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Kommunalwahl in Augsburg

18.01.2020

FDP will vier Sitze im Augsburger Stadtrat

Von links: Daniel Föst, Lars Vollmar und Thomas Sattelberger.
Foto: Wyszengrad

Beim Neujahrsempfang geht es nicht nur um Bildung und Mieten. Wirtschaftsexperte fordert Gründergeist.

Bauen, Bildung und Mobilität sind die Themen, mit denen sich die Augsburger FDP kommunalpolitisch profilieren möchte. Beim Neujahrsempfang der Partei im Roncallihaus in Göggingen gab Oberbürgermeisterkandidat Lars Vollmar die Parole von mindestens vier Sitzen im Augsburger Stadtrat aus. „Dabei zähle ich mich nicht mit, ich sitze hoffentlich weiter oben“, sagte er zu seinen Parteifreunden. Bislang ist die Partei mit keinem Sitz im Stadtrat vertreten, nachdem es in der laufenden Amtsperiode einen Wechsel gegeben hatte: FDP-Stadtrat Markus Arnold hatte zur CSU gewechselt.

Gemeinsamer Empfang mit Augsburg-Land und Aichach-Friedberg

Der Neujahrsempfang war eine gemeinsame Veranstaltung mit den Kreisverbänden Augsburg-Land und Aichach-Friedberg. Unter den rund 60 Gästen waren auch Parteimitglieder aus dem Allgäu. Der zweite Hauptredner neben Vollmar war der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Innovation, Bildung und Forschung, Thomas Sattelberger. Die FDP-Bundestagsabgeordneten Stephan Thomae und Daniel Föst unterstützen mit ihren Grußworten den Augsburger Wahlkampf.

Der Zustand der Augsburger Schulen sei für ein reiches Land wie Deutschland unwürdig, beklagte Vollmar. Das Geld, das in einem „medienwirksamen Sofortprogramm“ für Sanierungen zur Verfügung gestellt worden sei, reiche bei weitem nicht aus, dass Schüler und Lehrer in ihren Schulen gerne lernten und lehrten. Darüber hinaus forderte er eine bessere Ausstattung zur digitalen Bildung.

Nachverdichtungsoffensive für die Stadt

Beim Thema Bauen kündigte Vollmar eine Nachverdichtungsoffensive für die Stadt an. Wenn man auf Dächern und Dachböden baue, könne innerhalb weniger Jahre bis zu 1700 Wohneinheiten entstehen, rechnete er vor. Man wolle das Baurecht ausschöpfen und Bauherren höhere Häuser ermöglichen. Längerfristig müssten Bauanträge schneller behandelt werden, dazu fehlten derzeit die Leute. „Augsburg ist auch für Normalverdiener kaum erschwinglich“, beschrieb er den Zustand des Wohnungsmarktes.

Wirtschaftsexperte Sattelberger malte ein recht düsteres Bild von Augsburg als Wirtschaftsstandort, lobte aber auch die guten Standortfaktoren wie Schienen- und Luftverkehrsanbindung und die innovativen Bildungseinrichtungen Universität und Fachhochschule. In der Hochschule entwickle sich eine Kultur des „Tuns und Schaffens“. Es sei jetzt Aufgabe der Politik, die notwendigen Voraussetzungen für Gründer zu schaffen.

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