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Medlingen

30.06.2018

Braucht Medlingen einen Dorfladen?

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Was soll aus diesem Gebäude neben dem Medlinger Rathaus werden? Die Gemeinde will sich unter den Bürgern umhören, um zu erfahren, was sie sich wünschen. Angedacht ist unter anderem eine Nutzung als Dorfladen.
Bild: Andreas Schopf

Die Gemeinde überlegt, was mit dem leeren Gebäude neben dem Rathaus passieren soll. Möglich sind verschiedene Varianten. Gefragt sind jetzt die Bürger.

In Haunsheim war es vor einigen Monaten soweit. Der letzte Nahversorger schloss seine Türen. Die Nachbargemeinde Medlingen hat diesen Einschnitt schon länger hinter sich. Seit Jahren müssen Bewohner der Gemeinde nach Sontheim oder Gundelfingen ausweichen, wenn sie einkaufen wollen. In Haunsheim wie in Medlingen fasst man deshalb die Idee eines Dorfladens ins Auge. Ein Konzept, das vor allem im Nachbarlandkreis Donau-Ries, aber auch im Landkreis Dillingen, unter anderem in Zöschingen, erfolgreich ist.

In Medlingen gibt es nun eine konkrete Idee. Es geht um das leer stehende Gebäude in der Bergstraße 3 – direkt gegenüber des Rathauses. Das einstige Wohnhaus befindet sich laut Bürgermeister Stefan Taglang seit 2009 in Besitz der Gemeinde. Damals musste die Verwaltung für zwei Jahre dorthin ausweichen, während das Rathaus generalsaniert wurde. Nach einer zwischenzeitlichen Nutzung durch den Bauhof stehen die Räumlichkeiten mittlerweile komplett leer. Kürzlich stand das Thema auf der Tagesordnung im Gemeinderat. Das Architekturbüro Axmann aus Burgau hat drei verschiedene Varianten ausgearbeitet, wie das zweistöckige Gebäude mit einer Grundfläche von rund 300 Quadratmetern künftig genutzt werden könnte. Zwei davon sehen einen Laden im Erdgeschoss vor, während im Obergeschoss Wohn- oder Büroflächen entstehen könnten. Bürgermeister Taglang würde diese Idee eines Dorfladens präferieren. „Wenn das so laufen würde, wie wir uns das vorstellen, wäre das eine super Sache für die Gemeinde“, sagt er. Das würde heißen: Ein Marktplatz für regionale Produkte, ein Treffpunkt und eine Kommunikationsplattform inmitten der Gemeinde, zum Einkaufen nicht mehr in die Nachbargemeinden.

Nur: So einfach ist die Angelegenheit nicht. Die Gemeinde könnte ein solches Projekt nicht alleine stemmen, betont Taglang. Es brauche einen Investor oder eine Interessensgruppe, die das Vorhaben mit Leben erfüllt. Taglang denkt an so etwas wie eine Genossenschaft, die sich gründen müsste. Doch ist so etwas in Medlingen überhaupt umsetzbar? Um dies herauszufinden, läuft derzeit ein Aufruf der Gemeinde. Bürger, die sich engagieren würden oder zumindest Interesse an der Nutzung eines Dorfladens oder Dorfcafés haben, sollen sich melden. „Wir wollen schauen, wie die Idee eines Dorfladens ankommt“, sagt Taglang.

Bislang habe sich noch niemand gemeldet. Sollte dies so bleiben, würde das Gebäude in der Bergstraße anders genutzt werden. „Wenn kein Interesse vorhanden ist, dann werden wir die Idee eines Dorfladens nicht weiter verfolgen“, macht Taglang klar. Alternativ könnte das Gebäude sowohl im Erd- als auch im Obergeschoss mit Wohn- und Büroflächen genutzt werden. Aber auch das muss, wie das Konzept des Dorfladens, erst durch die Gemeinde erarbeitet werden.

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