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Landkreis Augsburg

09.09.2019

Die Lechtaler zeigen, wer Herr im Augsburger Land ist

Nachdem Alex Schmid verletzt ausschied, musste Kevin Abold beim SC Altenmünster zwischen die Pfosten. Die Niederlage in Meitingen konnte er nicht verhindern.
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Nachdem Alex Schmid verletzt ausschied, musste Kevin Abold beim SC Altenmünster zwischen die Pfosten. Die Niederlage in Meitingen konnte er nicht verhindern.
Bild: Karin Tautz

Plus Fußball-Nachlese: TSV Zusmarshausen und FC Horgau trennen sich 1:1. Warum beim SC Altenmünster Dominik Osterhoff aus einem guten Grund fehlte.

So schnell wie möglich 40 Zähler auf dem Konto haben - dieses Ziel hatte der TSV Meitingen vor dem Saisonstart ausgegeben. Wenn alles so perfekt läuft wie beim ungefährdeten 3:0-Erfolg im Derby gegen den SC Altenmünster, dann könnten die Lechtaler womöglich schon zu Beginn der Adventszeit einen Haken unter dieses Vorhaben setzen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit ließen die Lechtaler keine Zweifel aufkommen, wer Herr im Hause ist. Gerade einmal 17 Sekunden waren im zweiten Abschnitt gespielt, als Alexander Heider mit dem 1:0 die Weichen auf Sieg stellte.

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Dass die Gäste aus dem Zusamtal die schwächste Saisonleistung zeigten, kam nicht von ungefähr. Mit Spielertrainer Peter Ferme, Mario Kalkbrenner und Nico Schuster befanden sich in der vergangenen Woche drei Spieler in Urlaub, von denen zwei erst wenige Stunden vor dem Anpfiff zurückkehrten und sich schwer taten, sofort wieder den notwendigen Rhythmus zu finden. Ferner vielen mit Patrick Pecher (Grippe) und Dominik Osterhoff, der sich einer Blutplasmaspende unterzog, um einem schwer erkrankten Menschen zu helfen, zwei wichtige Offensivakteure aus. Und als nach einer knapp einer halben Stunde auch noch Torwart Alexander Schmid verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, spielte dies Meitingen noch mehr in die Karten.

Die Laune von Trainer Marco Löring war bestens

Mit 16 Punkten steht der TSV Meitingen in der Bezirksliga Nord auf Platz zwei. Noch einen Punkt mehr hat der SV Cosmos Aystetten eingefahren, der sich damit in der Bezirksliga Süd aber Rang zwei mit Türkgücü Königsbrunn teilen muss. Zuletzt gab es mit 4:3 gegen die TG Viktoria Augsburg den dritten Sieg in Folge. So war die Laune von Trainer Marco Löring, der sich zum Geburtstag und zur Einschulung seines Sohnes zwei Tage Urlaub gönnte, natürlich bestens. Wir haben 90 Minuten richtig guten Fußball gespielt. So stellt man sich das vor.“ In der Tat: Auch ohne Maximilian Drechsler, Maximilian Heckel, Dean Mijailovic, Dino Tuksar und Valentin Coca, der am gestrigen Montag an der Achillessehne operiert wurde, ließen die Cosmonauten das Leder in den eigenen Reihen zirkulieren. Das einzige, was Löring den Seinen ankreidet: „Im Abschluss waren wir nicht klar genug und zu verspielt. Das Spiel hätte schon früher entschieden sein können, wenn wir unsere Chancen genutzt hätten.“ Die beiden Gegentreffer in der Schlussminute will Löring nicht überbewerten: „Einmal haben wir gepennt, beim 4:3 ist ein Sonntagsschuss im Winkel eingeschlagen. Das war ein kleiner Schuss vor den Bug.“

Die Lechtaler zeigen, wer Herr im Augsburger Land ist

Einen großen Schuss vor den Bug hat der TSV Neusäß bei der 0:2-Heimniederlage im Kellerduell gegen den Tabellennachbarn VfL Kaufering abbekommen. „Der letzte Biss hat gefehlt. Das ist traurig. Vielleicht ist dem einen oder anderen noch nicht bewusst, wo wir stehen“, bemängelte Sportlicher Leiter Günther Hausmann die Einstellung der Mannschaft. Vor allem beim 0:1. „Wieder ein Standard, der nicht energisch genug verteidigt wurde.“

