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Fußball-Rückschau

06.12.2017

Ecknach tut die Höhenluft gut

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4 Bilder
Christoph Jung und der VfL Ecknach hatten Grund zum Jubeln.
Bild: Sebastian Richly

Aufsteiger mischt Bezirksliga auf, während Hollenbach strauchelt. Bedrohlich ist die Lage beim Landesligisten TSV Aindling. Die Kreisliga bietet überraschende Trainerentlassungen.

Die Fußball-Vereine aus dem Wittelsbacher Land haben es geschafft – es ist Winterpause. Zeit für einen Rückblick auf die vergangenen Monate in den Fußball-Ligen. Von der B-Klasse bis zur Landesliga – die Hinrunde hatte es in sich. Dabei gab es einige Teams, die positiv überrascht haben, andere Mannschaften hinkten ihren Erwartungen hinterher. Jetzt beginnt die Hallensaison, die Aichacher Nachrichten blicken zurück:

Landesliga Südwest 16 Punkte aus 20 Partien – so schlecht stand der TSV Aindling schon lange nicht mehr da. Mit Platz 15 belegt die Elf vom Schüsselhauser Kreuz Rang 15, einen Relegationsplatz. Der Rückstand auf das rettende Ufer ist auf zehn Punkte angewachsen, der Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz beträgt nur drei Punkte. Der TSV kam schon schlecht aus den Startlöchern und trennte sich nach acht Spieltagen von Trainer Roland Bahl. Es folgte der junge Thomas Wiesmüller, der mit zwei Siegen einen optimalen Start erwischte. Doch der Trainer-Effekt verpuffte schnell und nach der Verletzung von Kapitän Patrick Modes ging fast gar nichts mehr. Negativer Höhepunkt war die 0:3-Pleite beim bis dato abgeschlagenen Schlusslicht Bad Grönenbach. Mit dem Sieg zum Jahresabschluss feierte der TSV zumindest ein versöhnliches Ende einer Seuchen-Hinrunde. Vor allem die sonst so sichere Abwehr wackelte erheblich. Individuelle Fehler und fehlende Zuordnung sorgten für 42 Gegentore. Zum Vergleich: Vor einem Jahr stand Aindling mit 22 Gegentoren auf Rang vier. Hinzu kommt die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. 27 Tore sind zu wenig. Neuzugang Simon Fischer ist mit sechs Treffern am erfolgreichsten, allerdings noch weit von seiner Hollenbacher Form entfernt.

Für den TSV Aindling (weiß) lief es nicht rund.
Bild: Sebastian Richly

Bezirksliga Nord Die positive Überraschung ist der VfL Ecknach. Der Aufsteiger steht nach 20 Spieltagen mit 31 Punkten auf Platz sechs der Tabelle. Vom Abstiegsplatz sind die Ecknacher meilenweit entfernt. Das Team des scheidenden Spielertrainerduos Florian Fischer und Mario Schmidt zeigte vom Start weg gute Leistungen und ärgerte auch die Großen der Liga (3:2 in Meitingen, 1:1 gegen Gersthofen). Dabei stand der VfL hinten gut (33 Gegentore) und war vorne treffsicher (45 Treffer). Wäre das Team nicht die ersten sieben Heimspiele sieglos geblieben, wäre noch mehr drin gewesen. Zufrieden kann auch der BC Adelzhausen sein. Die Elf vom Römerweg liegt mit dem neuen Spielertrainer Peter Eggle auf Platz acht (29 Punkte). Im dritten Jahr in Schwabens höchster Spielklasse hat sich der BCA endgültig etabliert. Wie im Vorjahr bereitet die Defensive öfters Probleme. 42 Gegentore sind zu viel. Dieses Defizit gleicht der BCA mit seiner Offensivpower aus. 46 Tore bedeuten ligaweit Platz zwei. Insbesondere Dominik Müller scheint einmal mehr nicht zu stoppen. Mit 27 Treffern hat der Stürmer mehr Buden gemacht, als so manches Team insgesamt. Sorgenkind ist in dieser Spielzeit der TSV Hollenbach. Mit 19 Punkten steht die Elf vom Krebsbach nur knapp über dem Strich. Im viel zitierten „verflixten zweiten Jahr“ hat der TSV Probleme. Vor allem die Konstanz fehlt. Ein Beispiel: Im Hinspiel gab es gegen Donaumünster einen 5:0-Sieg, im Rückspiel war man beim 1:3 schon nach 30 Minuten geschlagen. Ganz bitter war der Negativlauf zum Ende – seit acht Spielen wartet das Team von Spielertrainer Christian Adrianowytsch auf einen Erfolg. Mit 33:40 ist das Torverhältnis noch das Beste, was die Hollenbacher aufbieten können.

