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Landkreis Augsburg

11.11.2019

Die Einbrüche im Augsburger Land häufen sich

Gekippte Fenster machen es Einbrechern leicht, in eine Wohnung einzudringen. 
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

In der frühen Dämmerung schlagen Einbrecher wieder vermehrt zu. Die Polizei gibt Tipps zum Schutz und kennt die größten Schwachstellen im Haus.

Die Fenster sind eine Schwachstelle an vielen Häusern: In den vergangenen Tagen häufen sich die Einbrüche. Die Täter nutzen häufig die früh einsetzende Dämmerung und die kürzer werdende Tage, um unbemerkt Fenster aufzuhebeln. Die Polizei hat wertvolle Tipps, um sich vor solchen unerwünschten Gästen zu schützen.

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Besonders in Diedorf wurde in letzter Zeit eingebrochen. Bislang unbekannte Täter sind in Fuchsberg in ein frei stehendes Einfamilienhaus eingestiegen. Die Täter drangen laut Polizei über das aufgehebelte Kellerfenster ein und durchwühlten sämtliche Schränke im Haus.

Auch in einem Mehrfamilienhaus zugeschlagen

Einbrecher haben auch in einem Mehrfamilienhaus in der Grubbühlstraße zugeschlagen. Sie verschafften sich durch das Terrassenfenster Zutritt zur Wohnung. Ein Einbruch wird auch aus Aystetten gemeldet: Ein Unbekannter brach ein Fenster einer Doppelhaushälfte auf, stieg ein und durchsuchte das Haus. Glück hatten die Bewohner eines Einfamilienhaus in Anhausen in der Mühlenstraße. Die Täter versuchten ein Fenster aufzuhebeln, scheiterten jedoch.

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Die Mehrzahl aller Einbrüche wird nicht von „Profis“ verübt, sondern von Gelegenheitstätern, die zum Beispiel versuchen, mit einfachen Hebelwerkzeugen Fenster und Türen aufzubrechen, weiß Polizeisprecher Siegfried Hartmann. Doch schon einfache Maßnahmen könnten helfen, sich vor Dämmerungseinbrüchen zu schützen. Eingebrochen werde meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- bzw. Fenstertüren.

Die Polizei gibt folgende Tipps:

  • Abschließen Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab.
  • Nicht kippen Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
  • Schlüssel Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck.
  • Verlust Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
  • Augen auf Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück.
  • Verdächtiges Informieren Sie bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei.
  • Internet Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit, wie z.B. in sozialen Netzwerken oder auf Ihrem Anrufbeantworter.

Zusätzlich empfiehlt die Polizei eine mechanische Sicherung aller Fenster und Türen, damit ungebetene Gäste erst gar nicht hineinkommen. Ergänzende Sicherheit biete zum Beispiel eine Einbruch- und Überfall-Meldeanlage. Damit werden Einbruchsversuche automatisch gemeldet und man kann den Alarm bei Gefahr auch selbst auslösen.

Auf Einbruchsschutz aus einem Guss achten

Was kann man speziell tun, um Fenster und Türen sicherer zu machen? Bei Neu- und Umbauten erhält man durch den Einbau geprüfter und zertifizierter einbruchhemmender Türen und Fenster einen guten Schutz. Hier sei sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion (Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag) keinen Schwachpunkt gibt, so der Polizeisprecher. Wer gerade umbaut oder renoviert, sollte auf einen Einbruchschutz aus einem Guss achten. Denn in der Regel sei es günstiger, die geeignete Sicherungstechnik sofort einzubauen, als später unter Umständen aufwändig nachzurüsten.

Fenster und Türen können jedoch auch nachgerüstet werden. Die Polizei empfiehlt den Einbau von Nachrüstsystemen gem. DIN 18104 Teil 1 und 2. Kommen geprüfte Türen nicht in Frage, ist laut Polizei eine deutliche Verbesserung des Schutzes immer noch möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um eine widerstandsfähige Grundkonstruktion handelt.

Der Gang zum Fachmann lohnt sich

Hartmann betont, dass die Nachrüstung für Türblätter, Türrahmen, Türbänder, Türschlösser, Beschläge, Schließbleche und auch Zusatzsicherungen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden müssen. Der Gang zum Fachmann bei solchen Umbauten lohne sich. Die polizeilichen Beratungsstellen bieten „Adressennachweise von Errichterunternehmen für mechanische Sicherungseinrichtungen“ an. Dabei handelt es sich um Listen, in denen Fachfirmen genannt sind, die sich verpflichtet haben, Sicherungstechnik entsprechend der polizeilichen Empfehlung nachzurüsten.

Wo wurde in der Region am häufigsten eingebrochen? Hier geht es zum Einbruchsradar

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