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Stadtrat Dillingen

05.05.2020

Zwei Grafs vertreten jetzt Oberbürgermeister Kunz

Oberbürgermeister Frank Kunz hat  Johann Graf  als Zweiten Bürgermeister der Stadt Dillingen vereidigt.
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Oberbürgermeister Frank Kunz hat Johann Graf als Zweiten Bürgermeister der Stadt Dillingen vereidigt.
Bild: Berthold Veh

Plus Der neu gewählte Dillinger Stadtrat nimmt die Arbeit auf. Und die beiden Stadtpfarrer geben den Räten eine Empfehlung mit auf den Weg.

Das gibt’s in der Region wohl nur in Dillingen. Am Beginn der neuen Amtsperiode haben die Stadtpfarrer Wolfgang Schneck und Manuel Kleiner am Montagabend den Dillinger Stadträten den Segen gespendet. Und ihnen mit einer alttestamentlichen Lesung vom König Salomo den Auftrag erteilt, „ein weises, verständiges und hörendes Herz“ zu haben und einen fairen Umgang zu pflegen, damit am Ende die besten Lösungen für die Entwicklung der Kreisstadt herauskommen.

Etwa 20 Hörer verfolgten die konstituierende Sitzung des Gremiums im Dillinger Stadtsaal. In Corona-Zeiten saßen sie in gehörigem Abstand auf der Empore, um so das Infektionsrisiko zu minimieren. Ebenso wie die 24 neu gewählten Stadträte und Oberbürgermeister Frank Kunz, die aufgrund der luftigen Platzverteilung den ganzen Stadtsaal füllten.

Katastrophenfall ein Tag nach der Kommunalwahl

Der Rathauschef erinnerte in seiner Ansprache daran, dass einen Tag nach der Kommunalwahl (15. März) in Bayern der Katastrophenfall ausgerufen wurde. Trotz all der Widrigkeiten in den Zeiten der Corona-Pandemie sei die erste Sitzung des neu gewählten Dillinger Stadtrats auch Anlass zur Freude, sagte Kunz. Elf Mitbürger seien neu ins Gremium gewählt worden, demnach ist fast die Hälfte des Stadtrats zum ersten Mal im Gremium. Es sei eine dringende Aufforderung der ausgeschiedenen Räte gewesen, „den Geist des guten Miteinanders“ weiter zu pflegen. Gerade in dieser Krise sei es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen, betonte der Oberbürgermeister. Die Förderung der heimischen Wirtschaft sei angesichts des Lockdowns eine zentrale Aufgabe. Als großer Bauträger könne Dillingen dafür sorgen, dass heimische Firmen weiterhin Aufträge erhalten. Beispielsweise beim Neubau der Mittelschule und des Parkhauses – oder auch beim Wiederaufbau des Rathauses. Kunz sagte: „Wir investieren weiterhin in die Zukunft dieser Stadt. Und machen sie auch weiterhin attraktiv für alle Generationen.“

Barrierefreier Bauhof und neue Tagespflege

Mit der neuen Tagespflege des BRK und dem barrierefreien Ausbau des Bahnhofs werde die Kreisstadt noch attraktiver. Und mit der Revitalisierung des Glasveredelungs-Areals werde Dillingen einen weiteren Meilenstein setzen. Neben verschiedenen Wohn-, Pflege- und Betreuungsformen, auch für Senioren und Mitbürger mit Behinderung, sollen hier Einkaufsmöglichkeiten geschaffen werden. Weitere Anstrengungen zur Familienfreundlichkeit Dillingens und zum Ausbau des Bildungsangebots bezeichnete Kunz als Leitlinien der Stadtpolitik (Das Gasthaus zum Zoll in Dillingen wird abgerissen).

Ohne Aufregung verlief die Wahl der Stellvertreter des OB. Der Ältestenrat mit den Fraktionschefs Wolfgang Düthorn ( CSU), Hermann Balletshofer (Umland) und Rainer Schindler (FW, Grüne, SPD) hatte sich im Vorfeld in einigen Videokonferenzen geeinigt. Und so wurde der Fristinger Johann Graf (Umland) neu zum Zweiten Bürgermeister, und Peter Graf (CSU) wiederum zum Dritten Bürgermeister gewählt. Weiterer Stellvertreter des Oberbürgermeisters ist wie bisher Walter Fuchsluger (SPD). Die beiden Grafs erhielten in einer geheimen Wahl, die Balletshofer leitete, 25 Ja-Stimmen – bei 25 abgegebenen Stimmzetteln. Und auch Fuchsluger erhielt eine 100-prozentige Zustimmung.

Überwältigendes Vertrauen für den Fristinger

Johann Graf, der in seinem Amt vereidigt werden musste, war sichtlich gerührt. „Ich danke für dieses überwältigende Vertrauen“, sagte der Fristinger. Und er werde alles dafür tun, dieses Vertrauen zu rechtfertigen. Peter Graf dankte ebenfalls für den Zuspruch, er freue sich, die nächsten sechs Jahre in dem Gremium für Dillingen arbeiten zu dürfen. Das versicherte auch Fuchsluger. Er hoffe inständig, dass das Abstandhalten bald Geschichte ist „und wir wieder enger zusammenrücken dürfen“.

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