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Augsburg

31.10.2019

Krach um Stadtratswahl: Augsburger CSU setzt Ortsvorsitzenden ab

Aus dem Inninger CSU-Ortsverband kommt immer wieder Kritik - nun verliert der Vorsitzende sein Amt, weil er für die politische Konkurrenz in den Stadtrat will.
Bild: Peter Kneffel, dpa

Der CSU-Chef im Augsburger Ortsteil Inningen tritt bei der Kommunalwahl für die politische Konkurrenz an. Deshalb wurde Oliver Heim jetzt des Amtes enthoben.

Es ist ein Paukenschlag innerhalb der Augsburger CSU. Weil er bei der Stadtratswahl für die politische Konkurrenz antritt, verliert Oliver Heim sein Amt als Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Inningen. Das hat der Bezirksvorstand der Partei nach Informationen unserer Redaktion bei einer Sitzung am Mittwochabend beschlossen.

Der Hintergrund der Entscheidung sind längere Querelen zwischen der Führungsriege der Inninger CSU und dem übergeordneten Kreis- und Bezirksverband. Oliver Heim wollte für den Stadtrat kandidieren, fiel bei der Aufstellungsversammlung der CSU aber durch – und bekam keinen Platz auf der Liste. Auch kein anderer Inninger kam zum Zug. Die OB-Kandidatin Eva Weber hatte erklärt: „Die CSU hat eine Liste zusammengestellt, die die bürgerliche Mitte abbildet. In Inningen gibt es dagegen Personen, die eher am rechten Rand anzusiedeln sind.“

Oliver Heim.
Bild: CSU Augsburg

Oliver Heim kandidiert nun trotzdem für den Stadtrat – aber für die Bürgervereinigung „Wir sind Augsburg“ (WSA) um Ex-Kulturreferent Peter Grab. Grab hatte Heim auf der WSA-Liste einen Platz angeboten. Mit Platz 26 sind seine Erfolgsaussichten dort begrenzt. In der CSU sorgte die Kandidatur aber für Kritik. Augsburgs CSU-Chef Volker Ullrich betonte mehrfach, er halte es nicht für vereinbar, dass Heim CSU-Ortsvorsitzender sei und gleichzeitig für die politische Konkurrenz antrete. Heim müsse sich entscheiden.

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Amtsenthebung soll nichts mit Maaßen-Auftritt in Augsburg zu tun haben

Dieser hatte aber weder den Ortsvorsitz abgegeben noch auf die Kandidatur verzichtet. Die Amtsenthebung sei daher die Folge, heißt es in Parteikreisen. Dass die Inninger CSU den Ex-Verfassungsschutz-Chef und Merkel-Kritiker Hans-Georg Maaßen zu einem Auftritt nach Augsburg eingeladen hat, habe für die Entscheidung keine Rolle gespielt.

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