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Gersthofen/Langweid/Meitingen

28.10.2019

Bahn: Tunnelarbeiten an Linie Augsburg-Donauwörth verzögern sich

In Gersthofen liegen die Bauarbeiten weitgehend im Zeitplan, die Schächte für die künftigen Aufzüge zum Bahnsteig ragen bereits in die Höhe.
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In Gersthofen liegen die Bauarbeiten weitgehend im Zeitplan, die Schächte für die künftigen Aufzüge zum Bahnsteig ragen bereits in die Höhe.
Bild: Marcus Merk

Die Fertigstellung der Tunnel an der Linie Augsburg-Donauwörth verzögern sich. Was die Gründe dafür sind und wie lange Anlieger noch mit Baustellen leben müssen.

Ende Juni wurden innerhalb von fünf Tagen in Gersthofen, Langweid und Meitingen drei Tunnel unter die Bahnlinie geschoben. Die Züge fuhren schnell wieder, die Arbeiten gehen seither weiter – allerdings in unterschiedlichem Tempo.

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Für Fußgänger hat sich in Gersthofen in den vergangenen Monaten an der Baustelle rund um die Bahngleise äußerlich viel getan. Die Aufzugsschächte am Ost- wie auch Westteil ragen bereits empor, die Treppenanlage zu den Gleisen wird aktuell gebaut und auch beim kleinen Wäldchen auf der Ostseite des Gersthofer Bahnhofsgeländes bis hin zur Tankstelle am Hery-Park mussten inzwischen 80 Bäume weichen. An dieser Stelle folgt ein neuer Kreisverkehr auf Höhe Beethovenstraße. Zum Ausgleich sollen auf dem Bahnhofsgelände nach Aussage der Stadt rund 100 neue Bäume gepflanzt werden.

Bahnhof Gersthofen: 2020 beginnt der nächste Bauabschnitt

Bis Ende des Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Ab Frühjahr 2020 beginnt dann der nächste große Bauabschnitt: „Der Bahndamm wird verlängert“, erklärt Pressesprecherin Ann-Christin Joder auf Nachfrage. Aufgrund des gewachsenen Areals müssten Stützwände eingebaut werden. Aktuell laufen die Ausschreibungen für die Bauarbeiten. Der Zeitplan, bis Ende 2020 die größten Arbeiten abschließen zu können, sei nach jetzigem Stand trotz kleinerer Verzögerungen einzuhalten.

Bahn: Tunnelarbeiten an Linie Augsburg-Donauwörth verzögern sich

Anders sieht es in Langweid aus. Wie Bauamtsleiter Josef Stuhler erklärt, verzögern sich die Arbeiten. Rund ein viertel Jahr länger müssen Autofahrer noch mit Störungen rechnen. In Langweid wurde nicht nur die Brücke erneuert, sondern auf zwei Fahrspuren erweitert und mit einem Fuß- und Radweg sicherer gemacht. Die verzögerten Bahnarbeiten verschieben wiederum auch die geplanten Arbeiten an der Schmuttertalstraße nach hinten, die eigentlich bereits im Herbst hätten beginnen sollen. Stuhler rechnet mit einem Baubeginn ab März kommenden Jahres. „Bis Sommer ist die Straße dann noch gesperrt“, ergänzt der Bauamtsleiter. So lange werde der Verkehr noch über Biberbach, Eisenbrechtshofen und Achsheim umgeleitet. Seit wenigen Wochen sei zumindest weitgehend der Schallschutz an den Gleisen wiederhergestellt, fasst Stuhler zusammen. Momentan werde an der Böschung gearbeitet sowie zum Schutz gegen Wasser unter der Straße eine Wanne in den Boden eingelassen.

So läuft es an der Bahnstrecke in Meitingen

Auch in Meitingen ist die knapp 32 Meter lange Bahnunterführung, die als Ost-West-Verbindung unter den Gleisen dient, noch mit grauen Planen verhangen. Eigentlich sollten die Arbeiten laut Bürgermeister Michael Higl seit Ende Juli beendet sein. Trotz wiederholter Anfrage in der Gemeinde war niemand zu einer Aussage zum aktuellen Stand der Arbeiten bereit.

Von Seiten der Bahn heißt es wiederum: „Die für die Tunnelarbeiten rückgebauten Lärmschutzwände werden erst wieder eingebaut, wenn die Marktgemeinde die Arbeiten an der Unterführung abgeschlossen hat.“ 

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