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Empfang I

14.01.2019

Tomaschko stärkt Winklhofer den Rücken

Beim Neujahrsempfang in Affing wurden drei Bürger für ihr langes Engagement geehrt: (von links jeweils mit Blumen) Herbert Hartl war 29 Jahre Kommandant der Feuerwehr in Aulzhausen, Viktoria Manhardt aus Gebenhofen spendete 125-mal Blut und Josef Mollenhauer führte 29 Jahre lang die DJK Gebenhofen-Anwalting. Es gratulierten (von links) Bürgermeister Markus Winklhofer, Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko, Dritter Bürgermeister Stefan Matzka und Zweiter Bürgermeister Gerhard Faltermeier.
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Beim Neujahrsempfang in Affing wurden drei Bürger für ihr langes Engagement geehrt: (von links jeweils mit Blumen) Herbert Hartl war 29 Jahre Kommandant der Feuerwehr in Aulzhausen, Viktoria Manhardt aus Gebenhofen spendete 125-mal Blut und Josef Mollenhauer führte 29 Jahre lang die DJK Gebenhofen-Anwalting. Es gratulierten (von links) Bürgermeister Markus Winklhofer, Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko, Dritter Bürgermeister Stefan Matzka und Zweiter Bürgermeister Gerhard Faltermeier.

Der Affinger Bürgermeister beklagt zum Jahresauftakt Defizite bei den Umgangsformen. Landtagsabgeordneter rät zum Zusammenhalt in der Gemeinde. Wer sich über eine Auszeichnung freuen durfte

Beim Neujahrsempfang in der Mehrzweckhalle in Affing gehört das zum Zeremoniell: Am Eingang werden die Besucher von den drei Bürgermeistern mit Handschlag und mit besten Wünschen fürs neue Jahr begrüßt. Am Samstag konnten Markus Winklhofer und seine Vertreter Gerhard Faltermeier und Stefan Matzka dabei einen besonderen Gast begrüßen: Peter Tomaschko (CSU), der dem Bayerischen Landtag angehört. Ansonsten hieß Winklhofer in seiner Rede zu Beginn der Veranstaltung die Menschen willkommen, die eine Gemeinde erst wirklich zu einer Gemeinde machten: Vertreter von Kirchen, Schulen, Vereinen und anderen Organisationen.

Dazu kamen wie üblich in Affing junge Leute, die 2018 volljährig geworden sind. „18 ist ein wunderschönes Alter“, meinte der Bürgermeister und ergänzte: „Da steht einem die Welt offen. Ich bitte euch, dass ihr euch ins öffentliche Leben mischt.“ Eine Gelegenheit dazu sei die Teilnahme an Wahlen.

Dann ging Winklhofer auf die wichtigsten Themen im vergangenen Jahr ein. Mit der Sanierung des Gemeindehauses in Anwalting habe man auf 270 Quadratmetern preiswerten Wohnraum geschaffen. Bei der viel diskutierten Westumfahrung soll das Planfeststellungsverfahren im Juni 2020 abgeschlossen werden, vielleicht auch schon früher. Ebenfalls bereits bekannt ist die Tatsache, dass das Staatliche Bauamt Augsburg derzeit die Pläne zur Nordumfahrung nicht weiter verfolgt (wir berichteten). Bei den Arbeiten am Mühlhauser Berg liegen die ersten Planungssätze beim Bauamt in Augsburg.

Die Gemeinde Affing ist bemüht, Baugrundstücke in großer Zahl bereitzustellen, betonte Winklhofer. Südlich der Gebenhofener Straße in Affing handelt es sich um 19 Parzellen. Erst wenn die Erschließungskosten ermittelt sind, könne man über den Preis der Bauplätze reden. Am Anger in Mühlhausen werden sieben Parzellen entstehen. Schon im Oktober sollen sie erschlossen sein. Ein Bebauungsplan, der gleich 67 einzelne Areale umfassen soll, befindet sich gerade in Mühlhausen am Weberanger in Aufstellung. Hier ist im Sommer mit dem Satzungsbeschluss zu rechnen. In Mühlhausen sollen weitere 3,5 Hektar an Gewerbeflächen am Unterkreuthweg entstehen, Details dazu gibt es noch nicht. In wenigen Wochen soll in Affing mit dem Bau der Räume für die Mittagsbetreuung gestartet werden. Der Breitbandausbau ist nahezu abgeschlossen. Als besonders erfreulich bezeichnete Winklhofer die Verleihung eines Gütesiegels für die Bücherei in Affing.

Markus Winklhofer beklagte einmal mehr einen Niedergang bei den Umgangsformen und einen Zuwachs bei Auseinandersetzungen: „Streit ist kontraproduktiv und schadet allen Beteiligten. Das musste die CSU am Ergebnis der Landtagswahlen erleben.“ Ohne Gemeinschaft sei alles nichts, privat ebenso wenig wie im Beruf, im Verein oder in der Politik, betonte der Bürgermeister, ohne konkret zu werden.

Wie berichtet, war es zuletzt im Affinger Gemeinderat gehäuft zu Unstimmigkeiten gekommen. Winklhofer betonte, mit dem Festabend wolle er als Bürgermeister eine kleine Anerkennung für die Leistungen auf vielen Ebenen ausdrücken. Persönlich bedankte er sich auch bei seiner „lieben Ehefrau Andrea“.

Am Ende des offiziellen Teils zeichnete Winklhofer für langjähriges Engagement Viktoria Manhardt, Josef Mollenhauer und Herbert Hartl aus.

Peter Tomaschko erklärte in seinem Grußwort, man könne zuversichtlich ins Jahr 2019 gehen, weil „unsere Ausgangsgrundlagen gut sind“. Dann schlug er ähnliche Töne an wie sein Vorredner: „Wir haben auch gelernt, dass uns Streit nicht weiterbringt, sondern nur der Zusammenhalt.“ Zudem betonte Tomaschko, Affing stehe hervorragend da. Dem Bürgermeister, der sich zuletzt im Gemeinderat mehrfach Kritik ausgesetzt sah, stärkte Tomaschko den Rücken. Er bezeichnete Winklhofers Engagement als „gigantisch“. Beim Thema Umgehungsstraße lautete seine Forderung: zusammenhalten.

Musikalisch führten durch den Abend Da Oa und die Andan aus Haunswies, einem Ort in der Gemeinde Affing. Die weit über 100 Gäste erhielten am Büfett neben belegten Brötchen auch Kaffee, Kuchen und sogar Eis.

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