Newsticker

Fast ganz Österreich und große Teile Italiens sind nun Corona-Risikogebiete
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Mehr Dächer für abgestellte Drahtesel

Bahnhof

06.02.2015

Mehr Dächer für abgestellte Drahtesel

Wenn Pendler Heiko Stratschek aus Meitingen am Gersthofer Bahnhof sein Fahrrad abstellen möchte, kann er dies nur umständlich an einem solchen vor sich hin rostenden Ständer. Das soll sich künftig ändern.
Bild: Marcus Merk

Gersthofen will bei Umbau neue Ständer und absperrbare Boxen. Zugang für Behinderte ist verbessert

Wenn Pendler Heiko Stratschek aus Meitingen am Gersthofer Bahnhof sein Fahrrad abstellen möchte, hat er einige Mühe: Die wenigen Fahrradständer im Umfeld des vergammelten Gebäudes aus dem Jahr 1848 sind ebenfalls alt, rosten vor sich hin und bieten wenig Schutz vor Regen und anderer Wetterunbill. Das soll sich ändern.

Einstimmig sprachen sich die Stadträte im Gersthofer Planungsausschuss dafür aus, dass, wie von der Fraktion W.I.R. beantragt, bei den derzeit laufenden Planungen zur Umgestaltung und Verbesserung des Areals an der Bahnlinie Augsburg Donauwörth überdachte Fahrradständer aufgestellt werden. Gedacht wurde dabei an etwa 50 bis 100.

Ergänzt werden sollen diese durch circa zehn abschließbare Radboxen, in denen wertvolle Fahrräder sicher untergebracht werden können. Wie viele von beiden Modellen jeweils aufgestellt werden sollen, soll sich zeigen, wenn die Planungen für das Bahnhofsareal weiter sind und feststeht, wie viel Platz künftig vorhanden ist, modifizierte der Ausschuss den Antrag in seinem Beschluss.

Ab welchem Wert ist ein Drahtesel teuer?

Außerdem soll dann auch noch geklärt werden, wie die Nutzung der absperrbaren Fahrradboxen organisiert werden soll. „Dass man nur einen Euro Pfand einwirft, ist für uns undenkbar“, sagte Klaus Greiner (SPD). „Durch die Nutzung der Boxen sollten sich für die Stadt auch entsprechende Mehreinnahmen ergeben“, forderte er. Darüber, ab wann es sich um ein „teures“ oder „wertvolles“ Rad handelt, waren sich die Ausschussmitglieder ebenfalls im Unklaren.

Die Ausschussmitglieder erweiterten im Vergleich zum W.I.R.-Antrag allerdings den Planungsauftrag an die Stadtverwaltung. So sollen gegebenenfalls auch Möglichkeiten geschaffen werden, E-Bikes während der Abstellzeit am Gersthofer Bahnhof wieder aufzuladen.

Bereits jetzt am Bahnhof realisiert worden ist eine Verbesserung: Immer wieder wurde bei den monatlichen Bürgersprechstunden des Gersthofer Seniorenbeirats der Wunsch laut, dass der westliche Zugang zum Gersthofer Bahnhof, der bisher nur über Treppen oder einen nur teilweise gekiesten Weg erreichbar war, behindertengerecht verbessert werden sollte. Auf Antrag des Seniorenbeirats wurde nun ein Teerbelag vom Parkplatz bis zum westlichen Bahnsteig verlegt, sodass auch Rollstuhlfahrer ab sofort unbehindert vom Parkplatz zum Bahnsteig gelangen können.

Für die neuen Pläne für das bisher unansehnliche Areal des Zughalts zog der eigens ins Leben gerufene Arbeitskreis „Bahnhofsgestaltung“ zu seinen Beratungen einen Rollstuhlfahrer hinzu, um optimale Lösungen auch für Menschen mit Handicap zu finden.

Aufzüge sollen barrierefreies Erreichen der Züge ermöglichen

Wie berichtet, sollen unter anderem Aufzüge ein barrierefreies Erreichen der Züge auf beiden Seiten der Gleise ermöglichen. Sollte mal einer davon nicht funktionieren, gibt’s als „Standby“-Alternative eine Rampe. Dann müssen Rollstuhlfahrer und beispielsweise auch Eltern mit Kinderwagen allerdings etwas weitere Wege in Kauf nehmen, um auf die jeweils andere Seite der Bahnlinie zu kommen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren