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Sport-Historie

20.11.2020

Top-12-Turnier in Höchstädt und Gundelfinger Landesliga-Spitzenreiter

An die Spitze der Fußball-Landesliga stürmte in der Saison 1990/91 der FC Gundelfingen. 2100 Zuschauer sahen am 15. Spieltag den 1:0-Sieg gegen Verfolger Schwaben Augsburg. Im Bild links schob FCG-Torjäger Thomas Jahn zwar den Ball an Torhüter Karl Kindler vorbei, doch der zurückgeeilte Augsburger Verteidiger Janos Radoki stoppte anschließend den Ball noch vor der Torlinie.
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An die Spitze der Fußball-Landesliga stürmte in der Saison 1990/91 der FC Gundelfingen. 2100 Zuschauer sahen am 15. Spieltag den 1:0-Sieg gegen Verfolger Schwaben Augsburg. Im Bild links schob FCG-Torjäger Thomas Jahn zwar den Ball an Torhüter Karl Kindler vorbei, doch der zurückgeeilte Augsburger Verteidiger Janos Radoki stoppte anschließend den Ball noch vor der Torlinie.
Bild: Repro: her

Plus Lokale Sportgeschichte(n): In Höchstädt trafen sich vor 30 Jahren die besten Tischtennis-Junioren aus Deutschland. Gundelfingens Fußballer grüßten von ganz oben. Was sonst noch im November 1990 los war.

Ein Jahr nach dem Mauerfall in Berlin trieb der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl vor allem die Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen voran. Mit dem polnischen Premier Tadeusz Mazowiecki war er sich einig, dass noch im November ein deutsch-polnischer Grenzvertrag unterzeichnet werden soll. Fast zur gleichen Zeit kehrte der SPD-Ehrenvorsitzende Willy Brandt aus Bagdad zurück. Und mit ihm etwa 200 Deutsche und Ausländer, die drei Monate lang im Irak als Geiseln festgehalten wurden. Die Bundesregierung begrüßte die humanitäre und erfolgreiche Mission Willy Brandts. Etliche der Freigekommenen hatten die letzten Monate als „lebende Schutzschilde“ an strategisch wichtigen irakischen Orten verbracht. In Lauingen streikte Anfang des Monats ein Großteil der Beschäftigten des Mähdrescherwerkes KHD, um ihre Forderungen nach Sicherung der Arbeitsplätze und den Rücktritt von Geschäftsführer Ulrich Liebers zu bekräftigten. Was sich damals bei KHD abspielte, verglich Bürgermeister Georg Barfuß mit „frühkapitalistischen Methoden“.

Sportlich lief es beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart nicht rund. Trainer Willi Entenmann gab aufgrund einiger Misserfolge auf, sein Nachfolger wurde der damals 37-jährige Christoph Daum. Die Tabelle der Bundesliga führte nach 15 Spieltagen der 1. FC Kaiserslautern vor dem FC Bayern München und dem SV Werder Bremen an. Alle drei Mannschaften waren jeweils durch einen Punkt getrennt. In der Landesliga Süd stand der FC Gundelfingen an der Spitze. Spitze waren aber auch die Leistungen eines Zwölfjährigen, der beim TV Dillingen erfolgreich in der Tischtennis-Herrenmannschaft mitmischte. Dies und einiges mehr lesen Sie in unserer Serie „Lokale Sportgeschichte(n). Heute blicken wir auf den November 1990 zurück.

2100 Zuschauer sehen Landesliga-Spitzenspiel in Gundelfingen

Seinen Platz an der Tabellenspitze in der Fußball-Landesliga Süd verteidigte der FC Gundelfingen am 15. Spieltag durch einen 1:0-Heimsieg im Spitzenspiel gegen Schwaben Augsburg. 2100 Zuschauer waren ins Schwabenstadion gekommen, wo Peter Schmid in der 29. Minute den entscheidenden Treffer erzielte. Bei den Gästen lief übrigens der spätere Profi und jetzige Trainer der Augsburger, Janos Radoki, als Verteidiger auf. Trainer der Gundelfinger war damals der bereits verstorbene Walter Kubanczyk.

Mit 15 Jahren Deutscher B-Jugendmeister im Gewichtheben

Beim Probewiegen brachte Stevan Kopunovic 200 Gramm zuviel auf die Waage. Bei den deutschen B-Jugendmeisterschaften im Gewichtheben in Obrigheim blieb ihm noch eine halbe Stunde, um sein Kampfgewicht von 90 Kilogramm zu erreichen. Dies gelang. Was folgte, waren 90,0 Kilogramm im Reißen und 95,0 Kilogramm im Stoßen. Dies bedeutete für den Vertreter der SSV Höchstädt Platz eins und somit den Gewinn der Goldmedaille. Auch sehr zur Freude von Abteilungsleiter und Trainer Erhard Lory.

Erst 15 Jahre alt und schon Deutscher Meister: Stevan Kopunovic war vor 30 Jahren in seiner Alters- und Gewichtsklasse bester Gewichtheber im Lande.
Bild: Repro: her

Deisenhofen gewinnt Raiffeisen-Pokalschießen

Mit 4599,5 Punkten und deutlichem Vorsprung gewann „Eichenlaub“ Deisenhofen das Raiffeisen-Pokalschießen innerhalb der VG Höchstädt. Zweiter wurden die Teilnehmer aus Höchstädt vor Schwennenbach und Lutzingen. Insgesamt beteiligten sich 127 Schützen an dem Wettbewerb. Die jeweils besten 15 Teilnehmer eines Vereins kamen in die Wertung.

