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Glaube

28.12.2018

Wie Pater Justin von Indien nach Dasing kam

Pater Juston Nambelil begeht sein 25. Priesterjubiläum zweimal – einmal in Indien (unser Foto) und am kommenden Sonntag in Dasing.
Bild: Justin Nambelil

Die Pfarreiengemeinschaft feiert mit Pfarrer Justin Nambelil das 25. Priesterjubiläum. Er ist verwurzelt im Glauben – aber auch offen für andere Kulturen.

Mit seiner ruhigen, freundlichen Art erfreut sich Pater Justin, wie er allseits genannt wird, großer Beliebtheit in der Pfarreiengemeinschaft Dasing. Und daher sind sicher viele Dasinger dabei, wenn es einen Tag vor Silvester einen Grund zum Feiern gibt. Pfarrer Justin Mathew Nambelil begeht nämlich sein 25. Priesterjubiläum – und die gesamte Gemeinde will mit ihm im Rahmen eines Festgottesdiensts am Sonntag feiern. „Er hat immer ein Lächeln im Gesicht, ist höflich und hilfsbereit und tief verwurzelt im Glauben“, so charakterisieren ihn die Gläubigen.

Nach Dasing kam der Inder nach Stationen in den Pfarreiengemeinschaften Oberhausen und Pöttmes im Jahr 2011 und lernte als Kaplan an der Seite von Pfarrer Manfred Bauer alle Aufgabenbereiche in der Kirchengemeinde gut kennen. Mit dem Weggang von Pfarrer Bauer nach Hochzoll übernahm Pater Justin Nambelil dessen Nachfolge. Im Oktober 2016 wurde er durch Dekan Stefan Gast in sein neues Amt als leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Dasing eingeführt.

Dies sorgte damals bei vielen Dasingern für große Erleichterung, denn zwischenzeitlich war schon befürchtet worden, dass die Pfarreiengemeinschaft keinen eigenen Pfarrer mehr bekommen könnte. Im Rahmen der pastoralen Raumplanung war ein Zusammenschluss mit Adelzhausen im Gespräch gewesen.

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Das schätzt Pater Justin Nambelil an seiner neuen Heimat

Inzwischen hat sich Pater Justin gut in Dasing eingelebt. Auch wenn ihm als Inder die deutsche Sprache nach wie vor nicht ganz leicht fällt, empfindet er keine Schwierigkeiten in seinem Amt. Geboren und aufgewachsen ist Justin Nambelil zusammen mit einem Bruder und vier Schwestern in einer katholischen Familie im südindischen Kerala. Für ihn war früh klar, dass er Priester werden möchte. Und so entschied er sich nach Abschluss des Gymnasiums, dem Prämonstratenser-Orden beizutreten. Nach seiner Priesterweihe ging er in die Mission und war zwei Jahre als Kaplan und drei Jahre als Pfarrer in Indien tätig. Danach wurde Pater Justin zur Ausbildung auf die Philippinen gesandt. Wieder zurück in Indien war er fünf Jahre Rektor des Priesterseminars. Ein Jahr verbrachte er im Kloster der Prämonstratenser im australischen Perth, bevor er 2007 nach Deutschland kam.

Hier gefällt es ihm gut, das Essen schmeckt ihm und er liebt das bayerische Bier. In seiner Freizeit ist er auch als Volleyballer in der Dasinger Turnhalle anzutreffen. Seine indischen Wurzeln betont der Pater an Fasching und trägt dann gerne mal einen Kaftan oder Turban. Die Begegnung mit anderen Kulturen und Religionen ist für den katholischen Seelsorger eine Selbstverständlichkeit. „In Indien sind wir es gewohnt, dass viele Religionsgemeinschaften nebeneinander existieren“, sagt er.

In seiner Heimat feierte Pfarrer Justin Nambelil sein Priesterjubiläum bereits im November. Schon im August sollte dort im Ordenskloster Mananthavady die Feier zusammen mit weiteren indischen Geistlichen stattfinden, musste aber wegen einer Flutkatastrophe verschoben werden. So bunt wie in Indien soll nach dem Wunsch der Dasinger auch der hiesige Kirchenzug mit den Abordnungen der Vereine werden, und so hofft man auf passendes Wetter.

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