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Landtag

20.09.2013

Die SPD-Fraktion formiert sich neu

Mit mehr als neunzig Prozent Zustimmung wurde dabei der Münchner Markus Rinderspacher (44) als Fraktionsvorsitzender wiedergewählt.
Bild: Peter Kneffel

Als erste der im neuen Landtag vertretenen Parteien hat die SPD am Freitag ihre neue Fraktionsspitze gewählt. Dabei gab es eine große Mehrheit für Markus Rinderspacher.

Mit mehr als neunzig Prozent Zustimmung wurde dabei der Münchner Markus Rinderspacher (44) als Fraktionsvorsitzender wiedergewählt. „Ich fühle meine Arbeit damit bestätigt“, sagte der frühere Fernsehjournalist.

Markus Rinderspacher ist wieder Fraktionsvorsitzender

Einen Komplettwechsel gab es bei der Riege der Stellvertreter. Gewählt wurden hier die mittelfränkische Abgeordnete Helga Schmitt-Bussinger, der Münchner SPD-Chef Hans-Ulrich Pfaffmann sowie die Schwäbin Simone Strohmayr aus Stadtbergen (Kreis Augsburg). Die 46-jährige Rechtsanwältin ist damit nach dem Rückzug des früheren Parlamentarischen Geschäftsführer Harald Güller (Neusäß) die einzige Vertreterin Schwabens im SPD-Fraktionsvorstand. Sie zeigte sich gestern erleichtert. „Das war spannend. Es hat mich einige Nerven gekostet“, sagte Strohmayr und kündigte an, sich dafür einzusetzen, „dass die Frauen ihr Potenzial noch mehr ausschöpfen können.“

Der bisherige Fraktionsvize Volkmar Halbleib aus Ochsenfurt (Kreis Würzburg) wurde mit großer Mehrheit zum neuen Parlamentarischen Geschäftsführer bestimmt. In dieser Funktion ist Halbleib unter anderem für die Organisation der Fraktionsarbeit zuständig.

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Eine Kampfabstimmung gab es dagegen um das SPD-Ticket für die Wahl des Landtags-Vizepräsidenten. Dabei setzte sich die Kulmbacherin Inge Aures in zwei Wahlgängen gegen Helga Schmitt-Bussinger (Mittelfranken), Johanna Werner-Muggendorfer (Niederbayern) und Christoph Rabenstein (Oberfranken) durch. „Ich bin noch nicht gewählt, nur vorgeschlagen“, sagte die für ihre scharfe Zunge bekannte Aures. Sie habe allerdings vor, sich in die im Zuge der Verwandtenaffäre eingeleitete Reform der Landtagsverwaltung einzumischen. Aures betonte: „Dass ich mich verbiege, dass werden sie nicht erleben.“

Die Wahl des Landtagspräsidiums, die zwischen den Parteien traditionell harmonisch abläuft, könnte dieses Mal kompliziert werden. Einige in der SPD wollen Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) nicht mehr wählen. Wenn im Gegenzug dann die CSU Inge Aures die Stimme verweigert, könnte sie durchfallen.

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