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Meitingen

19.05.2018

Als Spieler und Trainer erfolgreich

Als Spieler und Trainer erfolgreich: Fabian Wolf vom TSV Meitingen (rechts)  führte die Frauen der SG Biberbach/Erlingen in die Bezirksoberliga.
Bild: Karin Tautz

Fabian Wolf vom TSV Meitingen ist mit den Frauen der SG Biberbach/Erlingen Meister geworden. Welches Trikot er von seinen Mädels immer geschenkt bekommt

Am 5. März 2011 hatte Fabian Wolf unter Trainer Ivan Konjevic seinen ersten Einsatz in der ersten Mannschaft des TSV Meitingen. Seitdem hat der aus der eigenen Jugend hervorgegangene Flügelflitzer, der die linke Außenbahn bearbeitet, nur selten gefehlt, den Aufstieg von der Bezirksliga in die Landesliga maßgeblich mitgeprägt. Inzwischen hat der inzwischen 26-jährige Kicker mit Leib und Seele eine weitere Leidenschaft entdeckt: Als Trainer der Fußball-Frauen der SG Biberbach/Erlingen konnte er zuletzt die Meisterschaft in der Bezirksliga Nord und den Aufstieg in die Bezirksoberliga feiern. Deshalb fällt die erste Frage in der AL-Elferkette diesmal aus der Reihe:

Männer- oder Frauenfußball?

Diese Frage kommt, weil ich als Trainer der Frauen der SG Biberbach/Erlingen gerade Meister geworden bin (lacht). Das hätte aber auch jeder andere Trainer erreicht, denn diese Truppe ist wirklich stark besetzt. Auch meine Freundin und meine Schwester spielen in diesem Team mit. Wir haben da vorher schon drüber gesprochen, dass es vielleicht Probleme in der Beziehung geben könnte. Aber ich habe mir das schlimmer vorgestellt. Sie führen meine Anweisungen schon aus. Anders kann man gegen Topteams wie Anhausen im Pokal nicht gewinnen. Aber die Bewährungsproben in der Bezirksoberliga kommen bestimmt noch. Zum Unterschied: Bei den Männern wird schneller und körperbetonter gespielt. Die Frauen gehen schon auch zur Sache, bleiben aber nicht bei jeder Aktion liegen und spielen den „sterbenden Schwan“. Da könnten sich die Männer vielleicht etwas abschneiden.

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Bunte oder schwarze Schuhe?

Definitiv bunt! Schon immer! Aktuell pink-rot-weiß. Schwarz-weiß ist ja mein Trikot, das ich auch schon immer trage. Lediglich in der Jugend war ich mal zwei Jahre beim FC Königsbrunn in der Bayernliga.

Ronaldo oder Shala?

Definitiv Shala, weil er unscheinbarer ist, aber immer zur Stelle. Er muss aber jetzt erst bestätigen, was er in dieser Saison gezeigt hat. Ich glaube, Liverpool hat durchaus Chancen im Champions-League-Finale gegen Real Madrid und bin auf der Seite der Reds – schon wegen Jürgen Klopp.

FCA oder FCB?

Ich unterstütze lieber die kleinen Vereine als immer den großen FC Bayern. Aber ich bin Fan des FSV Mainz 05. Die haben mir schon in der 2. Liga mit Thurk, Auer oder Wache imponiert. Zur Firmung war ich mit meinem Papa dann beim Spiel Mainz gegen Trier und konnte hinter den Aufstieg in die 1. Bundesliga mitfeiern. Dieses Jahr war ich leider nur zweimal in Mainz, dafür aber beim Auswärtsspiel in Bremen dabei. Es gibt übrigens jedes Jahr das aktuelle Mainzer Trikot, das mir immer meine Mädels von der SG Biberbach/Erlingen schenken.

Ordnungsfanatiker oder Chaot?

Ganz klar Ordnungsfanatiker. Ob in meinem Zimmer, in meinem Büro als Groß- und Außenhandelskaufmann für Baustoffe und Natursteine oder bei meinen Fußball-Unterlagen. Wenn man selbst spielt und dann noch eine Mannschaft trainiert, also viermal in der Woche auf dem Sportplatz steht, braucht man ein gutes Zeitmanagement.

Bier oder Cocktail?

Ich trinke allgemein wenig Alkohol, weil ich am Wochenende ja zweimal zum Fußball und an beiden Tagen fit sein muss. Wenn, dann würde ich mich als Cocktail-Genießer bezeichnen. Aber auch ein Bier ist mir recht.

Fisch oder Fleisch?

Ich tendiere Richtung Fleisch. Fisch eher selten. Aber am höchsten stehen Pizza oder ein Schnitzel mit Pommes im Kurs. Muss man es ja nicht jeden Tag essen. Vor dem Spiel gibt es dann meist Nudeln.

Buch oder Kino?

Buch geht überhaupt gar nicht, außer es steht etwas von Fußball oder Taktik drin. Kino auch nicht so wirklich. Ich bin der Fernseh-Typ, der gemütlich auf dem Sofa Fußball schaut. Aber beim Kampf um die Fernbedienung ziehe ich meist gegen meine Freundin den Kürzeren. Dann muss ich anschauen, was sie will.

Grätscher oder Techniker?

Wenn ich jetzt sagen würde Techniker, dann wäre das arrogant. Ich war früher Stürmer, Trainer Ali Dabestani hat mich dann zum Linksverteidiger umgeschult. Darunter habe ich gar nicht so gelitten, weil ich da mein Tempo ausspielen kann. Jetzt bin eher der Läufer, der von außen auflegt. Aber auch mit dem Toreschießen hat es zuletzt wieder geklappt (5 Saisontreffer/Anm. d. Red.). Ich bin mir aber nicht zu schade zu kämpfen. Wenn es sein muss, packe ich schon mal die Grätsche aus. So gut wie unser Coach Paolo Mavros zuletzt im Training bin ich allerdings noch nicht. Da kann ich von ihm noch was lernen.

Waldlauf oder Kraftraum?

Also vom Kraftraum lasse ich die Finger. Das sieht man an meiner Statur. Nachdem ich fast jeden Tag auf dem Sportplatz bin, brauche ich auch keinen Waldlauf. Meine zweite Sportart ist Dart. Das spiele ich sehr oft mit meinem Papa und meinem Bruder im Wohnzimmer, während wir im Fernsehen Fußball schauen.

Bezirksliga oder Landesliga?

Das eine Jahr Landesliga-Luft zu schnuppern war schon ein Riesenerlebnis. Sich mit meinem Heimatverein TSV Meitingen dort zu etablieren – das wäre schon ein Ziel. Mit unserem guten Kader hätten wir dieses Ziel Aufstieg eigentlich haben müssen. Wir haben aber wochenlang nicht die Leistung gebracht, die möglich gewesen wäre und in den entscheidenden Spielen Vorsprünge verspielt. Das war vielleicht auch Kopfsache. Jetzt, wo der Druck weg ist, läuft es plötzlich. Ich bin mir aber auch nicht zu schade für die Bezirksliga. Das wird nächstes Jahr bestimmt wieder spannend.

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