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Aindling

17.03.2020

Wahl in Aindling: Erfahrene bleiben, Junge rücken nach

Amtsinhaber Tomas Zinnecker mit seiner Nachfolgerin Gertrud Hitzler. Beide freuten sich über den überlegenen Wahlsieg der 54-Jährigen.
Bild: Evelin Grauer

Plus Die CSU/FWG-Fraktion um die neue Aindlinger Bürgermeisterin Gertrud Hitzler verteidigt ihre neun Gemeinderatssitze. Der Bürgerwille gewinnt dazu.

Die neue Bürgermeisterin der Marktgemeinde Aindling, Gertrud Hitzler, kann auf ein bewährtes Team bauen. Ihre Fraktion aus CSU und Freier Wählergemeinschaft (FWG) bleibt im Gemeinderat die mit Abstand stärkste Kraft (58,8 Prozent) und hat ihre neun Sitze verteidigt. Einen Sitz dazugewonnen hat dagegen die Freie Wählergemeinschaft Bürgerwille ’76, die künftig fünf statt vier Gemeinderäte stellt (29,5 Prozent). Die Parteilosen Wähler und die Perspektive Aindling sind erneut mit je einem Gremiumsmitglied vertreten. Nicht mehr dabei ist dagegen die SPD. Das bedauert mit der CSU-Ortsvorsitzenden Gertrud Hitzler auch die politische Konkurrenz.

Stimmenkönig des Bürgerwillens ’76: Karl Gamperl.
Bild: Philipp Schröders (Archiv)

SPD-Mitglied Helga Holland hätte gerne weiter im Gemeinderat mitgearbeitet. Die 61-Jährige trat jedoch nicht mit einer eigenen Liste an, sondern auf Platz vier der Liste des Bürgerwillens, wenn auch deutlich als SPD-Vertreterin gekennzeichnet. Im Nachhinein sagt sie aber: „Vielleicht habe ich damit die Rest-SPD-Wähler vergrault.“ Hitzler und der Bürgerwille-Chef Bernd Aichele bezeichneten Holland unisono als „soziales Gewissen des Gemeinderats“ und bedauerten deren Scheitern. Auf der SPD-Kreistagsliste wurde Holland übrigens von Platz 24 auf Platz zehn vorgewählt.

Karl Gamperl erzielt Bürgerwillen-Spitzenergebnis

Das Spitzenergebnis des Bürgerwillens erzielte – weit vor Bürgermeisterkandidat Aichele – Karl Gamperl. Er verbesserte sich im Vergleich zur Kommunalwahl vor sechs Jahren um 584 Stimmen. Gamperl gilt als Leiter des Dasinger Bauamts als wichtiger Ansprechpartner in diesem Bereich. Das drittbeste Ergebnis der Liste schaffte mit Zimmerermeister Bernhard Büchele der Sohn des ehemaligen, bereits verstorbenen Bürgerwille-Vorsitzenden Manfred Büchele. Mit Michael Schoder, 28, hat zudem ein junger Landwirt aus Eisingersdorf den Sprung in den Rat geschafft.

Über die Erfolge der Jungen freut sich auch Gertrud Hitzler. „Ich freue mich natürlich auch über die erfahrenen Kräfte, aber es ist toll, dass der Bürger auch den jungen Bewerbern eine Chance gibt“, so Hitzler. So sitzt für die CSU-FWG-Fraktion künftig der 28-jährige Sebastian Balleis im Rat, der als Meister der Elektrotechnik auch bei der Digitalisierung gefragt sein könnte. Noch jünger ist Maurer Dominik Höger, der als 20-Jähriger die Themen der Jugend ins Gremium einbringen könnte. Aber auch die „alten Hasen“ der Fraktion haben allesamt glänzende Ergebnisse erreicht und sich im Vergleich zu 2014 deutlich verbessert.

Gertrud Hitzler liegt bei Gemeinderatswahl vorn

Stimmenkönig der Gemeinderäte in Aindling ist Dritter Bürgermeister Josef Gamperl, der um 580 Stimmen zulegte und auf 1921 Stimmen kam. Laut Hitzler honoriert der Bürger damit auch, dass Gamperl oft kritisch nachfragt und sehr gewissenhaft ist. Insgesamt lag die neue Bürgermeisterin Gertrud Hitzler auch bei der Gemeinderatswahl mit 2854 Stimmen in der Wählergunst ganz vorn.

 

Weiter als Einzelkämpfer im Gemeinderat sitzt Josef Settele (Parteilose Wähler). Nicht mehr dabei ist Benjamin Schröter (Perspektive Aindling). Einziger Vertreter seiner Liste ist jetzt Johannes Degendorfer.

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar: Enttäuschende Frauenquote nach der Wahl in Aindling

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