Trainer Charly Pecher kann wieder ins Geschehen einsteigen

Die Hoffnungen ruhen nun auf Trainer Charly Pecher, der diese Woche wieder ins Geschehen einsteigen kann und die Mannschaft auf Kurs bringen soll. „Eine der dringlichsten Aufgaben wird sein, allen Spielern klar zu machen, was Abstiegskampf erfordert“, so Hausmann. Pechers Stellvertreter Frank Lehrmann, der zu allem Überfluss wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah, zollt er Dank: „Frank hat das sehr gut gemacht.“ Nach dem Totopokal-Viertelfinale am Mittwoch beim TSV Täfertingen wird am Freitagabend das Tabellenschlusslicht SV Stöttwang beim TSV Neusäß erwartet. „Jetzt müssen Taten folgen! Wir dürfen uns nicht mehr verstecken und auf die Hoffnung verlassen“, appelliert Hausmann vor diesem absoluten Kellerduell.

Das Spitzenspiel der Kreisliga Augsburg endete zwischen dem TSV Zusmarshausen und dem FC Horgau, in dem laut Horgaus Trainer Franz Stroh zwei verschiedenen Philosophien aufeinandertrafen, weil man in Horgau auf eigene Nachwuchskräfte setzt und sich in Zusmarshausen extern verstärkt, 1:1-Unentschieden. Ein besonderes Spiel war es für Felix Häberl. Nachdem der TSV Zusmarshausen den ehemaligen Junioren-Nationalspieler Raif Husic verpflichtet hatte und sich beim FC Horgau der etatmäßige Torwart schwer verletzt hat, ist er im August noch sehr kurzfristig zum Lokalrivalen gewechselt.

Mit dem bisherigen Verlauf der Saison ist man beim TSV Zusmarshausen sehr zufrieden. „Nach der verkorksten Runde vom letzten Jahr ist es unser erstes Ziel, mit den Abstiegsplätzen nichts zu tun zu haben und eine ruhigere Saison zu spielen“, so Abteilungsleiter Helmut Wiedemann. „Und eines lässt sich nach vier Spieltagen schon feststellen: die Kreisliga Augsburg scheint wieder sehr interessant zu werden.“

Sportheim macht bereits Rekordumsätze

In der A-Klasse Augsburg Nordwest wird derzeit kräftig durchgeschüttelt. So sucht man nach vier Spieltagen vergeblich nach Favoriten wie SC Biberbach oder TSV Herbertshofen ganz oben in der Tabelle. Nein, aktuell nimmt den „Platz an der Sonne“ Aufsteiger SV Wörleschwang ein – und das mit fünf Zählern Vorsprung. „Wir glauben es selbst noch gar nicht, dass wir da oben stehen“, stellt SVW-Abteilungsleiter Kevin Weinl etwas verwundert fest. Bekanntlich wurde nach der letzten Saison die Spielgemeinschaft mit Zusmarshausen aufgelöst. Dazu Weinl: „Das hat sich von allein ergeben, da fast kein Spieleraustausch mit Zusmarshausen mehr stattfand.“ Die Stärke der aktuellen Mannschaft sieht er im großen Zusammenhalt – und das betrifft nicht nur die Spiele. Unter den Kickern hat sich ein Greenkeeper-Team gebildet. „Wir sind fast jeden Tag auf dem Platz, weil es immer etwas zu tun gibt. Im Sportheim machen wir deswegen schon Rekordumsätze“, sagt Weinl schmunzelnd.

Und eine Personalie spielt für den Aufschwung auch eine Rolle. Für Özkan Karaman wurde Florian Späth als Spielertrainer verpflichtet. Und der entfachte das Feuer im Team, wie es Weinl ausdrückt. Dass Späth im Kasten der Wörleschwanger ein großer Rückhalt ist, bewies er mit dem gehaltenen Elfmeter beim Spiel am Sonntag beim SV Achsheim. „Das war vielleicht spielentscheidend für uns“, meinte Kevin Weinl, der am Ende einen 5:0-Erfolg feiern konnte. (mit her und dirg)

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