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Landkreis Augsburg

21.10.2019

Neusäß zeigt die aktuellen Trends für die Hochzeit

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3 Bilder
Verena Kaminski und Tobi Herz wollen im Sommer nächsten Jahres heiraten, deshalb schaute sich das Paar aus Pfersee auf der Hochzeitsmesse in Neusäß um.
Bild: Marcus Merk

Plus Ringe aus Carbon, Harfenmusik oder goldene Deko – bei der Hochzeitsmesse in Neusäß finden zukünftige Brautpaare viele Anregungen. Warum kaum einer Frau ein reinweißes Kleid steht und die Frisur nicht streng wirken soll

Die Ringe in Weißgold, die Feier in einer Tenne in Hurlach: Tobi Herz und Verena Kaminski haben schon einige Punkte auf der To-do-Liste für ihre Hochzeit abgehackt. Doch da ist die Sache mit der Band. Die bereitet dem Paar aus Pfersee Kopfzerbrechen. „Einige Gruppen, die wir wollten, sind ausgebucht“, erklärt die 25-jährige Verena Kaminski. Nun sind die Beiden auf der Hochzeitsmesse in der Stadthalle Neusäß unterwegs, um sich nach Alternativen umzuschauen.

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Dort gab es am Wochenende viele Anregungen für den „schönsten Tag“ im Leben – angefangen vom Brautkleid, über Frisuren, Deko bis hin zu den neuen Trends wie beispielsweise einer Fotobox, mit der die Gäste selbst witzige Fotos machen können. Wir haben an einigen Ständen nachgefragt, was derzeit angesagt ist.

  • Brautkleider Verena Kaminski, die im März den Hochzeitsantrag von ihrem Freund bekommen hat, will ihr Kleid in einigen Wochen gemeinsam mit ihren zwei Schwestern, der Mutter und der Schwiegermutter aussuchen. Auf der Messe in Neusäß holte sie sich Anregungen. Vertreten war dort beispielsweise das Brautmodehaus „Ganz in Weiß“ aus Kaufering. Stephanie Kandzia beriet die Interessenten. Sie hat den Überblick, was derzeit das Herz der Bräute höherschlagen lässt und erklärte: „Angesagt sind fließende Stoffe, Blütenmuster und aufwendige Schleppen mit Spitze und Pailletten.“ Auch der Prinzessinnen-Look sei immer wieder gefragt. Wer eine schönes Kleid will, findet laut Kandzia in der Preisklasse von 1500 bis 2000 Euro eine breite Auswahl. Wer das Besondere liebt, kann bis zu 13.000 Euro hinblättern.
  • Frisur Locker soll sie sitzen – die Frisur der Braut. Melanie Winkler von Hairdesign in Rehling erklärte, dass strenge Dutts aus der Mode gekommen sind. Die Hochsteckfrisuren sollen aussehen wie selbst gemacht, auch wenn dafür Haarteile verwendet werden, um das Volumen zu vergrößern. Der letzte Schrei seien laut Winkler frische Blumen im Haar, wie Schleierkraut oder Lisianthus.
  • Ring Gold steht bei Eheringen noch immer hoch Kurs. Laut Josefa Haschek von der Goldschmiede in Neusäß ist besonders Weißgold beliebt. Es lässt sich auch ein neuer Trend ausmachen. „Das sind Ringe mit eingearbeitetem Muster“, erklärte sie auf der Messe. Daneben gibt es auch noch die Carbon-Ringe in schwarz, die oft mit Gold kombiniert werden, oder die Damastringe. Deren Material kennt man von den entsprechenden Messern. Doch eines bleibe immer gleich. „Die Frauen wollen blink, blink“, weiß Haschek und spielt damit auf die Brillanten an. Für viele Frauen könne es gar nicht genug funkeln. Ein wichtiges Detail sei auch die Gravur im Inneren des Rings. Dabei würden schon mal Kosewörter wie „Hasi“ oder ganze Sprüche verewigt.
  • Dekor Der Trend für 2020 ist gesetzt. Es muss Gold sein. Das erklärte gestern Carina Kratzer, die Inhaberin von „PassiFlora“ aus Buttenwiesen in Hinblick auf Deko und Blumenschmuck. Auch Pastelltöne seien wieder gefragt. Laut Kratzer gehe es um einen natürlichen Stil, der elegant ausfallen darf. Ein Dauerbrenner bleibt bei Hochzeiten die Rose, auch wenn es mittlerweile eher die englischen sind. Im Sommer stünden auch Hortensie und Pfingstrosen hoch im Kurs. Stark im Kommen seien auch Kopfkränze für die Braut, entweder aus Grün oder mit Blumen. Laut Kratzer ist Hochzeitsdeko fast für jedes Budget machbar. Wer es besonders üppig mag, könne schon mal 5000 Euro hinlegen.
  • Musik Das „Ave Maria“ und „Halleluja“ seien bei kirchlichen Hochzeiten nach wie vor beliebt. Das sagt Victoria Kunze aus Donauwörth. Sie vertont auch mal Texte des Bräutigams und schafft so ein ganz persönliches Lied für die Hochzeit. Die Harfenistin und Sopranistin hat schon bei verschiedensten Hochzeiten mitgewirkt und war dafür eigens in einer kleinen Kapelle in Venedig, auf einem Berg oder am Sandstrand. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr die Trauung eines taubstummen Paares. Sie sagt: „Da bin ich ganz nah an das Paar gerückt, damit es die Schwingungen der Musik spüren kann.“
  • Fotografie Die Hochzeiten werden individueller. Diesen Eindruck hat Luisa Hagen von „Luisa Possi Fotografie“. Sie fotografiert seit Jahren Brautpaare. So kann sie sich gut an eine Hochzeitsgesellschaft erinnern, die nach der Trauung mit einer historischen Tram in einen Rock’n’Roll-Stadl fuhr. Dort machte sie dann unter anderem auch Fotos mit dem Paar am Billardtisch.
  • Fotobox Dicht umringt war bei der Hochzeitsmesse auch ein Stand mit einer Fotobox, mit der die Gäste selbst Fotos von sich machen können. Bekannt ist diese Funktion von Passbildautomaten an Bahnhöfen oder Kaufhäusern.

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar: Das Wichtigste ist das Fundament der Beziehung

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