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Augsburg-Haunstetten

22.01.2019

Illegales Autorennen? Die Polizei sucht Zeugen

Haben sich zwei Männer in Haunstetten ein illegales Autorennen geliefert? Die Polizei geht zumindest davon aus.
Bild: Frank Rumpenhorst, dpa (Symbol)

Zwei Männer stehen im Verdacht, sich auf der alten B17 in Augsburg ein illegales Autorennen geliefert zu haben. Das erinnert an einen Fall aus dem Jahr 2017.

Hat sich in Haunstetten auf der alten B17 ein illegales Autorennen ereignet? Die Polizei hat jedenfalls Hinweise darauf, überprüft den Vorfall und bittet nun um Zeugenhinweise. Bereits am Samstag sollen sich um die Mittagszeit der Fahrer eines Porsche Carrera und der Fahrer eines schwarzen 7er-BMW das verbotene Autorennen geliefert haben. Nach Polizeiangaben waren die beiden auf der Haunstetter Straße in Richtung Innenstadt unterwegs.

Autofahrer bestreiten illegales Autorennen in Augsburg

Bereits in Haunstetten-Süd, so die Polizei, hätten beide maximal beschleunigt, als die Ampel umschaltete und grünes Licht zeigte. Sie schlossen demnach auf den vorausfahrenden Verkehr auf, sollen sich zurückfallen lassen und dann erneut Vollgas gegeben haben. Polizisten sahen die beiden Autos einige Zeit später im Stadtgebiet und kontrollierten die Fahrer. Die beiden 28 und 46 Jahre alten Männer seien „uneinsichtig“ gewesen, so die Polizei, was sich so übersetzen lässt, dass die beiden wohl bestritten, sich ein illegales Autorennen geliefert zu haben.

Die Verkehrspolizei Augsburg ermittelt nun gegen die beiden Beschuldigten und bittet Zeugen, denen der blaue Porsche Carrera mit Augsburger Kennzeichen und der schwarze 7er BMW mit Münchner Kennzeichen aufgefallen sind, sich unter der Telefonnummer 0821/323-2010 zu melden.

Fall weckt Erinnerungen an Rennen im Jahr 2017

Der Fall weckt zugleich Erinnerungen an ein illegales Rennen, das sich am 14. Oktober 2017 auf der B17 abspielte. Erst einen Tag vorher war der Paragraf überhaupt in Kraft getreten, der eine Strafverfolgung wegen „Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen“ möglich macht. Zuvor waren vergleichbare Fälle oft nur als Ordnungswidrigkeiten verfolgt worden.

Im Juli 2018 wurden zwei Fahrer wegen des Vorfalls aus dem Oktober des Vorjahres vom Amtsgericht zu Geldstrafen von 1500 und 2000 Euro verurteilt. In Augsburg war es das erste Urteil dieser Art. Ein dritter Tatverdächtiger hatte vor der Verhandlung bereits einen Strafbefehl akzeptiert.

Um ein Hochgeschwindigkeitsrennen, wie es etwa in Berlin 2016 am Kurfürstendamm eines gegeben hatte, handelte es sich freilich nicht. Schlagzeilen machte das Rennen aber auch deshalb, weil die PS-starken Autos zunächst beschlagnahmt worden waren. Später bekamen die jeweiligen Halter ihre Sportwagen zurück. Auch die Möglichkeit, Fahrzeuge wegen eines illegalen Rennens zu beschlagnahmen, gibt es noch nicht so lange.

Im aktuellen Fall sind die Autos der beiden Fahrer zunächst nicht beschlagnahmt worden, wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt.

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