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Fussball

09.05.2015

Alles dreht sich um ein Pünktchen

Daniel Walter und Dominik Mayrock (von links) vom TSV Dinkelscherben wollen es dem TSV Meitingen schwer machen, den letzten noch fehlenden Punkt zur Meisterschaft einzufahren. 
Bild: Bild: Oliver Reiser

TSV Meitingen will Meister werden, TSV Dinkelscherben den Klassenhalt zementieren.

Alles dreht sich um ein einziges Pünktchen. Den TSV Meitingen trennt diese Winzigkeit vom lang ersehnten Meistertitel in der Fußball-Bezirksliga Nord. Beim TSV Dinkelscherben könnte man mit einem Remis wohl den vorzeitigen Klassenerhalt schaffen, da sich Wemding und Ehekirchen im Abstiegskampf zum Direktduell treffen. Dass sich das Landkreisderby der beiden Rivalen am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) aber zu einem Nichtangriffspakt a la Cordoba entwickelt, daran glauben beide Trainer keinesfalls.

Meitingen spielt eine überragende Runde und wird verdient aufsteigen“, zollt Michael Finkel, der Trainer des TSV Dinkelscherben, der Dabestani-Truppe zwar höchsten Respekt, doch er betont: „In den letzten Wochen hatten sie ein paar Probleme gegen Vereine aus unserer Tabellenregion. Wir wollen mit einer disziplinierten Leistung und vielleicht auch mit etwas Glück für eine Überraschung sorgen“.

Mehrere Steine sind den Lila-Weißen beim 5:2-Auswärtssieg in Donauwörth vom Herzen gefallen. Ein weiteres Jahr Bezirksliga ist somit zum Greifen nah. Kurios: Auch in der vergangenen Saison gelang der Finkel-Elf am drittletzten Spieltag der Klassenerhalt – beim 3:2 Heimsieg gegen die Meitinger. Auch morgen hofft der leitende Coach des TSV Dinkelscherben, der mit einigen mitreisenden Anhänger aus Meitingen rechnet, auf ein „tolles Spiel“.

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Personell müssen die Lila-Weißen wohl einen weiteren Abgang verkraften: Nach Thomas Kubina (SC Ichenhausen) und Christian Wink (TSV Neusäß) verlässt auch Simon Geldhauser nach fast zehn Jahren den Verein. Der 35-Jährige ist als Co-Trainer beim Kreisliga-Absteiger TSV Ustersbach, wo in der kommenden Saison mit Stefan Kauer ein weiterer langjähriger Dinkelscherbener die Kommandos geben soll, im Gespräch.

„Keiner wird uns mit einem Blumenstrauß empfangen“, sagt Ali Dabestani. Beim Trainer des TSV Meitingen war die Enttäuschung über das 2:2 gegen Ehekirchen schon am Sonntagabend wieder verraucht. „Obwohl es geschmerzt hat, dass wir uns vor eigenem Publikum nicht die Krone aufsetzen konnten, bin ich stolz auf meine Mannschaft. Sie hat nach dem 0:2-Rückstand Charakter gezeigt, und ist in der 94. Minute mit dem 2:2 belohnt worden.“ Man dürfe nun nicht alles schlecht reden, weil so ein bisschen die Luft raus sei, man sich in einem kleinen Loch befinde. „Viele würden gerne mit unserer Situation tauschen“, meint Dabestani. In der Tat: Der TSV Meitingen ist nach 27 Spielen noch immer ungeschlagen, hat in diesen 27 Spielen lediglich 17 Gegentreffer – davon zwei Eigentore – kassiert.

Trotzdem betont der Coach immer wieder: „In dieser ausgeglichen Liga können wir nicht nur 95 Prozent geben. Wir haben uns den Erfolg schließlich nicht mit teuren Neuzugängen erkauft, sondern mit unseren eigenen Mitteln geschaffen. Und wir sind noch nicht durch.“ Deshalb müsse man sich wieder auf Fußball konzentrieren. gerade in Dinkelscherben. „Das waren schon immer schwere Spiele. Da müssen wir diszipliniert auftreten.“ Dann könnte es zumindest mit dem einen Pünktchen klappen, um das sich derzeit für beide Mannschaft alles dreht.

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