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Bürgermeisterwahl Lauingen

21.08.2018

Lauinger CSU nominiert Katja Müller

Katja Müller wurde am Dienstagabend als Bürgermeisterkandidatin der CSU in Lauingen nominiert. Im Foto gratulieren von links Dritter Bürgermeister Albert Kaiser, Orts- und Fraktionsvorsitzender Markus Hoffmann und Haunsheims Bürgermeister Christoph Mettel, der den kurzfristig verhinderten Landtagsabgeordneten Georg Winter vertrat.
Bild: Jakob Stadler

Die 37-Jährige aus Bachhagel will Bürgermeisterin werden. Sie arbeitet als Hauptamtsleiterin in Ichenhausen und engagiert sich als Gemeinde- und Kreisrätin.

Kommunalpolitik ist für Katja Müller Hobby und Beruf, erklärt die 37-Jährige. Sie ist Hauptamtsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Ichenhausen im Nachbarlandkreis Günzburg, außerdem sitzt sie in ihrer Heimatgemeinde Bachhagel im Gemeinderat und für den Kreisverband der CSU, dessen Vorstand sie angehört, im Kreistag.

„Sie kennt die verwaltungstechnischen Besonderheiten aus dem Effeff“, sagt Markus Hoffmann, der Vorsitzende der Lauinger CSU und der Stadtratsfraktion. Deshalb habe Müller von Anfang an ganz oben auf der Liste möglicher Kandidaten gestanden. „Ich kenne sie schon lange aus dem Kreisverband“, sagt er. „Und für mich hat sie sich von Anfang an angeboten.“ Auch das junge Alter habe für Müller gesprochen. „Wir wollten jemanden finden, der dynamisch ist“, sagt Hoffmann. Weil Bürgermeister- und Kommunalwahl in Lauingen 2026 wieder angeglichen werden, wird die Amtsperiode des neuen Bürgermeisters fast acht Jahre lang sein. Hoffmann erklärt, man habe jemanden finden wollen, der auch über diese Zeit hinaus Lauingens Rathauschef bleiben könnte.

Deshalb war es Katja Müller, die am Dienstag um 19 Uhr vor die rund 30 CSU-Mitglieder trat, die zur Nominierungsveranstaltung ins Lauinger Genießerhotel Lodner gekommen waren. Die 37-Jährige wurde einstimmig zur Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 14. Oktober bestimmt. Dritter Bürgermeister Albert Kaiser sagte: „Sie vereinigt alles, was man auf dieser Position haben will.“ In Lauingen stünden große Projekte an, die es zu stemmen gelte. Und Katja Müller sei eine, die wisse, wie das geht. Haunsheims Bürgermeister Christoph Mettel überbrachte Grüße und Glückwünsche vom Landtagsabgeordneten Georg Winter, der kurzfristig wegen einer Terminänderung verhindert war.

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Für Katja Müller wäre es der Schritt in die erste Reihe

Katja Müller erzählt vor der Veranstaltung, sie sei von der Anfrage zuerst überrascht gewesen. „Dann habe ich mir das genau überlegt“, erklärt sie. Sie besprach sich mit ihrem Mann, überlegte, was das für die Familie bedeutet. Die beiden haben eine siebenjährige Tochter. Müller kam zu dem Schluss: „Das wäre das Richtige.“ Der Gedanke sei gereift, sie habe sich gedacht: „Eigentlich ist es das, was ich jetzt auch mache, aber in der ersten Reihe.“ So könne sie mehr eigene Ideen umsetzen und selbst gestalten. Dass sie der Aufgabe gewachsen ist, da ist sich Müller sicher. „Ich bin bestens vorbereitet“, sagt sie.

Vor ihrer Zeit in Ichenhausen war sie Geschäftsstellenleiterin und Kämmerin in der Verwaltungsgemeinschaft Kötz (Landkreis Günzburg). Zur Verwaltungsfachwirtin ausgebildet wurde sie in Syrgenstein, in Wittislingen war sie dann zehn Jahre lang stellvertretende Kämmerin. Aktuell ist Müller zudem Vorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung der CSU im Landkreis Dillingen und Schatzmeisterin in deren Bezirksverband. Zu ihrer Arbeit als Kreisrätin sagt sie: „Ich denke, dass die Kontakte sehr hilfreich sein werden.“ In Bachhagel ist Müller in mehreren Vereinen und Organisationen wie dem Elternbeirat engagiert.

In Lauingen ist Müller jetzt schon regelmäßig. „Vor allem freizeitmäßig“, erklärt sie. Sie sei schließlich in weniger als zehn Minuten an der Gemarkungsgrenze. Ihr Vater hat früher ein paar Jahre in der Stadt gewohnt, einige Klassenkameradinnen, die sie an der St.-Bonaventura-Realschule in Dillingen kennengelernt hat, leben dort ebenfalls. Außerdem ist Müller Dozentin an der Verwaltungsschule in Lauingen.

Drei Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Lauingen

Wenn sie Bürgermeisterin wird, möchte Müller neben den Umbaumaßnahmen in der Innenstadt auch die Anstrengungen im Bereich der Kinderbetreuung mit hoher Priorität weiterverfolgen. „Das ist einfach ein wichtiger Punkt für viele Frauen, die wie ich Vollzeit arbeiten, damit sie gleichgestellt werden.“ Wichtig sei ihr außerdem, gut mit den Vereinen zusammenzuarbeiten – denn die machten eine Stadt doch aus. Auch für alle anderen werde sie „ein offenes Ohr, eine offene Tür und ein offenes Herz“ haben.

Nach der Nominierung der CSU sind jetzt mit Katja Müller, Claudia Stocker (FDP/Liberale Bürger) und Matti Müller (SPD) drei Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Lauingen am 14. Oktober bekannt. Die Frist für Nominierungen läuft am Donnerstag ab.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Diese Wahl wird Lauingen stark prägen

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