Bayernliga Süd

14.05.2013

Auf fremde Hilfe angewiesen

Au Backe! Nach der 0:2-Heimniederlage scheint der Abstieg für den TSV Gersthofen unvermeidlich. Das scheinen auch Eddi Keil und Fatih Cosar (von links) registriert zu haben.
Bild: Marcus Merk

Im Kampf um den Klassenerhalt hilft dem am letzten Spieltag zum Zuschauen verurteilten TSV Gersthofen nur noch Daumen drücken

Gersthofen „Dann spielen wir halt nächstes Jahr in der Landesliga“, meinte ein treuer Anhänger des TSV Gersthofen beim Verlassen der Abenstein-Arena. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen den SSV Jahn Regensburg II glauben nicht einmal mehr die eingefleischtesten Fans an den Klassenerhalt in der Fußball-Bayernliga. Während die Ballonstädter verloren, hat die direkte Konkurrenz voll gepunktet. Der TSV Aindling (4:2 gegen den FC Unterföhring) und die SpVgg Deggendorf (2:0 beim TSV Schwabmünchen) scheinen im Endspurt der Saison auf Touren zu kommen, während dem TSV Gersthofen augenscheinlich die Luft ausgeht.

Die Mannschaft, die zum allergrößten Teil zusammenbleibt, hätte sich in diesem so existenziell wichtigen Spiel eigentlich zerreißen müssen, kam aber nicht wirklich in die Gänge. „Es hat der allerletzte Biss gefehlt“, konstatierte auch Bernhard Binswanger, der vergangene Woche Trainer Ivan Konjevic vertreten hat. „Bis zum Gegentor haben wir gut gespielt“, sagt der Chefcoach, „dann haben wir die Konzentration verloren und Regensburg hat aus dem Nichts das 0:1 gemacht.“ Das zweite Tor – entstanden nach einer Fehlerkette – sei ein Spiegelbild der gesamten Saison gewesen.

Keine Unterstützung von den Rängen

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Auch auf Unterstützung von den Rängen hoffte man vergeblich. „Es ist schade, denn gerade in einer Zeit, in der es um alles geht, wäre es unheimlich wichtig, diese zu erfahren“, beklagt Abteilungsleiter Klaus Assum. „Wenn man die Zuschauerzahlen in der Bayernliga verfolgt, ist es erschreckend, wie auch in anderen Stadien die Resonanz sehr niedrig ist. Waren es in der Vergangenheit bestimmte Personen, auf die man sich eingeschossen hatte, kommen diese Zuschauer jetzt trotzdem nicht mehr wieder“, sagt der Abteilungsleiter. Vielleicht ändert sich das durch attraktivere Lokalderbys in der Landesliga wieder.

Trainer Ivan Konjevic will das Wort Abstieg noch nicht in den Mund nehmen. Auch wenn alle Anzeichen dafür sprechen. Obwohl es rein rechnerisch noch möglich wäre: Der TSV Gersthofen müsste dazu das letzte Spiel in der Abenstein-Arena – das Engagement des Sponsors und Namensgebers endet mit dieser Saison – gegen die SpVgg Hankofen-Hailing gewinnen und die SpVgg Deggendorf ihre beiden noch ausstehenden Spiele verlieren. Dann wären beide Mannschaften punktgleich und der direkte Vergleich würde für den TSV Gersthofen sprechen.

Es fehlt allein der Glaube. Deggendorf spielt noch gegen die SpVgg Landshut, die bereits vor Wochenfrist ihre Bewerbung für die Regionalliga zurückgezogen hat und wohl lieber ein weiteres niederbayerisches Derby bestreiten dürfte, und am letzten Spieltag, an dem der TSV Gersthofen spielfrei zum Zuschauen verurteilt ist, beim TSV Kottern. Der dürfte nach der 1:4-Schlappe im Allgäu-Duell gegen den 1. FC Sonthofen so gut wie abgestiegen sein.

„Wir werden uns im letzten Heimspiel vernünftig verabschieden und versuchen, drei Punkte zu holen“, verspricht Ivan Konjevic, „dann hilft nur noch Daumen drücken. Aus der Vorrunde fehlen uns einfach zu viele Punkte.“

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