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Coronavirus

05.05.2020

Das Corona-Update vom 5. Mai

Bild: AZ

Jeden Tag laufen unzählige Nachrichten zum Coronavirus über den Ticker. Wir sammeln an dieser Stelle alles, was heute wichtig war – mit besonderem Blick auf Bayern und unsere Region.

Gerade für Senioren bedeutet die Corona-Krise vor allem eines: Einsamkeit. Welche tragischen Folgen die Ausgangsbeschränkungen neben all dem wichtigen Schutz vor Ansteckung haben können, macht die Geschichte der Familie Beutmüller aus dem Landkreis Augsburg deutlich. Die 90-jährige Irmgard Beutmüller lebt nach einem Schlaganfall im Pflegeheim, ihr Mann und ihr Sohn dürfen sie nicht besuchen. Dabei müssten sie ihr eine Nachricht überbringen, die ebenso wichtig wie traurig ist: Ihr zweiter Sohn ist gestorben. Die alte Frau weiß es noch nicht.

Nun zu erfreulicheren Nachrichten: Kurz vor dem Muttertag wird der Familienbesuch in Bayern wieder erlaubt. Die Ausgangsbeschränkungen sind ab morgen aufgehoben - die Kontaktbeschränkung und das sogenannte Distanzgebot gelten aber weiterhin. Was heißt das konkret? Neben der einen weiteren Person, mit der schon jetzt der Kontakt außerhalb des eigenen Haushalts möglich war, darf man nun auch die engsten Verwandten treffen - Eltern, Großeltern und Geschwister. Das ist die erste von einer ganzen Reihe an Lockerungen, die das bayerische Kabinett mit seinem "Bayernplan" beschlossen hat, der bis Pfingsten Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt werden soll. Einen Überblick über alle Lockerungen finden Sie hier.

Bayern lockert die Schutzmaßnahmen nur vorsichtig - aber es gibt Erleichterungen für die Menschen im Freistaat. Darüber informierte Ministerpräsident Markus Söder heute. Das Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten folgt allerdings erst am morgigen Mittwoch. Doch die Länder preschen seit Tagen mit Corona-Lockerungen vor. Verliert die Kanzlerin die Kontrolle?

Weitere wichtige Corona-Nachrichten des Tages

  • Für Schüler in Bayern bedeuten die Lockerungen vor allem eines: Für sie beginnt demnächst der Präsenzunterricht wieder. Viele von ihnen kehren noch vor den Pfingstferien in die Schulen zurück, der Rest folgt Mitte Juni. Den Anfang machen am 11. Mai all diejenigen, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen oder auf eine weiterführende Schule gehen. Eine Woche später, am 18. Mai, folgen die jeweils untersten Klassen einer Schulart. Ein Treffen mit Freunden im Biergarten rückt zumindest näher. Außengastronomie darf unter Auflagen ab 18. Mai wieder öffnen - allerdings nur bis 20 Uhr.

  • Auf diese Nachricht dürften viele Eltern in Bayern sehnsüchtig gewartet haben: Morgen, am 6. Mai, öffnen nach wochenlanger Corona-Zwangsschließung die Spielplätze wieder. In Bayern ist ab nächster Woche außerdem eine Kinderbetreuung in festen privaten Gruppen von maximal drei Familien erlaubt, damit die Kleinsten wieder jemanden zum Spielen haben und die Eltern sich gegenseitig bei der Betreuung unterstützen können.

  • Und wie geht es mit den Kitas weiter? Darüber berät Kanzlerin Angela Merkel morgen mit den Ministerpräsidenten der Länder in der bereits erwähnten Videokonferenz. Grundlage für das Gespräch ist ein 18-seitiges Papier, das die Familienminister gemeinsam erarbeitet haben. Bundesfamilienministerin Giffey will, dass die Kinder noch vor dem Hochsommer in die Einrichtungen zurückkehren dürfen. Geplant ist eine Rückkehr in vier Stufen. Zigtausende Eltern, Kinder und Erzieherinnen dürften morgen gespannt auf die Ergebnisse der Videoschalte warten. Hier fahren Sie, wie die Familienminister zur Normalität zurückkehren wollen.

  • Weihrauchfass und Gotteslob gehören zu den Utensilien, die Katholiken mit der Kirche verbinden. Aber ein Meterstab? Doch eben dieser ist aktuell in vielen Gotteshäusern der wichtigste Gegenstand, wenn es darum geht, die Kirchen für die Messen in der Corona-Zeit vorzubereiten. Was sich in Augsburgs Pfarreien tut und mit welchen Einschränkungen Gläubige rechnen müssen, hat Gerlinde Knoller recherchiert.

  • Schaffen wir gerade unsere Freiheit ab? Dürfen Politiker der Gesundheit alles andere unterordnen - und einen wirtschaftlichen Totalschaden in Kauf nehmen? Darüber haben wir heute Abend im Livetalk mit FDP-Chef Christian Lindner diskutiert und ihm (auch) Ihre Fragen gestellt. Hier gibt's das Gespräch zum Nachschauen.

Die Zahlen: Derzeit gibt es in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 163.865 Fälle, das sind 685 mehr als am Vortag. In Bayern haben sich aktuell 43.162 Menschen mit dem Virus infiziert, das sind 165 mehr als am Vortag. Insgesamt kommen in Bayern auf 100.000 Menschen aktuell 330 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Alle bestätigten Fälle in der Region finden Sie in diesem Artikel.

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