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Kommunalwahl

25.11.2019

ÖDP mit 40 Prozent Frauen

ÖDP mit 40 Prozent Frauen
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Die Kreisvorsitzende Gabi Olbrich-Krakowitzer ist auf Platz eins der Liste für den Kreistag. Was die Partei fordert

Erfreut zeigte sich die ÖDP-Kreisvorsitzende Gabi Olbrich-Krakowitzer über die hohe Teilnehmerzahl bei der Nominierungsversammlung zur Aufstellung der Kreistagsliste. Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt. Angeführt wird die Liste von Gabi Olbrich-Krakowitzer, die bereits seit 2008 Mitglied des Kreistages ist.

Auf Listenplatz 2 tritt Josef Keplinger aus Bobingen an und Listenplatz 3 belegt Bernhard Streit, der Vorsitzende des neuen Ortsverbandes in Dinkelscherben. „Wir treten mit einer Liste an, die nicht nur viele jüngere Kandidaten aufweist, sondern auch das Spektrum der Gesellschaft widerspiegelt. Der Frauenanteil liegt bei erfreulichen 40 Prozent“, so Olbrich-Krakowitzer.

Eine der dringendsten Aufgaben des Landkreises ist nach Ansicht der ÖDP, den ÖPNV in der Fläche zu stärken. Hierzu müssten nicht nur schnellstmöglich die Fehler der Tarifreform korrigiert werden, sondern es seien auch wesentlich bessere Verbindungen nötig. Schon lange fordert die Partei, dass es kein Gewerbegebiet ohne ÖPNV-Anschluss geben dürfe. „Auch die Reaktivierung der Staudenbahn ist für uns ein wichtiger Baustein zur Entlastung der Straße und einer besseren Anbindung der Stauden an die Stadt“, so Olbrich-Krakowitzer.

Die ÖDP sieht den Landkreis zudem in der Pflicht, den Flächenverbrauch einzudämmen. Der Landkreis liege in Bayern im Spitzenfeld der Kommunen mit dem höchsten Flächenverbrauch. Olbrich-Krakowitzer: „Das muss uns alarmieren. Wir wollen hier eine interkommunale Zusammenarbeit, um festzulegen, wie sich der Landkreis in Zukunft entwickeln soll. Dies sollte auch das Thema Wohnungsbau mit einschließen, denn neben den Gewerbeflächen und Verkehrsflächen verschlingen auch Neubaugebiete immer mehr Fläche.“ Auch gelte es, die Ökomodellregion mit Leben zu erfüllen, und die hier ansässigen Landwirte über regionale Vermarktungsstrukturen zu fördern. Es dürfe nicht sein, dass im Landratsamt Kaffeeautomaten mit Milch aus der tschechischen Republik befüllt werden. Hier müsse Milch gekauft werden, die nicht nur mindestens aus Bayern kommt, sondern auch von einer Molkerei, die den Landwirten einen fairen Milchpreis bezahlt. Kommunale Einrichtungen müssten verpflichtet werden, die Lebensmittel für ihre Kantinen aus der Region zu beziehen. Dies betreffe auch die Wertachkliniken. (AL)

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