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Coronavirus

02.04.2020

Bayern produziert Schutzmasken - erste Produktion läuft an

Markus Söder in Weng – noch mit einfacher Schutzmaske.
Foto: Armin Weigel, dpa

Söder rechnet mit einem Milliarden-Bedarf an Corona-Masken. Inzwischen läuft im Landkreis Landshut die erste Produktion in Deutschland.

Es sind nur ein paar Produktionshallen am Rande des Örtchens Weng im Landkreis Landshut unweit der Autobahn A92. Doch für Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ist das Werk des Autozulieferers Zettl – Firmenmotto: „Zukunft durch Technik“ – so etwas wie ein kleiner Hoffnungsschimmer in der Corona-Krise. „Wir haben uns hier davon überzeugt, dass die erste bayerische Produktion von Masken anlaufen kann“, sagte Söder am Donnerstag in Weng. „Es ist deutschlandweit die erste Corona-Masken-Produktion“, ergänzte Aiwanger.

Aktuell schaffen die Mitarbeiter 25.000 Corona-Masken pro Tag

Etwa 80 bis 100 Mitarbeiter, so Geschäftsführer Reinhard Zettl, seien hier rund um die Uhr in drei Zehn-Stunden-Schichten mit der Produktion der Schutzmasken beschäftigt. Aktuell schaffe das Unternehmen 25.000 Stück pro Tag. Es sollen bald mehr werden. Und weitere Firmen in Bayern sollen in die Produktion einsteigen.

Das Ziel seien vier bis fünf Millionen Masken pro Monat, sagte Söder. Der Bedarf sei riesig. „Ich glaube, dass wir am Ende in Deutschland Milliarden Masken brauchen.“ Deshalb müsse man versuchen, sich „ein Stück weit unabhängig zu machen vom chinesischen Markt.“

Die Versorgung von Ärzten und Pflegern mit Schutzmasken hat Vorrang

Oberste Priorität habe für ihn die Versorgung des medizinischen Personals sowie der Alten- und Pflegeheime mit hochwertigen Masken. Was hier produziert werde, sei höherwertiger als OP-Masken und „auf dem Weg zu einer FFP2-Maske.“ Diese filtrierenden Halbmasken vom Typ FFP2 und FFP3 dienen auch dem Eigenschutz, während einfachere Fabrikate nur das Gegenüber des Trägers schützen.

Über alle Entwicklungen rund um das Coronavirus informieren wir Sie in unserem Live-Blog.

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Die Diskussion ist geschlossen.

03.04.2020

Die Regierung braucht mehr als 1 Monat um die Produktion solcher Masken anzuleiern, die Firma Trigema hätte das schon vor 4 Wochen machen können, wenn sie die Aufträge bekommen hätte, aber so geht halt der Behördenapparat, langsam, langsam.

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03.04.2020

25.000 Masken pro Tag bei 80 bis 100 Mitarbeitern´in 3-Schicht.. Was soll denn so eine Maske kosten ?

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02.04.2020

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