der Kommunalwahl auch jüngere Leute auf ihrer Liste. Doch gewählt wurden mit Poisl, Helmut Drittenpreis, Xaver Tyroller und Alwin Wagner vier bisherige Gemeinderäte, von denen zwei vor 30 Jahren schon zu den Gründungsmitgliedern gehörten.

Riedelsberger sagt, ihre Erfahrung werde dringend gebraucht, um darauf aufzubauen. Dennoch appelliert er an die potenziellen Nachrücker, sich mit der Arbeit im Gemeinderat zu beschäftigen.

Was der neue CWG-Chef in Pöttmes plant

Er sieht auch sich selbst und seine Vorstandskollegen in der Pflicht. „Wir müssen schauen, wie wir die Dinge umsetzen, die wir in den Wahlveranstaltungen besprochen haben.“ Zum Beispiel, „ein offenes Ohr für die Bürger“ zu haben. Man müsse mit deren Rückmeldungen, ob sie positiv oder negativ ausfallen, etwas machen. Die Wählergemeinschaft müsse die Verbindung zwischen sich und den Bürgern wieder schließen. Beispielsweise mit einem Dämmerschoppen in verschiedenen Orten.

Was dem Elektrotechniker, der als Projektmanager bei einem Hersteller von Hubschraubern und Flugzeugbauteilen arbeitet, wichtig ist: die Digitalisierung voranzutreiben und auch die CWG entsprechend aufzustellen, zum Beispiel mit einer neuen Internetseite. Dafür wird nun ein Team gegründet.

Riedelsberger lässt an seiner Motivation und der seiner Vorstandskollegen keinen Zweifel: „Die Leute haben richtig Lust drauf.“ Dabei gehört er erst seit 2019 zur CWG. Seine Eltern sind schon lange Mitglied. Den endgültigen Anstoß, ebenfalls dazuzukommen, gab sein Schwiegervater, Ex-Gemeinderat Johann Riedelsberger. Dieser werde oft für seinen Vater gehalten, habe aber nur zufällig denselben Nachnamen, erzählt Manfred Riedelsberger. Sein Blick geht bereits zur nächsten Kommunalwahl: „Wenn ich es bis in sechs Jahren nicht geschafft habe, einen Bürgermeisterkandidaten zu finden, habe ich meinen Job nicht richtig gemacht.“ (Foto: Nicole Simüller)

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