Biberbach

27.05.2019

Wenn Wahnsinn Wirklichkeit wird

Wenn Wahnsinn Wirklichkeit wird. Die Fußball-Frauen des SC Biberbach steigen nach dem Aufstieg in die Bezirksoberliga auf Anhieb in die Landesliga auf und sind jetzt zusammen mit dem SSV Anhausen die Nummer zwei in der Region Augsburg. 
Bild: SC Biberbach

SC Biberbach schafft nach einem 1:0-Sieg in Ottobeuren den Durchmarsch in die Landesliga, SSV Anhausen den Klassenerhalt. So gibt es nächstes Jahr ein Landkreisderby

Mit einem glücklichen 2:1-Erfolg gegen die Gäste des SC Amicitia München haben die Fußballfrauen des SSV Anhausen den nach der schwachen Vorrunde nicht mehr zu erwartenden Klassenerhalt in der Landesliga geschafft. Dort wird es in der kommenden Saison ein Landkreisderby geben, denn der SC Biberbach steht nach dem 1:0-Sieg beim TSV Ottobeuren als Meister der Bezirksoberliga und Aufsteiger in die Landesliga fest. Die Schützlinge von Trainer Fabian Wolf haben damit den Durchmarsch von der Bezirksliga geschafft.

Landesliga Süd

SSV Anhausen – SC Amicitia München 2:1 (2:1). Die Gastgeberinnen waren sich von Anfang an der Bedeutung dieser Partie bewusst und gingen daher zwar hochmotiviert aber auch teilweise sehr nervös zu Werke. Dabei fing alles gut an, als Lotta Edelmann nach einer Ecke per Kopf das 1:0 markierte (14.). Die Freude währte allerdings nicht lange, denn kurz darauf verwandelte Nicole Zühlke einen Handelfmeter zum 1:1 (21.). Die entscheidenden Szenen spielten sich dann kurz vor der Pause ab. Gegen die durchgebrochene SSV-Stürmerin Isabella Schalk rettete die Gästetorhüterin außerhalb des Strafraums mit der Hand und sah dafür zurecht die Rote Karte. Den anschließenden Freistoß setzte Sabine Custodis an die Latte und im folgenden Getümmel vor dem Münchner Tor wurstelte Maria Schimunek die Kugel irgendwie zum 2:1 über die Linie (38.). Wer nun gedacht hatte, die Heimelf würde ihre numerische Überlegenheit ausnutzen, sah sich getäuscht. Im Gegenteil, die Gäste hatten im zweiten Durchgang mehr vom Spiel und Anhausen sogar viel Glück bei einem Pfostentreffer. Die SSV-Frauen wurden von Minute zu Minute nervöser, zitterten jedoch den wichtigen Sieg ins Ziel, auch weil Anhausens Torhüterin Anna Saule in einigen kniffligen Szenen die Ruhe behielt. Als nach dem Schlusspfiff die Ergebnisse der anderen Begegnungen bekannt und der Klassenerhalt gesichert war, kannte der Jubel der völlig erschöpfen SSV-Frauen keine Grenzen mehr. (zer)

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Bezirksoberliga

TSV Ottobeuren – SC Biberbach 0:1 (0:1). Mit einem knappen 1:0-Sieg machen die Damen aus Biberbach den Wahnsinn wahr – der Durchmarsch von der Bezirksliga in die Landesliga ist damit perfekt. Mit Bus und Fans angereist starteten die Gäste gut ins Spiel und kamen so schon in der achten Minute zum 1:0-Führungstreffer. Lena Haupt schoss ihre Mannschaft mit einem schwer haltbaren Schuss zur Führung. Zwar gingen die SCB-Damen als Favorit in das Spiel, taten sich im weiteren Verlauf aber schwer, weitere Chancen zu erarbeiten, sowie die Ottobeurerinnen vom Tor fernzuhalten. Mit viel Glück brachten sie die Führung jedoch über die Zeit und so war die Freude nach dem Schlusspfiff riesengroß.

Nach einer überraschend erfolgreichen Saison mit lediglich zwei Niederlagen, sichern sich die Biberbacherinnen um Trainergespann Fabian Wolf und Andreas Küchelbacher die Meisterschaft der Bezirksoberliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga am vorletzten Spieltag. (lh-)

FC Augsburg – CSC Batzenhofen 3:1 (0:1). Der bereits feststehenden Absteiger ging in der 10. Minute durch Annika Bücherl in Führung und hatte bei einem Freistoß von Josipa Horvat Glück, dass der Ball an die Latte knallte. In der 64. Minute gelang der eingewechselten Alina Mittelbach der Ausgleich. Josipa Horvat (72.) und Sabrina Ladebeck (75.) sorgten mit einem Doppelschlag für die Entscheidung. (AL)

Bezirksliga Nord

SV Baiershofen – SV Wörnitzstein-Berg 3:2 (2:1). Die Heimmannschaft musste bereits in der 9. Minute einen Rückschlag einstecken: Nach einem Befreiungsschlag landete der Ball bei der freistehenden Stürmerin, die zum 0:1 einnetzte. In der 24. Minute landete ein verunglückter Rückpass zur Torhüterin bei Alina Meißner, die ausgleichen konnten. Eine Viertelstunde später war es erneut Alina Meißner, die ihre Farben per Freistoß in Führung brachte. Es dauerte bis zur 60. Minute, ehe Sophie Kunzmann nach schönem Zuspiel von Tine Liebhart zum 3:1 vollstreckte. Wörnitzstein kam lediglich noch einmal gefährlich vor das Tor und dabei durch einen Elfmeter zum 3:2-Endstand. (sek-)

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