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Kreisliga Ost: Brysch und Kämpf müssen ihren Hut nehmen

Kreisliga Ost Die Liga ist spannend wie selten. Beinahe wöchentliche wechselte die Tabellenführung. Kein Wunder, dass zur Winterpause zwei Teams punktgleich (33) an der Spitze stehen. Wintermeister ist der SC Griesbeckerzell. Der letztjährige Dritte glänzt auch in der neuen Spielzeit mit einer starken Defensive – 18 Gegentreffer sind ligaweit Spitze. Auf Rang zwei rangiert der letztjährige Vizemeister FC Affing. Die Stärken liegen in der Offensive – 42 Treffer sind Ligabestwert. Ungewöhnlich, dass Trainer Manfred Kämpf bereits nach zwei Spieltagen gehen musste. Trainerwechsel trotz Erfolg – das kennt man auch beim Tabellendritten TSV Pöttmes. Erst die Trennung von Co-Trainer Sebastian Kinzel und dann der Rauswurf von Coach Andreas Brysch – turbulent ging es beim TSV zu. Das galt auch auf dem Spielfeld. Negativer Höhepunkt waren die Tumulte nach der Partie gegen Gerolsbach. Dabei zeigte Pöttmes auch sportlich viel. 31 Punkte holte der TSV. Mit soliden Leistungen kämpfte sich die Elf nach den Fehlstart nach oben. Dorthin ging es lange auch für den BC Aichach. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr befanden sich die Paarstädter noch im Abstiegskampf. Jetzt überwintert der BC mit 25 Punkten auf Rang fünf. Wären da nicht die Leistungsschwankungen – einem 6:3 gegen Affing folgte ein 0:3 in Rinnenthal – könnte die Lage noch besser sein. Im grauen Mittelfeld befindet sich der SSV Alsmoos-Petersdorf. 23 Punkte bedeuten Platz acht. Die Spielweise ist oft spektakulär. Offensiv sind Simonovic und Co. mit 40 Treffern kaum zu halten. Dafür drückt bei 37 Gegentreffern hinten der Schuh bei der Elf von Trainer Frank Mazur. Im Abstiegskampf befindet sich der TSV Rehling. Das Team von Coach Sebastian Kalkbrenner startete gut, fiel dann aber ab. Mit 17 Punkten hat der TSV nur einem Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

Andreas Brysch ist nicht mehr Spielertrainer beim TSV Pöttmes.
Bild: Reinhold Rummel (Archiv)

Kreisklasse Aichach Die positiven Überraschungen sind der TSV Dasing und der TSV Inchenhofen. Dasing ist mit 37 Punkten der einzig ernst zunehmende Verfolger von Spitzenreiter Friedberg. Im vergangenen Jahr lief bei Leahad kaum was zusammen, unter dem neuen Spielertrainer Arthur Vogel steht der TSV auf Rang drei (29). Erneut eine sorgenfreie Saison verbringen die Vorjahresaufsteiger FC Gundelsdorf und DJK Gebenhofen auf Rang sechs und sieben – vor einem Jahr sah es ähnlich aus. Deutlich besser sieht es beim TSV Sielenbach aus. In der abgelaufenen Saison rettete man sich erst am letzten Spieltag vor dem Abstieg. Unter dem neuen Spielertrainer Lukas Meisetschläger beträgt der Vorsprung bereits acht Punkte. Im Abstiegskampf befindet sich erneut der FC Affing II. Die große Enttäuschung ist aber der TSV Kühbach. Der Absteiger steht mit dem neuen Trainer Volkan Cantürk nur knapp über dem Strich. Noch düsterer sieht es beim Schlusslicht WF Klingen aus. Mit fünf Punkten rangiert das Team von Neu-Coach Andreas Rappel am Tabellenende.

A-Klasse Aichach Eine Liga weiter unten spielt die SG Mauerbach eine durchwachsene Saison. Mit 23 Zählern beträgt der Rückstand auf die Aufstiegsplätze bereits 13 Punkte. Im Mittelfeld liegen der VfL Ecknach II (19) und der FC Laimering-Rieden (18). Akut in Abstiegsgefahr sind der TSV Schiltberg (mit zwölf Punkten auf Rang 13) und Türkspor Aichach. Das Schlusslicht kommt erst auf neun Zähler.

B-Klasse Aichach I + II In der B-Klasse I hat sich das Spitzentrio etwas abgesetzt. Als einziges Landkreis-Team überhaupt noch ungeschlagen ist der TSV Aindling II, mit 34 Punkten Tabellenführer. Es folgt der SV Obergriesbach (31), der mit der Verpflichtung von Sebastian Kinzel in der Rückrunde die Spitze angreifen will. Auf dem letzten Aufstiegsrang liegt Absteiger TSV Mühlhausen (28). Schon sechs Zähler Rückstand hat der FC Igenhausen. In der B-Klasse II darf sich der Tabellenzweite TSV Dasing II Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Der Vorsprung auf den Vierten Inchenhofen II beträgt sechs Punkte. Leahad hat einen Zähler Rückstand auf Platz drei.

