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Kreisliga Augsburg

18.04.2015

Die Mutter aller Derbys

Brust raus! Im Kellerderby zwischen dem TSV Ustersbach und dem SSV Margertshausen geht es für beide um den Klassenerhalt.
Bild: Oliver Reiser

Warum es das traditionsreiche Duell zwischen dem TSV Ustersbach und dem SSV Margertshausen wohl zum letzten Mal geben könnte

Das einzige Heimspiel der Teams aus dem Augsburger Land hat am 25. Spieltag der Fußball-Kreisliga Augsburg der TSV Ustersbach. Zur „Mutter aller Derbys“, wie Ustersbachs Abteilungsleiter Stefan Molnar die Partie bezeichnet, erwartet man den SSV Margertshausen. Nur ein Sieg hilft dem TSV noch im Kampf um den Klassenerhalt.

Die Situation in Ustersbach spitzt sich zu. Doch das Unentschieden beim TSV Göggingen am vergangenen Sonntag macht den Verantwortlichen Mut. „Das war eines der besten Spiele, die ich in den vergangenen Jahren von Ustersbach gesehen habe“, lobt Abteilungsleiter Stefan Molnar. Nun sei die Devise klar: „Wir müssen alle vier Heimspiele gewinnen und dürfen auswärts nicht verlieren“, lautet Molnars Zielvorgabe. Er glaube weiterhin an den Relegationsplatz. „Es sind ununterbrochen alle im Training, und wenn die Mannschaft will, dann kreiert sie auch in der letzten Minute noch eine gefährliche Chance“, sagt Molnar. Aufgrund der Leistung gegen Göggingen ist ein Dreier gegen den SSV Margertshausen fest eingeplant. Nur dann, kann von einer weiteren Kreisligasaison geträumt werden.

Die erschreckende Serie von acht Spielen in Folge ohne Sieg möchte der Aufsteiger aus Margertshausen endlich beenden. Wenn nicht beim Schlusslicht aus Ustersbach, wo dann? „Dann eben nächste Woche gegen den VfL Kaufering“, antwortet Manuel Degendorfer trocken. Der Spielertrainer sieht trotz des nur noch fünf Punkte betragenden Rückstands auf den Relegationsplatz keinen Grund zur Panik. „Beim 1:1 gegen Wehringen war die Leistung gut, nur das Toreschießen haben wir vergessen“, so Degendorfer. Gegen das Schlusslicht aus Ustersbach erwartet Degendorfer „ein brutales Kampfspiel“ und keinesfalls einen Sieg im Vorbeigehen.

Auf die Frage, was Forets Interimstrainer Alexander Chetschik vor dem Spiel gegen Inningen verändert habe, antwortet er nur: „Ich habe einfach versucht, den Druck von der Mannschaft zu nehmen.“ Das Resultat war ein deutlicher 6:2-Sieg. „Jeder hat immer nur davon gesprochen, dass man unbedingt aufsteigen muss“, sagt Chetschik. „Sobald wir einmal verloren haben, waren die Köpfe am Boden.“ Derzeit führe er viele Einzelgespräche. „Die Jungs müssen lernen, dass man im Fußball auch mal verlieren darf“, sagt er. Doch auch Chetschik sei vom Rücktritt Jimmy Arslans überrascht worden. „Die größte Umstellung für mich war jetzt, dass ich zusammen mit Tamer Erisci die komplette Verantwortung trage.“ Für die Restsaison stehe beim VfR erst einmal der Spaß im Vordergrund. So macht Chetschik auch keine großen Kampfansagen vor der Partie gegen Wulfertshausen. „Wir werden den Gegner respektieren und nicht unterschätzen, das Ziel sind aber klare drei Punkte“, so der kickende Coach.

Fünf Spiele sind im Jahr 2015 gespielt, nur ein Sieg gelang dem einstigen Spitzenreiter der Liga bis dato. Nach der jüngsten Niederlage im Spitzenspiel gegen den VfL Kaufering fordert Trainer Jürgen Fuchs eine Reaktion. „Kaufering hat mehr investiert, mehr Einsatz gezeigt, als mein Team“, so Fuchs. Glücklicherweise stolpern aber alle Mannschaften, die sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen, immer mal wieder. „Kein Verein hat bisher überzeugt, sonst wären die uneinholbar vorne“, sagt Fuchs. Für den Trainer zählt beim SV Schwabegg nur ein Sieg. „Ich fordere mehr Biss, Willen und Leidenschaft“, lautet die klare Ansage. Personell werden Stefan Micheler (Rippenprellung) und Billy Stover (Hüftprobleme) fehlen.

Immer mehr etabliert sich der Aufsteiger aus Horgau in der Kreisliga. „Es ist interessant zu lesen, dass gestandene Mannschaften wie Schwabegg zu uns fahren und sich mit einem Punkt zufriedengeben“, sagt Trainer Franz Stroh. Der FCH fährt am morgigen Sonntag nach Inningen, ist jedoch mit Kampfansagen vorsichtig. „Beim 3:3 im Hinspiel waren wir nicht gut, in Inningen ist das immer eine schwere Sache, die Mannschaft hat schon eine gewisse Qualität“, will Stroh den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Gleichzeitig ist man in Horgau ein bisschen stolz, derzeit der beste Aufsteiger zu sein. Um diesen inoffiziellen Titel verteidigen zu können, sollen aber noch ein paar Punkte her. „Wir nehmen die Aufgabe gerne an“, freut sich Stroh auf die Partie. Personell steht hinter Daniel Feistle, der weiterhin an Fersenproblemen leidet, ein Fragezeichen.

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