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Augsburg

15.03.2019

"Fridays for Future": Schüler demonstrieren erneut für Klimaschutz

Hunderte Schüler beteiligten sich wieder an der Demo für eine bessere Klimapolitik.
Bild: Michael Hochgemuth

Rund 1500 Schüler beteiligen sich in Augsburg an der weltweiten Aktion. Dabei erhalten sie Rückendeckung von Erwachsenen und dem Stadtjugendring.

Trotz strömenden Regens waren es nach Angaben der Polizei über 300 Schüler, die am Freitag während der Schulzeit um 11 Uhr zum Augsburger Rathausplatz gekommen waren – zu einem dieser Freitage für die Zukunft, Fridays for Future, in denen sich Schüler für eine bessere Klimapolitik einsetzen. Zwischenzeitlich waren es rund 1500 Teilnehmer, die sich dem Demonstrationszug in der Innenstadt anschlossen und somit auch die Schule schwänzten. Augsburg ist damit Teil einer weltweiten Bewegung – an diesem Freitag beteiligten sich Schüler aus rund 100 Ländern an einer Demonstration. Jennifer war dafür extra nach Augsburg gefahren.

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Normalerweise besucht sie das Dominikus-Ringeisen-Gymnasium in Ursberg. Sie wollte auf eine größere Demonstration, deshalb fuhr die Schülerin nach Augsburg. „Das ist die erste Demo, die ich bei Fridays for Future besuche“, sagt sie. Und sie hatte einiges zu sagen, denn sie habe es satt, dass ihre Zukunft von anderen bestimmt werde, die mit den Konsequenzen ihres Tuns nicht mehr leben müssten.

Schülerdemo: "Die Politik hat uns im Stich gelassen"

Sie müsse es schon, deshalb ergriff sie auch als Erste das Wort und das Mikrofon. „Das Klima geht den jüngsten Teil der Bevölkerung mehr als alle anderen an“, sagte sie. Die Schüler könnten nicht wählen oder sich sonst einbringen, deshalb gingen sie auf die Straße. „Die Politik hat uns im Stich gelassen. Wir müssen uns einmischen“, sagte sie und erhielt viel Applaus.

Hunderte Schüler demonstrieren heute in Augsburg für das Klima. Mit dem Motto „wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ ziehen die Schüler vom Rathausplatz über den Königsplatz durch die Innenstadt. Hier lesen Sie den Text zu der ersten Demonstration. https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Schueler-schwaenzen-wieder-Schule-fuer-das-Klima-id53789666.html

Pubblicato da Augsburger Allgemeine - Augsburg su Venerdì 15 marzo 2019

Petra Fischer, 52, aus Königsbrunn hatte sich ebenfalls unter die Demonstranten gemischt. „Ich verfolge die Bewegung schon eine ganze Weile und möchte diese friedliche und sinnvolle Aktion unterstützen“, sagte sie. Sie sodalisiere sich mit den Schülern, weil ihr der Mut der jungen Menschen imponiere. „Ihre Eltern sollten sich auch mit ihnen solidarisieren und sie bestärken, politisch aktiv zu sein.“

Sie war nicht die Einzige, die die Schüler bei dem strömenden Regen unterstützen. Das Team vom Fahrradladen Dynamo hatte für die Dauer der Demonstration das Geschäft geschlossen, die Mitarbeiter waren samt ihren Lastenfahrrädern auf den Rathausplatz gekommen. „Wir sind zu Viert und finden die Bewegung total wichtig. Die Schüler haben hohe Ideale. Wir wollen sie unterstützen und nicht alleine lassen“, sagte Christoph Mießl.

40 Schüler der Montessori-Schule Augsburg sind vor Ort

Pädagogin Andrea Hoppe von der Montessori-Schule Augsburg begleitete einen Teil ihrer Schüler. „Wir sind etwa mit 40 Personen hier“, schätze sie. Die jüngsten Teilnehmer waren aus der ersten bis dritten Klasse. „Die Teilnahme ist natürlich freiwillig. Aber es die Umwelt ist ein großes Thema bei uns, das die Schüler sehr beschäftigt“, erzählte sie. Seit die Bewegung eingesetzt habe, werde bei ihnen noch mehr über das Klima und die Umwelt gesprochen. Andrea Hoppe: „Es werden Referate gehalten und Plakate gestaltet.“

"Fridays for Future": Am Klimaprotest am Freitag nahmen neben Schülern auch Erwachsene teil. Zwischenzeitlich waren es bis zu 1500 Teilnehmer.
71 Bilder
Fridays for Future - die Bilder der Schülerdemo
Bild: Michael Hochgemuth und Julian Würzer

Der Stadtjugendring Augsburg (SJR) begrüßte in einer Stellungnahme die Forderung der Schüler nach einer besseren Umweltpolitik. „Das politische Engagement der jungen Menschen können wir nur loben“, so SJR-Vorsitzender Franz Schenck. „Gerade in Zeiten, in denen Jugendlichen Politikferne und -verdrossenheit vorgeworfen wird, stehen wir hinter diesen Schülern, die für eine lebenswerte Zukunft kämpfen.“ Sie dafür zu sanktionieren, sei der falsche Weg. Der SJR appellierte an alle Schulleiter, die Forderungen der Schüler konstruktiv im Unterricht aufzugreifen.

Info Um 14 Uhr findet eine weitere Demonstration für eine bessere Klimapolitik am Manzu-Brunnen am Königsplatz statt.

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16.03.2019

Bald werden sich diese Proteste in der Unverbindlichkeit ihrer Forderungen auflösen.

Das was so einig aussieht, wird keine Einigkeit schaffen. Man demonstriert hinter Greta aus dem Atomland Schweden und hat keine Ahnung wie man den 40-80 Mrd. teuren, bereits von Merkel auf 2038 vorgezogenen Ausstieg aus der Kohleverstromung weiter beschleunigen möchte.

Es gibt keinen Konsens für Windkrafträder - Grüne gegen Umweltverbände - Deutschland live!

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/streit-ueber-windraeder-eskaliert-15904864.html

Es gibt keinen Konsens für Passivhäuser ab 2021 - keiner will Wohnungsnot wenn man Grenzen statt Kohle verbrennt...

https://www.augsburger-allgemeine.de/img/incoming/crop53564356/4169672615-cv3_2-w1880/Schuelerdemo.jpg

Die Steuern der alten Industrien werden munter in stark steigenden Sozialausgaben versenkt; nur wer weniger Private in der Energieversorgung haben möchte braucht einen Staat der selbst investieren kann.

50% dieser Schüler würden uns direkt nach Venezuela führen - sie reklamieren Verantwortung, der sie mit der Blumigkeit ihrer Plakate nicht im Ansatz selbst nachkommen.

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