Torjäger Dominik Dominik Müller vom BC Adelzhausen.
Bild: Rummel

Unsere Top-Elf der Hinrunde

Die Aichacher Nachrichten stellen ihre Top-Elf der Fußball-Hinrunde zusammen. Die Auswahl ist subjektiv. Es wurde versucht, möglichst viele Spieler unterschiedlicher Vereine aus dem nördlichen Landkreis mit einzubeziehen. Neben der Leistung spielte auch die Anzahl der Nominierungen für die FuPa-Elf der Woche eine Rolle. Auf dem Fußballportal unserer Zeitung können Fans jede Woche unter fupa.net/schwaben für die beste n Spieler abstimmen.

Tor


Michael Fottner (BC Adelzhausen) Der Höhenflug des BC Adelzhausen ist auch sein Verdienst. Der 24-Jährige steigerte sich in seiner ersten Saison als Nummer eins kontinuierlich und hielt mit seinen Glanzparaden einige Punkte für den BCA fest. Zwar sprechen 42 Gegentore nicht für den Keeper, doch ohne Fottner wäre es weit schlimmer. In den wichtigen Spielen war er zur Stelle - so einen Rückhalt braucht jedes Team - auch unsere Auswahl.

Abwehr

Benedikt Huber (VfL Ecknach) Ohne den 28-Jährigen würde der VfL vermutlich gar nicht so gut dastehen, wie er es aktuell tut. Der Innenverteidiger räumt hinten auf. Auch vorne ist er gefährlich. Bislang stehen zwei Tore und drei Vorlagen zu Buche.

Oliver Mühlberger (VfL Ecknach) Mit Huber bildet der 26-Jährige ein eingespieltes Duo. Die Trainer sind voll des Lobes. Nicht umsonst, denn mit 30 Gegentoren gehört der Aufsteiger defensiv zu den Top sechs.

Simon Reiner (SC Griesbeckerzell) Der 19-Jährige steht stellvertretend für den Höhenflug der Zeller. Erst 18 Gegentreffer ist ligaweit top. Lohn der Mühen für Reiner und Co. ist Platz eins in der Kreisliga Ost.

Mittelfeld

Tobias Jorsch (FC Affing) Der 27-Jährige ist beim Tabellenzweiten der Kreisliga Ost der Denker und Lenker im Mittelfeld. Und seit dem dritten Spieltag übernimmt der 27-Jährige auch als Spielertrainer Verantwortung. Mit sechs Treffern und vier Vorlagen ist er aber auch auf dem Platz ungemein wertvoll.

Ricardo Anzano (TSV Hollenbach) Auch wenn es bei der Elf vom Krebsbach in der Hinrunde nicht gut lief, auf den 23-Jährigen konnte man sich fast immer verlassen. Eine der wenigen Konstanten beim TSV. Mit acht Treffern bester Torschütze.

David Burghart (BC Aichach) Beim 6:3-Erfolg gegen Affing war der 21-Jährige der überragende Mann auf dem Platz. Allerdings brach er sich in dieser Partie den Mittelfuß und fällt seither aus. Das merkt man auch an den Ergebnissen des BCA. Unter anderem die Torgefährlichkeit des Mittelfeldspielers wird vermisst.

Serhat Örnek (VfL Ecknach) Auch eine Liga höher ist der 22-Jährige nicht zu stoppen. Antrittsschnell, trickreich und abschlussstark. Seine Standards sind gefürchtet. Er bringt alles mit. 15 Treffer und fünf Vorlagen sprechen eine deutliche Sprache.

Angriff

Martin Froncek (TSV Pöttmes) Groß war der Schock nach der Verletzung von Torjäger Sebastian Kinzel. Nach Kinzel fragt beim TSV mittlerweile (fast) keiner mehr, auch dank dem 26-Jährigen. Er füllte die Lücke und hat mit seinen 13 Treffern großen Anteil an der Spitzenposition des TSV. Seine Stärke ist die Chancenverwertung.

Stefan Simonovic (SSV Alsmoos-Petersdorf) Er weiß, wo das Tor steht. Auch in dieser Spielzeit führt der 28-Jährige die Torschützenliste der Kreisliga Ost an. In 14 Spielen gelangen dem Serben 16 Treffer. Technisch ist Simonovic eine Augenweide - er darf in unserem Team nicht fehlen.

Dominik Müller (BC Adelzhausen) In Sachen Tore kann es keiner mit Dominik Müller aufnehmen. Die Lebensversicherung vom Römerweg hat bis zur Winterpause sage und schreibe 27 Tore erzielt. Wenn er so weitermacht, bricht er alle Bezirksliga-Rekorde - Gerd Müller lässt grüßen. Dabei legte das Eigengewächs weitere neun Treffer auf.

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