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Sturmtief "Eberhard"
11.03.2019

Sturm richtet Schäden in der Region an - 18-Jährige schwer verletzt

Der Sturm hat am Königsplatz am Sonntagnachmittag einen großen Baum auf die Straßenbahngleise Richtung Theodor-Heuss-Platz geworfen.
Foto: Peter Fastl

Sturmtief "Eberhard" ist am Sonntag über Bayern gezogen. Bei Neu-Ulm wurde eine 18-Jährige schwer verletzt. In Augsburg stürzte ein Baum auf die Tram-Gleise.

Sturmtief "Eberhard" hat am Sonntagmittag die Region erreicht und vielerorts Schäden angerichtet. Für Schwaben und Oberbayern galten für mehrere Stunden amtliche Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Orkanböen mit bis zu 120 km/h. Auf Alpengipfeln und im Bayerischen Wald rechneten die Wetterexperten sogar mit bis zu 140 km/h starken Winden. Neben dem Sturm bereitete mancherorts auch Starkregen Probleme. So sollten im Allgäu laut DWD am Sonntag bis zu 50 Liter pro Quadratmeter fallen.

In ganz Bayern kam es am Sonntag zu rund 900 sturmbedingten Einsätzen, wie die Polizeipräsidien am Abend mitteilten. Mehrere Straßen waren zeitweise gesperrt. Mancherorts fielen Bäume auf Häuser, Straßen, Bahnstrecken oder Stromleitungen. Polizei und Feuerwehren mussten umgewehte Verkehrsschilder oder teils abgedeckte Dächer sichern. Bei Neu-Ulm wurde eine 18-jährige Autofahrerin schwer verletzt, nachdem ihr Wagen offenbar von einer Windböe erfasst wurde und sich neben der Straße überschlug.

Am späten Abend musste aufgrund eines umgestürzten Baumes die Bahnstrecke Augsburg-Ulm zwischen Nersingen und Günzburg gesperrt werden. Sie konnte um kurz nach Mitternacht wieder freigegeben werden. Auch im Streckenetz der Münchner S-Bahn kam es zu Sperrungen und Zug-Ausfällen. Ebenfalls Bäume im Gleis waren auf der Strecke der Bayerischen Oberlandbahn. Zwischen Holzkirchen und Deisenhofen musste der Verkehr ruhen.

In Augsburg warf der Sturm nahe des Königsplatzes einen großen Baum auf die Straßenbahngleise, die Oberleitung wurde schwer beschädigt. Laut der Stadtwerke-Verkehrsapp "AVV.mobil" läuft der Tramverkehr aber wieder auf den betroffenen Strecken. Durch den umgestürzten Baum wurde niemand verletzt: Glücklicherweise befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls kein Mensch oder Fahrzeug auf der Strecke.

Wie Jürgen Fergg, Pressesprecher der SWA, sagt, war die Oberleitung am Montagmorgen gegen 3 Uhr wieder repariert gewesen. Derzeit laufen noch die letzten Aufräumarbeiten der Feuerwehr.

Sturm richtet Schäden in der Region an - 18-Jährige schwer verletzt
9 Bilder
Baum beschädigt Oberleitung und legt Königsplatz lahm
Foto: Peter Fastl

Wetter in Bayern: Zum Wochenstart könnte Schnee fallen

In der neuen Woche lässt der Wind etwas nach, dafür fallen die Temperaturen und es ist in der Nacht zu Montag mit Glätte und Neuschnee zu rechnen. Im Norden Bayerns fällt die Schneefallgrenze auf 600 Meter, im Süden könnte es bis in Lagen auf 800 Metern Höhe weiße Flocken geben. Im Lauf des Tages sollen selbst in niederen Lagen bis zu drei Zentimeter Schnee fallen, im südlichen Alpenvorland ist mehr als die doppelte Menge möglich. Im Allgäuer Hochgebirge rechnen die Wetterexperten mit bis 20 Zentimeter Neuschnee sowie mit Verwehungen. (AZ)

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Die Diskussion ist geschlossen.

11.03.2019

Sobald ein Sturmtief kommt gibt es immer wieder große Schwierigkeiten mit umfallenden/umgeknickten Bäumen. Das wird in Augsburg (und Umgebung) noch lange so bleiben, da sich hier wohl die uneinsichtigste Baumlobby weit und breit befindet. In der weiteren Nähe von Gleisen, Spannungsleitungen und Ähnlichem hat nun mal kein Baum da zu sein. Für sie gibt es genügend und auch für Allgemeinheit sicherere Plätze.

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10.03.2019

Verrottete und von innen verfaulte Bäume sollte man untersuchen, rechtzeitig erkennen, entfernen und ersetzen.

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11.03.2019

Der gesunde Menschenverstand würde das befürworten.

Allerdings Ketten sich hier dann wieder Leute an die Bäume, Stricken irgendwelche Schals, die sie um die Bäume binden, veranstalten Demos in der stand mit Transparenten wie „Hände weg von unseren Bäumen“...

Wie soll man produktiv und effizient Bäume entfernen, wenn man dafür immer ein Sicherheitsdienst braucht um die Arbeiter zu schützen und zusätzlich noch die Polizei bestellen muss weil die Demonstranten nicht davor zurückscheuen Tierabwehrsprays gegen die Sicherheitsleute einzusetzen und Beamte zu beißen? Das vervielfacht sowohl Arbeitszeit, als auch kosten und zerschlägt somit eine effiziente Untersuchung und Entfernung „kaputter“ Bäume.

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