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Augsburg

10.05.2015

Neue Buslinie für die  Gögginger Sportvereine?

Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu einem der Sportvereine an der Stadionstraße möchte, muss derzeit noch lange Laufwege in Kauf nehmen. Die ARGE Sportmeile möchte das ändern und fordert von der Stadt einen durchgehenden Bus zwischen Pfersee und Göggingen.
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Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu einem der Sportvereine an der Stadionstraße möchte, muss derzeit noch lange Laufwege in Kauf nehmen. Die ARGE Sportmeile möchte das ändern und fordert von der Stadt einen durchgehenden Bus zwischen Pfersee und Göggingen.
Bild: Peter Fastl

Die ARGE Sportmeile fordert eine Busverbindung entlang der Stadionstraße. Sieben Vereine mit 7500 Mitgliedern liegen hier. Auch Pfersee könnte von der Direktverbindung profitieren

Göggingen/ Pfersee Sieben Sportvereine mit rund 7500 Mitgliedern gibt es im näheren Umfeld der Stadion-straße/Von-Cobres-Straße zwischen Pfersee und Göggingen. So unterschiedlich die Sportarten, die man hier betreiben kann, so einig sind sie sich in einem Wunsch: einer besseren Anbindung ihrer Sportstätten an den öffentlichen Personennahverkehr. Die ARGE Sportmeile setzt sich jetzt bei der Stadt dafür ein, dass ein regelmäßiger Busverkehr entlang der Straße eingerichtet wird.

2013 habe man das Thema vergeblich in einem ersten Brief an Oberbürgermeister und Sportreferent angesprochen, sagt ARGE-Mitglied Siegfried Stindl von der DJK-Göggingen. Der Vorschlag ist, entweder eine Busverbindung von der Pferseer Luitpoldbrücke zum Gögginger Rathaus oder aber vom Hauptbahnhof über das neue Portal West nach Göggingen zu schaffen.

Zwar wurde mittlerweile die Buslinie 42 als Verlängerung der Linie 41 eingerichtet, die über die Bergstraße, Gabelsbergerstraße, B17, Leitershofer Straße und Brunnenbachstraße nach Pfersee fährt. Doch fährt dieser Bus nur alle halbe Stunde, nicht am Wochenende, und hält außerdem nur an der Einmündung zur Bergstraße. Das macht die Verbindung für den Großteil der Vereine uninteressant.

Auch Horst Beck vom TVA fände einen neuen Bus attraktiv. „Bei uns trainieren mehr als 1000 Kinder und Jugendliche, die bisher immer ein Elterntaxi benötigen“, weiß er. Zwar liefen viele seiner Sportler von der Straßenbahnhaltestelle „Burgfrieden“ zum Vereinsgebäude. „Aber wenn es dunkel ist, traut sich da zumindest keine Frau mehr runter“, glaubt er. Wenn der Bus aus Pfersee käme, würden auch die Bewohner des Thelottviertels profitieren. „Eine schnelle Verbindung wäre wirklich wünschenswert“. Ebenfalls profitieren von der Verbindung könnten Bewohner und Besucher des AWO Seniorenheims an der Promenadestraße. Diese sind bisher am Wochenende auf ein Anrufsammeltaxi angewiesen. „Eine regelmäßig ÖPNV-Verbindung wäre nicht schlecht“, sagt dazu Heinrich Förster von der AWO. Denn gerade für gehbehinderte Bewohner sei die Haltestelle der Buslinie 42 kaum zu erreichen. „Dann müsste man nur sehen, wo man die Haltestelle sinnvoll platziert“, so Förster. Mittlerweile ist auch die Politik auf das Thema aufmerksam geworden. AfD-Stadtrat Marc Zander hat nach einem Gespräch mit dem TVA im März einen Antrag an die Stadt gestellt, alle großen Sportstädten auf ihre ÖPNV-Verbindung hin zu überprüfen. Es gibt bereits eine erste Antwort von Bürgermeisterin Eva Weber.

Anlässlich des Antrages der AfD habe sie die Stadtwerke ausdrücklich gebeten, im Zuge der laufenden Optimierung des Busangebotes ein besonderes Augenmerk auf die ÖPNV-Anbindung der großen Sportvereine zu richten. Die Überprüfung erfolge in Zusammenarbeit mit dem Sport- und Bäderamt. Sportreferent Dirk Wurm sagt, im nächsten Schritt würde eine Bedarfsermittlung durchgeführt. „Nur weil ein Verein 1500 Mitglieder hat, heißt das ja noch lange nicht, ob die dann auch alle mit dem Bus fahren“, so der Referent.

Auch wenn beim ÖPNV Rentabilität nicht das einzige Argument wäre, müsste eine solche Linie am Ende Sinn machen. Sobald von der Stadt eine Auflistung der großen Sportvereine vorliege, begännen die Stadtwerke zu rechnen, so Sprecherin Stephanie Lermen. „Der Nahverkehr muss attraktiv sein, aber auch wirtschaftlich“, so die Sprecherin.

Attraktiv wäre die Linie auch aus Sicht der Bürger in Pfersee. „Überlegenswert wäre ein Bus über die Stadionstraße auf jeden Fall“, sagt Dietmar Egger von der Bürgeraktion Pfersee Schlössle. Der Gedanke sei ja nicht neu und auch bei den Stadtwerken bekannt.

Allerdings müsste er in ein Sportflächenentwicklungskonzept der Stadt eingebunden werden. „Wenn die Sportvereine dort noch verdichtet würden, wäre ein Bus auf jeden Fall sinnvoll“, so Egger.

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