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Landkreis Dillingen

21.07.2020

Mit einem ÖPNV-Ticket von Dillingen bis ins Ries?

Am Busbahnhof Rosenstraße in Dillingen fahren Busse in nahezu alle Gemeinden im Landkreis.
Bild: Andreas Schwarzbauer (Archiv)

Plus Es gibt Pläne für einen Verkehrsverbund im Landkreis Dillingen. Neue Fördermöglichkeiten machen das plötzlich attraktiv.

Bislang ist der Nahverkehr im Landkreis Dillingen zweigeteilt: Im Altlandkreis Wertingen ist der Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) im Einsatz, im Altlandkreis Dillingen die Firma Regionalbus Augsburg (RBA). Der Freistaat will mehr Verkehrsverbünde schaffen. So sollen die Menschen nicht nur mit einem Ticket landkreisweit und im besten Fall -übergreifend den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen können, sondern aufgrund besserer Anbindungen auch schneller ans Ziel kommen.

Größere Verkehrsverbünde sollen ÖPNV erleichtern

Große Verbände täten sich zudem leichter bei Ausschreibungen, wie Manuel Diller vom Verkehrsministerium am Montag im Kreisentwicklungsausschuss erklärte. Und etwa ein E-Ticket von Dillingen nach München lasse sich mit wenigen großen Verbünden auch einfacher realisieren.

Sowohl der Landkreis Donau-Ries als auch der Landkreis Dillingen haben laut Landrat Leo Schrell einer Studie über die Entwicklung der Verkehrsströme zugestimmt. Dabei werden verschiedene Szenarien geprüft, etwa die Entwicklung innerhalb der Landkreise und in welche Richtung die Pendler unterwegs sind. Im zweiten Schritt wird die mögliche Umsetzung geklärt und ein Zeitplan entworfen. Nach jedem Schritt können sowohl die Landkreise als auch das Ministerium entscheiden, ob es weitergeht.

Dillingen: Verbunderweiterung ist Thema im Ausschuss

Die Studie kann laut Landrat mit bis zu 92 Prozent gefördert werden. Wird eine Verbunderweiterung umgesetzt, wären sowohl damit verbundene Einmalkosten, etwa für Fahrkartenautomaten oder Haltestellen, als auch Dauerlasten, die dabei im Schienennahverkehr anfallen, förderfähig. Das Gutachten wird laut Schrell der AVV durchführen. Das Unternehmen kenne die Situation im Landkreis Dillingen gut.

Das neue Förderprogramm des Freistaats hat laut Diller dazu geführt, dass sich von 47 verbundfreien Kreisen inzwischen 34 zur Durchführung einer Studie entschieden haben. „Und was ist, wenn sich das nicht rechnet?“, fragte Kreisrat Dietmar Bulling. Laut Diller wird in der Studie genau untersucht, was sinnvoll ist. Und da zeichne sich ein Verbund mit dem AVV bereits ab.

Doch es werden laut Bernd Rapp vom Landratsamt verschiedene Szenarien geprüft. Und beide Landkreise könnten auch getrennt (weiter-)fahren. Um den Zeitplan für die Fördermittel einzuhalten, forderte Zöschingens Bürgermeister Tobias Steinwinter schließlich: „Also volle Kraft voraus mit allen Maschinen.“

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