Langweid

25.11.2019

Gegner war eine Nummer zu groß

Zum zweiten Mal kam die routinierte Martina Erhardsberger (links) im Zweitliga-Team des TTC Langweid zum Einsatz. Hier lässt sich die 38-Jährige von den beiden Youngstern Nathaly Paredes und Loan Le beraten.
Bild: Oliver Reiser

Die Tischtennis-Frauen des TTC Langweid unterliegen dem Aufstiegsanwärter ESV Weil mit 0:6

Die Tischtennis-Frauen des TTC Langweid konnten die weiße Weste des ESV Weil in der 2. Bundesliga nicht beflecken. Der Aufsteiger unterlag dem Aufstiegsaspiranten allerdings am Ende vielleicht etwas zu deutlich mit 0:6. „Heute hat gar nichts funktioniert“, bilanzierte Spielertrainerin Cennet Durgun, „das hat schon bei den Doppeln angefangen.“

In der Tat: Martina Erhardsberger und Vitalija Venckute mussten sich in drei Sätzen geschlagen geben, Nathaly Paredes und Loan Le wehrten sich wenigsten fünf Sätze lang gegen Ievgeniia Vasylieva aus der Ukraine und Polina Trifonova aus Bulgarien. Dabei mussten sie im dritten Satz nach einer 8:0 und 10:3-Führung noch um das 11:9 zittern. Das war symptomatisch für das ganze Spiel. Immer, wenn es knapp wurde, flatterten bei den jungen Langweiderinnen die Nerven. Um zumindest eine Punkt zu holen, hätte es aber wenigsten einen Punkt im Doppel gebraucht. So war die Vorentscheidung schon früh gefallen, das Selbstvertrauen im Keller.

Über fünf Sätze duellierte sich auch Nathaly Paredes mit Trifonova. „Vamos!“ Immer wieder feuerte sich die temperamentvolle Südamerikanerin aus Ecuador auf spanisch an, lag sogar mit 2:1 Sätzen in Führung. Doch am Ende setzte sich doch die Bulgarin durch. Loan Le konnte gegen Vasylieva nur eine Verlängerung des ersten Satzes erzwingen.

Gegner war eine Nummer zu groß

Zu Null wollte man dann doch nicht verlieren. Das schienen sich zumindest Martina Erhardsberger und Vitalija Venckute nach der Pause vorgenommen zu haben und rafften sich nochmals auf. Erhardsberger führte gegen Qian Wan schon mit 2:0 Sätzen, kam dann aus der Spur und brach im fünften mit 3:11 ein. Die Litauerin Venckute kämpfte sich gegen die mit stoischer Ruhe agierende Vivien Scholz immer wieder heran, zog jedoch in der entscheidenden Situationen den Kürzeren. Bis zum 7:7 hielt sie im Entscheidungssatz den Gleichstand, ehe sich Scholz mit 11:8 behauptete. Beide Spielerinnen aus dem hinteren Paarkreuz mussten ihren Gegnerinnen somit nach fünf Sätzen zum Sieg gratulieren. „Alle knappen Sätze gingen verloren“, konstatierte Cennet Durgun, die deshalb jedoch nicht enttäuscht sein musste. Dass es in entscheidenden Situationen nicht gereicht hat, liegt auch an der Unerfahrenheit der jungen Mannschaft. Und natürlich an der Stärke des ESV Weil, der gerne in die erste Bundesliga aufsteigen möchte. „Ob wir 0:6 oder 4:6 verlieren, ist gegen diesen Gegner egal“, meinte die Spielertrainerin. Soll heißen: Langweid muss sich im Kampf um den Klassenerhalt mit anderen Gegnern messen. Am kommenden Samstag kommt der MTV Tostedt in die Langweider Halle. Da sollte dann wieder gepunktet werden.

TTC Langweid – ESV Weil 0:6. Erhardsberger/Venckute – Scholz/Wan 7:11, 13:15, 3:11; Paredes/Le – Vasylieva/Trifonova 11:13, 5:11, 11:9, 6:11; Nathaly Paredes – Polina Trifonova 11:9, 5:11, 11:7, 8:11, 5:11; Thi Hong Loan Le – Ievgeniia Vasylieva 10:12, 5:11, 7:11; Martina Erhardsberger – Qian Wan 11:7, 11:5, 7:11, 8:11, 3:11; Vitalija Venckute – Vivien Scholz 5:11, 12:10, 11:8, 8:11, 8:11.

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