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Erziehung

17.01.2015

Ein Waldkindergarten für Rain?

Martin Heilingbrunner vom BRK-Kreisverband Nordschwaben und Kerstin Henke (2. von links), Vorsitzende des Donauwörther Waldkindergartens, hielten im voll besetzten Versammlungsraum von Rains evangelischer Kirche Referate zum Thema Waldkindergarten. Silvia Chwalka (rechts) und Annika Rumohr hatten die Referenten, Eltern und Mitglieder des Stadtrats eingeladen.
Bild: Manfred Arloth

Zwei Erzieherinnen setzen sich für einen Waldkindergarten in Rain ein. Nun haben sie ihr Konzept vorgestellt.

Die Erzieherinnen Silvia Chwalka und Annika Rumohr bemühen sich seit etwa einem Jahr um die Gründung eines Waldkindergartens. Sie hospitierten bei den Waldkindergärten in Donauwörth, Nördlingen, Meitingen und Schrobenhausen, stellten eine Info-Mappe zusammen, die sie im Rainer Rathaus abgaben, und wandten sich auch schon an mögliche interessierte Eltern aus Rain und Umgebung. Freudig überrascht waren sie, als sie bei einem ersten Informationsabend im Versammlungsraum der evangelischen Kirche rund 20 interessierte Eltern begrüßen konnten. Auch einige Kommunalpolitiker hörten den Referaten von Kerstin Henke, Vorsitzende des Donauwörther Waldkindergartens, und Martin Heilingbrunner vom BRK-Kreisverband Nordschwaben – diese Institution ist Träger des Waldkindergartens Nördlingen – mit großer Aufmerksamkeit zu.

Die Referenten beleuchteten das Thema Wald- und Naturpädagogik, bei dem Erleben, Experimentieren und Beobachten in der freien Natur im Mittelpunkt stünden. Die Sinne für Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Sehen, Gleichgewicht und Bewegung würden gefördert. Darüber hinaus machten die Vorschulkinder wertvolle Entdeckungen und Erfahrungen, die für das gesamte Leben von Bedeutung seien. Gespielt werde überwiegend mit Dingen, die im Wald oder auf Feld und Wiese gefunden werden. Die Aktivitäten im Freien oder auch in einem Bauwagen fänden bei jedem Wetter statt, allerdings beispielsweise nicht bei angekündigtem Sturm – da gehen die Erzieher und Erzieherinnen mit den Kleinen in einen sicheren Raum außerhalb des Waldes.

Vorgeschrieben sei die Gruppenstärke mit 15 bis 20 Kindern, die von mindestens zwei staatlich anerkannten Erziehern betreut werden, wurde weiter erläutert. Die Rechtsform eines Waldkindergartens sei meist ein eingetragener Verein. Finanziert werde eine solche Einrichtung durch staatliche und kommunale Zuschüsse, Spenden sowie Mitglieds- und Elternbeiträge. Die Trägerschaft könne die Kommune übernehmen, doch seien auch andere Trägerschaften möglich, wie etwa das Rote Kreuz.

Die beiden Initiatorinnen zeigten sich zuversichtlich, dass ein Waldkindergarten sich auch positiv auf das Image der Blumenstadt Rain auswirken könnte. Er könne das vorhandene Naturangebot, wie etwa Blumenpark mit dem Naturlehrgarten, den Stadtpark und diverse Wander- und Radwege, sinnvoll ergänzen. Für Eltern biete sich die Chance, dass sie ihre Kinder in einen alternativen Kindergarten schicken können. Die Stadtgemeinschaft rücke zusammen, wenn das Projekt verwirklicht werde, meinen sie. Auch Eltern aus dem Umland könnten ihre Kinder in einem Rainer Waldkindergarten anmelden. Schließlich dürfe man davon ausgehen, „dass motivierte Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Praktikanten mit viel Engagement und Begeisterung den geplanten Waldkindergarten leiten, begleiten und fördern.“ (ma)

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