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Hochwasser in Bayern

23.05.2019

Hochwasser-Gefahr in fast allen Landkreisen gebannt

Hochwasser Günzburg
6 Bilder
Im Kreis Günzburg herrschte Hochwasser-Alarm, langsam entspannt sich die Lage in der Region wieder - aber nicht überall.
Bild: Bernhard Weizenegger

Heftige Regenfälle zu Beginn der Woche haben in Bayern für steigende Pegel gesorgt. An vielen Orten hat sich die Lage entspannt - doch nicht überall können Anwohner aufatmen.

Nach den heftigen Regenfällen zu Beginn der Woche, die vielerorts für Überschwemmungen gesorgt haben, bleibt es in Bayern seit Mittwoch weitestgehend trocken. Auch in den kommenden Tagen soll es laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) nur noch vereinzelt regnen. Das wirkt sich auch auf die Wasserstände der Flüsse aus. Vielerorts sinken die Wasserpegel wieder auf ein normales Niveau, nur noch an wenigen Orten gelten Hochwasserwarnungen. Betroffen sind insbesondere Gebiete entlang der Donau und Isar.

Hochwasser in Bayern: Hier treten Bäche über die Ufer

An den Oberläufen der Flüsse fallen die Wasserstände, wie aus dem Lagebericht des Hochwassernachrichtendienstes Bayern hervorgeht. Eine Warnung gibt es aktuell (Stand 23 Uhr) noch für den Landkreis Kelheim.

Aufgrund der Hochwasserwelle in der Donau, die sich derzeit im Raum Kehlheim befindet, steigen die Wasserstände flussabwärts weiter an. Das teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt am Donnerstag in einem Hochwasserlagebericht mit. Die Meldestufe 3 werde dort jedoch voraussichtlich nicht erreicht.

In den meisten Gebieten Bayerns ist die Meldestufe auf 1 oder 2 gesunken. Im Laufe des Tages werde vielerorts ein sinkender Wasserstand erwartet, hieß es am Donnerstag auf der Website des Warndienstes. Lediglich im Kreis Landshut können in tiefer gelegenen Gebieten weiterhin Keller und Tiefgaragen aufgrund des ansteigenden Grundwassers überschwemmt werden.

So wirkt sich das Ende des Dauerregens auf die Wasserstände aus

Das Ende des Dauerregens führe dazu, dass die Hochwasserwellen in den Flüssen ablaufen können, erklärte Joachim Stoermer vom Hochwassernachrichtendienst Bayern. Die Wasserstände von Flüssen wie Iller, Lech, Ammer und Loisach sinken. Das mancherorts über die Ufer getretene Flusswasser geht nach und nach zurück.

Die Wasserstände der Donau werden nach Stoermers Angaben von Neuburg flussabwärts steigen. Grund sei die Flutwelle, die der Fluss mit sich führe und langsamer als bei anderen Flüssen ablaufe. Sie erreiche am Donnerstagabend Deggendorf, am Freitagmittag Passau. Die Fachleute vom Hochwassernachrichtendienst gehen davon aus, dass die Welle nicht zu größeren Überflutungen führen wird. Trotzdem wurden etwa am Kloster Weltenburg in Kelheim Hochwasserschutzwände aufgebaut.

Auch der Kreis Dillingen ist aktuell noch betroffen. Eine Straße bei Lauingen wurde wegen Hochwasser gesperrt , die Stadt Lauingen hat eine Warnung an die Bevölkerung herausgegeben.

In Donauwörth mussten bis Mittwoch noch einzelne Straßen nahe der Donau gesperrt werden. Auf der Strecke zwischen Donauwörth und Otting-Weilheim fuhren am Mittwochvormittag keine Züge. Wie die Lage vor Ort ist, lesen Sie hier.

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen bereiten sich die Menschen auf das Hochwasser vor. In der Nacht auf Donnerstag wird in Neuburg an der Donau eine Scheitelwelle von bis zu sechs Metern erwartet. Erste Bereiche wurden bereits gesperrt. Grund dafür sind auch hier die massiv steigenden Pegel der Donau.

Einsatzkräfte des THW und der Freiwilligen Feuerwehr Neuburg haben am Dienstagnachmittag das schwimmende Kunstwerk „undundund“ aufgrund starker Strömung vorsichtshalber aus der Donau gehievt.
Bild: Marcel Rother

Am Dienstagabend hat es einen größeren Feuerwehr-Einsatz an der Günz bei Babenhausen im Kreis Unterallgäu gegeben. Rund 100 Helfer waren nachts im Einsatz. Es gab die Befürchtung, dass ein Damm brechen könne. Am späten Abend gab die Polizei aber bereits vorsichtig Entwarnung.

In Augsburg stand im Stadtgebiet Wasser in ein paar Kellern. Die Feuerwehr warnt die Bevölkerung, nicht zu nah an die Flussufer zu treten. So ist die aktuelle Hochwasserlage in Augsburg.

Bei Deisenhausen im Kreis Günzburg ist die Günz am Dienstag über die Ufer getreten, hier wurde zwischenzeitlich Meldestufe drei erreicht. Auch bei anderen Flüssen stiegen im westlichen Schwaben die Pegel. Wie die Situation im Landkreis Günzburg ist, lesen Sie hier.

In Neu-Ulm schwammen auf der Donau am Dienstag bereits ganze Bäume, die von den Wassermassen mitgerissen wurden. Aus diesem Grund wurden auch in Neu-Ulm einige Brücken und Wege gesperrt.

Im Unterallgäu südlich von Mindelheim ist es bei Dirlewang zu Straßenüberschwemmungen gekommen. Für die Anwohner besteht derzeit aber keine Gefahr.

Auch im Landkreis Landsberg stiegen am Dienstag die Pegel von Bächen und Flüssen. Vereinzelt konnten Wiesen das Wasser nicht mehr aufnehmen. Einzelne Keller liefen voll, auch Bäche traten über die Ufer.

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