Die Schützen aus Deisenhofen gewannen vor 30 Jahren das Raiffeisen-Pokalschießen innerhalb der VG Höchstädt. Bei der Siegerehrung waren dabei (von links): Gerhard Linder (Deisenhofen), Hans Huber (Raiffeisenbank), Eugen Schaller (Höchstädt), Alois Waldenmayer (Lutzingen), Josef Sing (Schwennenbach) und Silvia Hopp (Raiffeisenbank).
Bild: Repro: her

Top-12-Turnier in Höchstädt ein Tischtennis-Leckerbissen

Zwei Tage lang stand die Nordschwabenhalle in Höchstädt ganz im Zeichen des Top-12-Turniers der Tischtennis-Junioren. Mit Recht konnten Rolf Blessing, Spartenleiter der Tischtennis-Abteilung des SSV Höchstädt, sowie seine Stellvertreterin Rita Maneth stolz auf die zusammen mit den vielen Helfern geleistete Arbeit sein. Den großartigen äußeren Rahmen lieferten sie, die sportlichen Leckerbissen servierten die je 14 Spielerinnen- und Spieler. Bei den Juniorinnen dominierte Christiane Praedel vom Bundesligisten TUS Glane, Christian Franztel vom Post SV Mühlheim machte bei den Junioren das Rennen.

SG Wittislingen ehrt seine Deutschen Meister

Die Vorstandschaft der Schützengesellschaft Wittislingen lud ein, und viele Gäste waren gekommen. Auch Landrat Dr. Anton Dietrich, der selbst Mitglied beim Wittislinger Verein war, gehörte zu den Gästen. Anlass war die Ehrung der drei Schützinnen Sigrid Baur, Elisabeth Steiner und Michaela Malisi für ihren deutschen Meistertitel und ihren neuen deutschen Rekord. Bei seiner Laudatio brachte der Erste Vorsitzende des Vereins, Peter Müller, zum Ausdruck, dass die drei Mädchen das beste Team im KK-Liegendschießen in ganz Deutschland sind und so den nationalen Bekanntheitsgrad Wittislingens deutlich gesteigert haben.

Ihre erfolgreichen Schützen und Schützinnen ehrte die SG Wittislingen auf einer Meisterfeier (von links): Erster Vorsitzender Peter Müller, Alfred Oppel, Elisabeth Steiner, Sigrid Baur, Michaela Malisi und Johann Schaudi.
Bild: Repro: her

Mit zwölf Jahren an der Tischtennisplatte der Herren

Als der TV Dillingen in der Schwabenliga I zu Punktspielen mit seiner ersten Herrenmannschaft antrat, traute mancher Zuschauer seinen Augen nicht: Zwischen all den gestandenen Männern stand ein junger Bub, der die weiße Zelluloidballkugel gekonnt über das gespannte Netz der Tischtennisplatte drosch. Zwölf Jahre alt war Florian Kaindl, der all seinen Gegnern zu schaffen machte und vor drei Jahrzehnten bis Mitte November noch kein Spiel verloren hatte.

„Schütze des Jahres“ aus Gundelfingen

Bei der Ehrung der erfolgreichsten Schützen Bayerns ging vor 30 Jahren eine Auszeichnung an Matthias Hörger aus der Abteilung Bogen des Schützenvereins Gundelfingen. Er wurde für seine besonderen Leistungen auf Gau-, Bezirks- und Landesebene geehrt. Matthias Hörger war das erste Mitglied seines Vereins, der so eine Würdigung in Empfang nehmen durfte.

Schwimmen

Um schwäbische Staffeltitel Nahezu die gesamte schwäbische Schwimmerprominenz war in Höchstädt bei der Jugend-Staffelmeisterschaft des Bezirks am Start. 59 Teams aus 15 Vereinen mit 350 Aktiven bedeuteten die diesen Mannschaftswettbewerb Rekord. Wie schon ein Jahr zuvor schafften die Damen der gastgebenden SSV Höchstädt in der Klasse Juniorinnen/AK 20 (Jahrgang 1966 bis 1972) in der Besetzung Angela Prügel, Diana Goldbach, Christine Klinger, Stilla Rieblinger und Birgit Mauermayer erneut den Gesamtsieg mit 55,3 Sekunden Vorsprung.

350 Aktive aus 15 Vereinen gingen bei den schwäbischen Meisterschaften der Staffelschwimmer in Höchstädt an den Start.
Bild: Repro: her

Fußball

Vier Bezirksligisten und ein BOL-TeamDas waren noch Zeiten, als neben dem Landesligisten FC Gundelfingen fünf weitere Mannschaften aus dem Landkreis in höhren Fußball-Ligen vertreten waren. Der TSV Wertingen gehörte in der Saison 1900/91 der damaligen Bezirksoberliga (BOL) an, in der Bezirksliga Nord waren die SSV Dillingen als Spitzenreiter Ende November, die SSV Glött, der TSV Wittislingen und der SV Donaualtheim vertreten.

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